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Erlischt ALG 1- Anspruch bei Rentenantrag?

von
Silke Weber

Ich beabsichtige nach 24 Mon. ALG 1 mit 62 J. in Rente zu gehen. Kann mir deshalb mein Leistungsanspruch gekürzt bzw. gestrichen werden, da ich unter diesen Umständen noch schlechter zu vermitteln bin?

von
Agnes

Hallo Silke,

nein, der Leistungsanspruch wird nicht gekürzt bzw. gestrichen.

Aber: vermutlich Sperrzeit wegen Vertragsauflösung.

Und: Sie müssen sich darauf einstellen wie jeder andere Arbeitssuchende Bewerbungen zu schreiben, an unsinnigen Kursen usw. teilzunehmen.

Leicht wird es die AfA Ihnen nicht machen.

Agnes

von
Machts Sinn

Wer kann schon zwei Leistungen zum Lebensunterhalt gleichzeitig beanspruchen? Keiner!

von
Agnes

Zitiert von: Machts Sinn

Wer kann schon zwei Leistungen zum Lebensunterhalt gleichzeitig beanspruchen? Keiner!

Wer spricht denn hier von zwei Leistungen gleichzeitig?
Verstehe ich nicht.

Agnes

von
RFn

Egal, ob Frau W. im Moment noch arbeitet und erst in ALG 1 gehen will bis zum Rentenantrag oder ob Sie bereits in ALG 1 ist, solange der Anspruch auf ALG 1 besteht wird doch dieser geleistet, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Auch wenn ein Antrag auf Altersrente gestellt wurde, wird im Zeitraum von der Antragstellung bis zum Rentenbeginn das ALG ungekürzt gezahlt (sofern nicht die Anspruchsdauer erreicht ist). Die Vermittelbarkeit besteht doch bis zum Rentenbeginn.

Experten-Antwort

Ihre Frage ist mit der Antwort von RnF sicher abschließend beantwortet.

von
pesta

Gesetzt den Fall Sie sind noch berufstätig, dann bedarf es einer Kündigung durch den Arbeitgeber!!!
Nur damit kommen Sie in den "vollen Genuß" des ALG1 mit der Option für 2 Jahre.
Warnung:
Eine Eigenkündigung bewirkt (fast immer) eine Sperrfrist (3 Monate kein ALG1) und eine Kürzungs der Bezugsdauer um 3 Monate. Damit bekommen Sie statt der 2 Jahre nur noch 1,5 Jahre "bezahlte" Arbeitslosigkeit. Die KV-Zahlung während eines Teils der Sperrzeit ist dann auch Ihr Problem.

Ist Ihre Agenturen für Arbeit dem bundesweiten Modellprojekt „Kunden aktivieren – Integrationsleistung verbessern" angeschlossen, dann haben Sie sehr unangenehme Zeiten vor sich. Die 2 Jahre können voller (böser) Überraschungen für Sie sein.
Ihre persönliche Lebensplanung spielt dabei keine Rolle, denn mittels schriftlich abzuschließender Mitwirkungsvereinbarungen werden Sie (per Rechtsmittel.- also Androhung finanzieller Sanktionen) zur nachweisbaren Aktivität verpflichtet.
Ist für Sie jedoch eine "normale" Agentur für Arbeit zuständig, dann wird das wohl für Sie sehr ruhig ablaufen.

Viel Glück

von
Machts Sinn

denn es war kein Unsinn, sondern ein Missverständnis - und ich war unverschämt, Entschuldigung!