erweiterte Berufsfindung und Arbeitserprobung

von
Lennart

Guten Tag,

die Rentenvers. hat in meinem Fall einem Antrag auf Lstg. Teilh. a. Arbeitsleben diesem dem Grunde nach entsprochen. Nach einem Termin mit dem Rehaberater haben wir uns zu einer erweiterten Berufsfindung und Arbeisterprobung entschlossen. Da ich wohl nicht mehr in meinem alten Beruf arbeiten kann, strebe ich eine Umschulung an, wobei noch nicht sicher ist, in welche Richtung es geht.

ich habe es so verstanden, dass die Berufsfindung am Ende dazu führt, dass der Träger einen konkreten Vorschlag für einen Beruf oder zumindest einen Berufsbereich macht, der meinen Fähigkeiten, Kenntnissen und Neigungen entspricht. Ist das so richtig?

Kann es auch vorkommen, dass nach den 6 Wochen festgestellt wird, dass ich auf einmal doch gar keine Umschulung benötige und einfach in meinem alten Beruf weiterarbeiten kann?

Mein Antrag auf Teilhabe a. Arbeitsleben wurde erst im Widerspruchsverfahren positiv bewilligt, nachdem die Rentenversicherung ein zusätzliches fachärztliches Gutachten eingeholt hat. Dieses war dann auch Auslöser für die positive Bewilligung. Stellt die geplante Maßnahme "Berufsfindung" wirklich eine Möglichkeit dar, für mich eine passende berufliche Zukunft zu finden, oder geht es da vielleicht noch einmal um irgendeine Form der ärztlichen Begutachtung, mittels dessen die Rentenversicherung sich vielleicht erhofft, meinen Antrag im Nachhinein doch noch abzulehen?

Danke für Ihre Unterstützung

L

von
Nix

Wenn der RV-Träger Ihnen eine erweiterte Berufsfindung/Arbeitserprobung bewilligt hat, dann hat er doch zunächst mal festgestellt, dass Sie IHREN ALTEN BERUF NICHT AUSÜBEN können. Dann kann nicht das Berufsförderungswerk, wo Sie die BF/AP durchführen im Nachhinein feststellen, dass Sie ihn doch ausüben können.
Das fällt schonmal flach.
Durch das von Ihnen erwähnte zusätzliche Gutachten nach Widerspruch ist man bei Ihnen zu der Erkenntnis, dass Sie doch in Ihrem alten Beruf gefährdet sind.Deshalb wird am Ende dieser Bf/AP ein Vorschlag für einen anderen Beruf stehen.
Man hat Ihnen zunächst eine Ablehnung geschickt, weil Ihr aktueller Gesundheitszustand aus den vorliegenden Unterlagen nicht eindeutig so schwer krank hervorging. Anschliessend hat der neue Befundbericht Klarheit geschafft. Das kommt schonmal vor. Jetzt stellt man fest, dass man garnicht weiss, als was man Sie umschulen soll und WAS SIE NICHT AUSÜBEN KÖNNEN.
Dafür schickt man Sie zur Berufsfindung/Arbeitserprobung.
Anschliessend steht immer ein Berufsvorschlag als Ergebnis da!
Lassen Sie alles auf Sie zukommen!

von
???

Betriebe, die Berufsfindungen u.ä. durchführen, haben auch meist außerbetriebliche Umschulungen im Programm. Sie werden dort eher als potentieller Umschüler gesehen. Keine Sorge, die sägen sich nicht den Ast ab, auf dem sie sitzen.

Experten-Antwort

Dem Beitrag von "Nix" ist nichts hinzuzufügen.