Entzug von EM-Rente auch für WfbM-Beschäftigte

von
Mischa99

Auch Beschäftigte in einer Werkstatt für behinderte Menschen (seit 35 Jahre in der WfbM beschäftigt, seit 15 Jahre EM-Rente) - auch Entzug von EM-Rente?

von
Alltagsbegleiter

Arbeitsentgelt, das ein behinderter Mensch von einem Träger einer in Einrichtung nach § 1 Satz 1 Nr. 2 SGB VI erhält, ist unabhängig von der Höhe nicht als Hinzuverdienst zu berücksichtigen (§ 96a Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 SGB VI).

Das gilt u. a. für behinderte Menschen mit einer Tätigkeit in einer anerkannten Werkstätte.

Erzielt ein behinderter Mensch Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung außerhalb der anerkannten Werkstatt, gelten allerdings die Hinzuverdienstregelungen bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente.

Experten-Antwort

Wenn jemand auf Dauer in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt ist kommt ein Entzug der EM-Rente nicht in Betracht.

von
Mischa99

Für WfbM-Beschäftigte mit EM-Rente darf Nachuntersuchung (alle 2 Jahre), ob bessere Gesundheitszustand und in der WfbM weiterbeschäftigt - Entzug von EM-Rente??? Ja oder Nein?

von
W*lfgang

Zitiert von: Mischa99

Für WfbM-Beschäftigte mit EM-Rente darf Nachuntersuchung (alle 2 Jahre), ob bessere Gesundheitszustand und in der WfbM weiterbeschäftigt - Entzug von EM-Rente??? Ja oder Nein?

Hallo Mischa99,

egal, ob es sich um eine unbefristete oder Zeit-Erwerbsminderungsrente handelt, müssen Sie immer mit 'Nachuntersuchungen' rechnen. Das legt der med. Dienst der Rentenversicherung fest, ob ggf. auch bei unbefristeten EM-Renten Aussicht auf Besserung bzw. die Möglichkeit zur vollen oder teilweisen Erwerbsfähigkeit wieder bestehen könnte.

Insofern JA, auch bei Beschäftigten in einer WfbM gibt es keinen Ausschlussgrund für Nachuntersuchungen/Entziehung der Rente - es sei denn, es ist ein wirklich 'hoffnungsloser' Fall und der ist in der Akte auch so gekennzeichnet ...auch das gibt keine absolute Gewissheit, was Jahre/Jahrzehnte später med. möglich ist zur Wiedereingliederung ins unbeschränkte Erwerbsleben.

Gruß
w.

von
maxundmoritz

Hallo Wolfgang!

Nur die unterschiedliche handhabe der Rentenversicherungsträger ist eine Frechheit bei der DRV wird in aller Regel alle zwei Jahre die weitere Rentenberechtiung geprüft bei anderen Trägern wird nach Gewährung der unbefristeten Rente überhaupt nicht mehr gepürft!

Wie hier von einigen Fachleuten anderer Rententräger durch die Blume bestätigt wurde!

von
maxundmoritz

Hallo Wolfgang!

Nur die unterschiedliche handhabe der Rentenversicherungsträger ist eine Frechheit bei der DRV wird in aller Regel alle zwei Jahre die weitere Rentenberechtiung geprüft bei anderen Trägern wird nach Gewährung der unbefristeten Rente überhaupt nicht mehr gepürft!

Wie hier von einigen Fachleuten anderer Rententräger durch die Blume bestätigt wurde!

von
W*lfgang

Hallo maxundmoritz,

dass die Rentenversicherung nach der 'Einheit' der Rentenversicherungsträger seit 2005 immer noch keinen einheitlichen Standard fährt - in allen Frage kritischer Standpunkte - ist bedauernswert, aber leider Realität der einzelnen Fürstentümer ...im Sinne der Versicherten und einheitlicher Verfahrensweisen begreife ich es auch nicht - sind wohl zu viele Erbhöfe in die eigenen Sichtweisen zu verteidigen ;-)

Gruß
w.

Experten-Antwort

Wie bereits erläutert, kann eine Nachuntersuchung durchaus erfolgen. Ob es aber zu einer Entziehung der Rente kommt, muss doch im Einzelfall geprüft werden. Diese Prüfung erfolgt konkret durch den zuständigen Rentenversicherungsträger. Weitere Meinungsäußerungen für diese Einzelfälle (in der Theorie) bringen doch nichts.