Erneute Rentenantragstellung nach Ablehnung

von
Niko Gnema

Hallo,

letztes Jahr habe ich einen Erwerbsminderungsantrag gestellt und wurde abgelehnt wegen fehlender Beiträge - von 36 Pflichtmonaten fehlten mir 6 Monate. Meine Erwerbsminderung würde jedoch anerkannt. Inzwischen erfülle ich diese Voraussetzung, habe also in den letzten mehr als 36 Monate Pflichbeiträge. Kann ich jetzt wieder einen Antrag stellen?

Danke und Gruß

von
Schorsch

Ob eine erneute Antragsstellung Sinn macht, hängt davon ab, wann Ihre rentenrelevante Erwerbsmiderung eingetreten ist.

Brennende Häuser kann man bekanntlich nicht mehr gegen Feuer versichern.

Bei Erwerbsminderungen ist es ähnlich.

von
KSC

Wird wohl nichts bringen, weil die bislang fehlenden Beiträge zwar inzwischen vorliegen, aber wohl nach dem Eintritt der Erwerbsminderung liegen.

Das Bild von Schorsch mit den brennenden Häusern ist gut - eine Versicherung hilft zwar, aber nur wenn die Bedingungen bereits vor dem Brand erfüllt waren - so ist es auch mit den Rentenbeiträgen.

von
Rentenzombie

Zitiert von: KSC

Wird wohl nichts bringen,

von
Rentenzombie

Zitiert von: Rentenzombie

[quote=226940]
Wird wohl nichts bringen,

Alles Blödsinn! Jeder kann nach der Ablehnung so oft Antrag stellen, wie er will. Kostenlos! Das kann keiner verbieten!

von
HotRod

Zitiert von: Rentenzombie

Alles Blödsinn! Jeder kann nach der Ablehnung so oft Antrag stellen, wie er will. Kostenlos! Das kann keiner verbieten!

SO ist es !

Die DRV-Hardliner Schorsch und KSC wollen den Fragesteller um seine zustehenden Ansprüche bringen !

von
Falke63

So ein Quatsch Hotrod.
Auch bei Vorliegen von 100 Pflichtbeiträgen nach Eintritt des Leistungsfalles entsteht kein Rentenanspruch für EM Rente. Natürlich darf man einen neuen Antrag stellen, aber der ist nur Zeit und Geld Verschwendung. Die DRV hat auch anderes zu tun, als Anträge ständig wieder abzulehnen.

von
Nick L. Beck

Beide haben grundsätzlich nicht ganz Recht, aber jeder ein bisschen.

Es kommt hier darauf an, ob bei Niko im ersten Verfahren schon geprüft wurde, ob Erwerbsminderung überhaupt vorliegt. Wenn das schon geprüft wurde und man festgestellt hat, dass zwar eine rentenrechtlich relevante Erwerbsminderung vorliegt, zum ermittelten Leistungsfall jedoch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren, bringt auch jeder nachfolgende Antrag nichts, denn man wird jedes Mal zum gleichen Ergebnis kommen und den Antrag ablehnen – vorausgesetzt, der Leistungsfall ist korrekt ermittelt worden.

Wenn jedoch im ersten Verfahren die Erwerbsminderung gar nicht geprüft wurde, weil die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen zu keinem Zeitpunkt erfüllt waren, kann es nun schon etwas bringen, erneut einen Antrag zu stellen, wenn diese nun erstmalig erfüllt sind. Denn dann wird auch ermittelt werden, ob eine rentenrechtlich relevante Erwerbsminderung überhaupt vorliegt. Eine Rente wird dann aber wohl nur gezahlt werden, wenn diese Erwerbsminderung auch aktuell eingetreten ist und nicht schon seit einem länger zurückliegenden Zeitpunkt vorliegt, zu dem die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen noch nicht erfüllt waren.

Grundsätzlich darf auch jeder so viele und so oft Anträge stellen, wie er möchte. Die Anzahl erhöht jedoch nicht die Erfolgsaussichten. Unsachlichkeit übrigens auch nicht...

von
GroKo

Zitiert von: Nick L. Beck

Beide haben grundsätzlich nicht ganz Recht, aber jeder ein bisschen.

Es kommt hier darauf an, ob bei Niko im ersten Verfahren schon geprüft wurde, ob Erwerbsminderung überhaupt vorliegt. Wenn das schon geprüft wurde und man festgestellt hat, dass zwar eine rentenrechtlich relevante Erwerbsminderung vorliegt, zum ermittelten Leistungsfall jedoch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren, bringt auch jeder nachfolgende Antrag nichts, denn man wird jedes Mal zum gleichen Ergebnis kommen und den Antrag ablehnen – vorausgesetzt, der Leistungsfall ist korrekt ermittelt worden.

Wenn jedoch im ersten Verfahren die Erwerbsminderung gar nicht geprüft wurde, weil die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen zu keinem Zeitpunkt erfüllt waren, kann es nun schon etwas bringen, erneut einen Antrag zu stellen, wenn diese nun erstmalig erfüllt sind. Denn dann wird auch ermittelt werden, ob eine rentenrechtlich relevante Erwerbsminderung überhaupt vorliegt. Eine Rente wird dann aber wohl nur gezahlt werden, wenn diese Erwerbsminderung auch aktuell eingetreten ist und nicht schon seit einem länger zurückliegenden Zeitpunkt vorliegt, zu dem die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen noch nicht erfüllt waren.

Grundsätzlich darf auch jeder so viele und so oft Anträge stellen, wie er möchte. Die Anzahl erhöht jedoch nicht die Erfolgsaussichten. Unsachlichkeit übrigens auch nicht...


Was an " meine Erwerbsminderung wurde anerkannt" verstehst Du nicht?

von
Schorsch

Zitiert von: Nick L. Beck

Es kommt hier darauf an, ob bei Niko im ersten Verfahren schon geprüft wurde, ob Erwerbsminderung überhaupt vorliegt. Wenn das schon geprüft wurde und man festgestellt hat, dass zwar eine rentenrechtlich relevante Erwerbsminderung vorliegt, zum ermittelten Leistungsfall jedoch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren, bringt auch jeder nachfolgende Antrag nichts, denn man wird jedes Mal zum gleichen Ergebnis kommen....

Zitiert von: Niko Gnema

Meine Erwerbsminderung würde jedoch anerkannt.

Noch Fragen?

von
Clara

Nick hat doch nichts Falsches geschrieben. Er hat lediglich versucht, beiden gegensätzlichen Positionen aufzuzeigen, wer wo Recht hat und wer wo Unrecht hat. Unabhängig vom konkreten Fall und ganz allgemein. Wer das nicht verstanden hat, hat den Beitrag nicht richtig gelesen.

von
Niko Gnema

Ok. Ich denke ich habe jetzt alles verstanden. Die Erwerbsminderung ist von DRV geprüft und der Leistungsfall ist korrekt ermittelt worden zum angegenenem Zeitpunkt.

Ich kann daran nichts ändern. Ich bin weiterhin erwerbsgemindert und dies steht ausser Frage.
Ich glaube auch nicht, dass mir eine erneute Antragstellung etwas bringen könnte.
Ich habe mich leider auf die Auskünfte meines ver.di Beraters verlassen, ohne mich vorher selbst zu informieren.
Ich wollte mich bei ihm damals nur vergewissern, dass ich die Voraussetzungen nicht erfülle. Er meinte, dies würde nicht stimmen und bestand darauf, dass der Antrag gestellt wird.
Es war mir auch eine Lehre für die Zukünft, man kann sich nur auf sich selbst verlassen.

Vielen Dank für Euere Hilfe und informationsreiche Antworten.

Schöne Grüße
Niko

von
Schorsch

Zitiert von: Clara

Nick hat doch nichts Falsches geschrieben.

Ach nein?

Zitiert von: Nick L. Beck

Beide haben grundsätzlich nicht ganz Recht, aber jeder ein bisschen.

Wenn das keine Falschbehauptung war, was war das denn dann sonst?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Niko Gnema,

Sie können natürlich noch mal einen Antrag stellen.
Allerdings würde ich Ihnen raten, sich vorher mal in der Auskunft- und Beratungsstelle der DRV kundig zu machen, ob die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt.
Diese müssen zwingend vorliegen.

von
W*lfgang

Ergänzend:

Hallo Niko Gnema,

wenn auch die 'besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen', abweichend von den 36 Monaten Pflichtbeiträgen in den letzten 5 Jahren vor EM-Eintritt, geprüft worden sind/überhaupt eine Rolle spielen, Seite 8 und 12 im folgenden Merkblatt:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.html

ist da vor Altersrente leider nichts zu machen.

Tipp: Vielleicht um einen Schwerbehindertenausweis bemühen, damit frühestmöglich eine Altersrente zwischen 60 - 62 (mit 10,8 % Abschlag) beginnen kann.

Gruß
w.