Erfolgsquote bei EMR Sozialgericht

von
Mary

Hallo Zusammen, ich, Witwe 52 Mutter 2 Kinder habe vor 3 Jahren nach einer doppelten netzhautablösung die Sicht im rechten Augen verloren. Ich habe zwei schwere depressive Episoden nach dem Freizeit meines Mannes hinter mir. Meine Ärzte, alle, haben mir bescheinigt dass ich nicht erwerbsfähig bin. Seit über 3 Jahren bin ich nun am kämpfen. 2x abgelehnt. Alle ärzlichen Gutachten über mich ergehen lassenY nun hat sich herausgestellt dass ich dass der Schwindel mich wie vermutet vom fehlenden Auge, sondern eine Störung im innen Ohr ( vértigo) her kommt. Gutachten in Januar 22 gehabt. Jetzt wurde ein Melanom ( Hautkrebs) entdeckt welches nun zum zweiten Mal nach operiert werden muss, mit Hauttransplantation! Wann glaubt mir jemand dass es echt nicht mehr geht??
Danke für eure Einschätzung

von
Erklärbär

Was sie schreiben, berührt mich menschlich natürlich.
Aber leider "muss" ich Ihnen auch schreiben, dass wir die Frage nach dem "wann" nicht beantworten können. Denn jeder Fall ist anders. Und auch die "Quote" muss nichts besagen.

Aufgrund der Überschrift - im Fließtext schreiben Sie nichts dazu - vermute ich, dass Sie das Widerspruchsverfahren verloren haben und nun den Klageweg beschreiten. Haben Sie bei diesem fachliche Unterstützung, welche sie auch als kompetent erleben, an Ihrer Seite?

Wirkliche Ideen habe ich nicht für Sie. Sorry!

von
Valzuun

Ob Sie persönlich erwerbsgemindert (i.S.d. maßgeblichen Vorschriften im Rentenrecht) sind kann hier niemand beurteilen, egal wie ausführlich Sie Ihre gesundheitlichen Einschränkungen schildern.

Rein statistisch gesehen ist die Erfolgsquote vor dem Sozialgericht eher gering, sie wird auf etwa 20% geschätzt. Das sagt aber wohl nur, dass die meisten Kläger Ihre gesundheitlichen Einschränkungen über-, und die medizinischen Hürden für eine entsprechende Rente, unterschätzen.

von
Walther

Zitiert von: Mary
Hallo Zusammen, ich, Witwe 52 Mutter 2 Kinder habe vor 3 Jahren nach einer doppelten netzhautablösung die Sicht im rechten Augen verloren. Ich habe zwei schwere depressive Episoden nach dem Freizeit meines Mannes hinter mir. Meine Ärzte, alle, haben mir bescheinigt dass ich nicht erwerbsfähig bin. Seit über 3 Jahren bin ich nun am kämpfen. 2x abgelehnt. Alle ärzlichen Gutachten über mich ergehen lassenY nun hat sich herausgestellt dass ich dass der Schwindel mich wie vermutet vom fehlenden Auge, sondern eine Störung im innen Ohr ( vértigo) her kommt. Gutachten in Januar 22 gehabt. Jetzt wurde ein Melanom ( Hautkrebs) entdeckt welches nun zum zweiten Mal nach operiert werden muss, mit Hauttransplantation! Wann glaubt mir jemand dass es echt nicht mehr geht??
Danke für eure Einschätzung
EM-Renten gehen manchmal seltsame Wege. Es gibt Leute die bekommen sie und wollen sie gar nicht. Manche fragen hier tatsächlich, ob sie diese kündigen können. Andere werden mit psychischer Komponente in der Reha ohne viel Federlesen unter 3 Stunden bewertet. Und wieder andere, so wie Sie, sind arg gebeutelt und gehen leer aus. Wenn dieser Hartzi und GruSi Mist nicht so schoflig wäre, so stellen diese keine Alternative dar und die EM-Rente bleibt oft die einzige Möglichkeit für ein halbwegs würdiges und gesichertes Leben.

Experten-Antwort

Hallo Mary,

im Rahmen dieses Forum können wir leider keine Einschätzung vornehmen.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Mary

[hallo
Herzlichen Dank. Ja ich habe mich sofort vom VDK vertreten lassen. Die warten natürlich auch auf eine Nachricht vom Sozialgericht. Mir wurde schon Hoffnung gemacht. Nur zieht sich das Monate hin…☹️Leider wurde meine Akte innerhalb des Vereins auch nich von Standort gewechselt und die betreuende Anwältin ist mir neu. Ihre Einzüge Aussage war: ich habe über 50 neue Fälle und konnte mich nicht überall reinlesen! Ich glaube echt nur von Oech verfolgt zu sein! Mir bleibt leider nichts anderes übrig als zu warten und warten und der Schuldenberg wächst….
Liebe Grüße

quote=385760]Was sie schreiben, berührt mich menschlich natürlich.
Aber leider "muss" ich Ihnen auch schreiben, dass wir die Frage nach dem "wann" nicht beantworten können. Denn jeder Fall ist anders. Und auch die "Quote" muss nichts besagen.

Aufgrund der Überschrift - im Fließtext schreiben Sie nichts dazu - vermute ich, dass Sie das Widerspruchsverfahren verloren haben und nun den Klageweg beschreiten. Haben Sie bei diesem fachliche Unterstützung, welche sie auch als kompetent erleben, an Ihrer Seite?

Wirkliche Ideen habe ich nicht für Sie. Sorry!
[/quote]

von
Samstag

Zitiert von: Mary
Hallo Zusammen, ich, Witwe 52 Mutter 2 Kinder habe vor 3 Jahren nach einer doppelten netzhautablösung die Sicht im rechten Augen verloren. Ich habe zwei schwere depressive Episoden nach dem Freizeit meines Mannes hinter mir. Meine Ärzte, alle, haben mir bescheinigt dass ich nicht erwerbsfähig bin. Seit über 3 Jahren bin ich nun am kämpfen. 2x abgelehnt. Alle ärzlichen Gutachten über mich ergehen lassenY nun hat sich herausgestellt dass ich dass der Schwindel mich wie vermutet vom fehlenden Auge, sondern eine Störung im innen Ohr ( vértigo) her kommt. Gutachten in Januar 22 gehabt. Jetzt wurde ein Melanom ( Hautkrebs) entdeckt welches nun zum zweiten Mal nach operiert werden muss, mit Hauttransplantation! Wann glaubt mir jemand dass es echt nicht mehr geht??
Danke für eure Einschätzung

Hallo Mary

Seit wann wird Ihr Anliegen schon beim Sozialgericht bearbeitet und erfolgte auch von dort ein Begutachtungsauftrag?

Ich bat über meinen Anwalt nämlich darum und das war gut so!

Unzählige Befundberichte und bildgebendes Material verschiedener Fachärzte und Klinken, Reha- und AHB-Berichte sowie diverse Gutachten zeigten zwar den sich stetig verschlechternden gesundheitlichen Verlauf auf und wiesen eindeutig aus, dass mein Leistungsvermögen mittlerweile auf unter drei Stunden gesunken sei, und doch wurde mein Rentenantragsgesuch abgelehnt, sodass auch ich den Klageweg bestritt.

Der vom Sozialgericht bestellte Gutachter hatte alle Vor-Befunde und -Gutachten noch einmal zusammengefasst und mit seinem erstelltem Befund abschließend gutachterlich stimmig in Einklang gesetzt.

Kurz darauf wurde, ohne persönlicher Verhandlung etc., auf richterliche Anordnung, die DRV zum Anerkenntnis und zur Zahlung der EMR ab Antragstellung aufgefordert.

Meine Erfahrung mit dem VDK war ähnlich Ihrer.
Die zuständige Anwältin dort jung und überlastet. Da verlor ich schnell das Zu- und Vertrauen, dass mir von dort Hilfe zukäme.
Ihr genügte schon ein Blick auf mein damaliges Alter (49), um mir mitzuteilen, dass ich "zu jung" für eine EM-Rente sei!
Meinen mitgebrachten Aktenordner nahm sie erst gar nicht entgegen, bzw in Augenschein.
(Ich bin, nach über zwanzigjähriger Zugehörigkeit, anschließend ausgetreten)

Da ich eine private Rechtschutzsversicherung inclusive Sozialrecht habe, suchte ich mir fürs Klageverfahren einen mich unterstützenden Anwalt.

Behalten Sie bitte im Blick, auch wenn Ihre Leiden (nicht die einzelnen an sich, sondern das Gesamtpaket greift oft ineinander) sie im Alltag einschränken und ausbremsen, Sie müssen es kommunizieren und beweisen, worin und wie stark Ihre Leistungsminderung sich darstellt, um als erwerbsgemindert anerkannt zu werden.

Alles Gute

von
Jana

Auch ich habe leider nur schlechte Erfahrungen mit dem VDK gemacht.
Zwar ging es bei mir um den Schwerbehindertenausweis, aber das ändert ja nichts.
Ich habe - nachdem ich quasi 2 Jahre deren Arbeit gemacht habe, dass einen Anwalt für Sozialrecht eingeschaltet.

Ich weiss nicht, wie lange der Freitod Ihres Mannes zurückliegt, aber meiner Erfahrung nach braucht es schon einiges an Jahren, bis man da in EMR geschickt wird, wenn man depressiv ist.

Ich habe nach fast 20 Jahren, etliche Krankenscheinen, Rehas, Aussteuerungen inzwischen eine TEMR.

Vielleicht sollten Sie auch mal zu einem Anwalt für Sozialrecht gehen und ihre Unterlagen von diesem prüfen lassen. Auch an was es bisher gescheitert ist.

von
Unangenehme Wahrheit

Häufig scheitert es an der Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente, weil die Antragsteller die eigene Erwerbsfähigkeit falsch einschätzen. Da muss man auch mal ehrlich sein und dann kann eben auch ein Sozialverband Wunder bewirken.

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