Erwerbminderungsrente ASAs

von
Anna1

Hallo!
Ich bekomme Erwerbminderungsrente und bin halbtags selbstständig.
Bei der Existenzgründung in 2006 wurden Ansparabschreibungen
für Investitionen gebildet. Diese wurden erst zu einem Drittel aufgelöst.
Aus wirtschaftlichen Gründen wäre es das Beste die Selbstständigkeit auf zu geben.
In diesem Fall würden die restlichen Ansparabschreibungen aufgelöst und als außerordentliche Betriebseinnahme zu Buche schlagen, ohne das tatsächlich Geld fließt.
Da ich regelmäßig den Steuerbescheid zur RV schicken muss, habe ich die große
Befürchtung, das dies als Hinzuverdienst angerechnet würde ?
Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Anna

Experten-Antwort

Die Bildung/Auflösung einer Ansparabschreibung (Ansparrücklage) gem. § 7g EStG wirkt sich im Jahr ihrer Bildung/Auflösung unmittelbar auf den nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts zu ermittelnden Gewinn und damit auch auf die Höhe des als Hinzuverdienst zu berücksichtigenden Arbeitseinkommens nach § 15 Abs. 1 SGB 4 aus. Ansparabschreibungen können gem. § 7g EStG für die künftige Anschaffung oder Herstellung von neuen beweglichen Wirtschaftsgütern berücksichtigt werden und gelten im Jahr der Bildung als gewinnmindernde Rücklage. Wird das begünstigte Wirtschaftsgut nicht oder nicht wie geplant angeschafft, muss die gebildete Rücklage aus der Berücksichtigung der Ansparabschreibung zu einem späteren Zeitpunkt wieder gewinnerhöhend - ggf. einschließlich einer prozentualen Erhöhung - aufgelöst werden. Die im Einkommen-steuerbescheid ausgewiesenen Gewinneinkünfte sind daher in diesen Fällen unverändert aus den Positionen "Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft", "Einkünfte aus Gewerbebetrieb" und "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" zu übernehmen und nicht zusätzlich um die Ansparrücklage zu erhöhen (bei ihrer Bildung) bzw. zu mindern (bei ihrer Auflösung)