Erstattung RV-Beiträge

von
Petra

Ich war vom 01.08.97 - 31.08.2001 (49 Monate) als Angestellte tätig. Ab dem 01.09.2001 habe ich mich für ein Jahr beurlauben lassen, um meine Fachhochschulreife nachzuholen. Während dieser Zeit habe ich nebenbei auf Geringfügigkeitsbasis gejobbt und mich von der Versicherungsfreiheit befreien lassen und somit freiwillig weitere 12 Monate Beiträge gezahlt. Seit dem 01.09.2002 bin ich verbeamtet. Nun habe ich erfahren, dass es die Möglichkeit der Beitragserstattung gibt, aber diese wohl bei mir nicht möglich ist, da ich nun 61 Monate eingezahlt habe. Kann man rückwirkend die damalige Befreiung von der Rentenversicherungsfreiheit während des Minijobs widerrufen?

von
Amadé

Nein, dafür gibt es keine rechtliche Grundlage.

von
Amadé

Sie werden künftig also Pension und Rente erhalten. Wobei letztere ggf. auf die Pension angerechnet wird. Siehe:

http://www.bmi.bund.de/nn_884620/Internet/Content/Themen/FragenUndAntworten/Oeffentlicher__Dienst__Fragen__Versorgungsrecht.html

und

http://www.gew-bw.de/stud/Binaries/Alles_was_Recht_ist_2.html

von
Schiko.,

Nachdem bereits für 60 monate beiträge erbracht wurden
scheidet erstattung der gezahlten beiträge aus.

Die erstattung hat auch den nachteil, die gezahlten arbeit-
geberbeiträge gehen verloren. Sie sind also auf gedeih und
verderb zu gegebener zeit zum rentenbezug verurteilt.

Steuerlich noch zum vorteil, je nach rentenbeginn eine
niedriger prozentsatz, noch geltend bis 2039.

Fällt die pension zu 75 % aus, wird in der regel die brutto-
rente von der pension gekürzt, bleibt also nur der geringe
steuervorteil.

Sind es aber nur 70% pension wird in der regel die pension
um 60% des rentenbrutto gekürzt, somit bleiben 40 % aus
rente erhalten.

Habe auch nicht nachgeschaut wo dies zu lesen ist, kenne
auch weder psalm noch vers, wo dies in der bibel steht.

Mit freundlichen Grüßen.

Experten-Antwort

Es ist leider so, dass Sie tatsächlich keine Möglichkeit auf eine Beitragserstattung haben.
Die 60 bzw. 40% bei "Schikos" Berechnung auch getrost vergessen. Die fand statt, wenn das Beamtenverhältnis vor dem 01.01.1966 begann. Bei Ihnen wird die ges. Rente später voll auf die Pension angerechnet, wenn Sie den Höchstsatz der Pension bereits erreicht haben (71,75%).

von
Schiko.

Wegen einer evtl. beitragserstattung stimmen sie ja
mit mir überein, dies ist erfreulich- natürlich für mich.
Die von mir ins spiel gebrachte anrechnung der
späteren rente mit 60% kürzung der pension ist
illusorisch, hier habe ich das jugendliche alter von
petra nicht berücksichtigt.
Auch ich habe irgendwo notiert, dass bei einer ver-
beamtung nach dem 31.12. 1965 die pension um die
voll gezahlte bruttorente gekürzt wird.

Richtig ist natürlich auch, ab 2010 gilt als höchstpen-
sion 71,75 %. Diese abspeckung von 75 auf 71, 75%
vermindert die pensionsbezüge 2007 mit der 3. Anpas-
sung um 0,98375 %. .

Mit freundlichen Grüßen.

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