Erwerbserminderungsrente Kindererziehung

von
Peter T.

Da mich das Thema interessiert, habe ich noch ein Bundessozialgerichtsurteil, welches sich mit dem Beginn der Rente beschäftigt. Aktenzeichen: B 13 RJ 49/96 R.
Wenn man innerhalb der 6 Monatsfrist den Rentenantrag stellt, bekommt man zum. 7.Monat nach Leistungsfall die Rente noch. Wenn man später die Rente beantragt, ist der Stichtag der Beantragung maßgeblich. Also wenn Sie z. B. Dez. 2019 die Rente beantragt haben, und der Leistungsfall wirklich 2016 nachgewiesen ist, würde die Rente Dez. 2019 beginnen. Und ich gehe davon aus, ab diesem Datum wird auch die 36/60 Formel geprüft. Kann mich natürlich irren aber ich habe auch meinen Leistungsfall 2015 gehabt, Anfang 2017 die Rente beantragt und dann nach Freigabe rückwirkend zum 01.des Antragsmonats bewilligt bekommen.

von
EM

Zitiert von: Peter T.
Da mich das Thema interessiert, habe ich noch ein Bundessozialgerichtsurteil, welches sich mit dem Beginn der Rente beschäftigt. Aktenzeichen: B 13 RJ 49/96 R.
Wenn man innerhalb der 6 Monatsfrist den Rentenantrag stellt, bekommt man zum. 7.Monat nach Leistungsfall die Rente noch. Wenn man später die Rente beantragt, ist der Stichtag der Beantragung maßgeblich. Also wenn Sie z. B. Dez. 2019 die Rente beantragt haben, und der Leistungsfall wirklich 2016 nachgewiesen ist, würde die Rente Dez. 2019 beginnen. Und ich gehe davon aus, ab diesem Datum wird auch die 36/60 Formel geprüft. Kann mich natürlich irren aber ich habe auch meinen Leistungsfall 2015 gehabt, Anfang 2017 die Rente beantragt und dann nach Freigabe rückwirkend zum 01.des Antragsmonats bewilligt bekommen.

In den letzten 5 Jahren vor dem Leistungsfall (der hier erst noch ermittelt werden muss) sind 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen erforderlich.
Wie schon erwähnt, hängt alles vom Leistungsfall ab, der durch die Versicherte zu belegen ist. Ob ihr das für die Vergangenheit gelingen wird, bleibt daher abzuwarten.

von
Marie

Über meinen GdB und Merkzeichen möchte ich leider nicht sprechen.
Mir ist klar, dass der GdB nicht automatisch bedeutet man sei berechtigt für die EM Rente, aber die gesundheitlichen Voraussetzungen werde ich (leider) zu 100% erfüllen.
Dies wurde mir auch schon mitgeteilt, dass die EM Rente nur rückwirkend ab Antragstellungsdatum gezahlt wird. Dies nehme ich auch so hin.
Laut dem Berater der DRV würde ich geschätzt 400 Euro Brutto erhalten.

von
KSC

Ja was nun?

Wurde die Rente nun abgelehnt (siehe Ihr erstes Schreiben)?

Oder wurde Ihnen die Rente zugesagt(Ihr letztes Schreiben)?-Aber warum dann eigentlich so ein Beitrag im Forum?

von
Marie

Zitiert von: KSC
Ja was nun?

Wurde die Rente nun abgelehnt (siehe Ihr erstes Schreiben)?

Oder wurde Ihnen die Rente zugesagt(Ihr letztes Schreiben)?-Aber warum dann eigentlich so ein Beitrag im Forum?

Der Antrag wurde abgelehnt, da die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen der 36 Pflichtbeiträge nicht erfüllt sind, aber genau dagegen möchte ich nun ein Widerspruch schreiben.

Die Berechnung des DRV Beraters war damals bei der Antragstellung grob geschätzt, habe die Zahl nur genannt, da in einem vorherigen Foreneintrag nachgefragt wurde.

von
Frauke

Zitiert von: Marie
Über meinen GdB und Merkzeichen möchte ich leider nicht sprechen.
Mir ist klar, dass der GdB nicht automatisch bedeutet man sei berechtigt für die EM Rente, aber die gesundheitlichen Voraussetzungen werde ich (leider) zu 100% erfüllen.
Dies wurde mir auch schon mitgeteilt, dass die EM Rente nur rückwirkend ab Antragstellungsdatum gezahlt wird. Dies nehme ich auch so hin.
Laut dem Berater der DRV würde ich geschätzt 400 Euro Brutto erhalten.

Es wäre auf jeden Fall sehr ungewöhnlich. Die Berater erzählen einem so einiges, und dann fällt man aus allen Wolken beim Gutachter. Schwere Diagnosen und auch ein GdB von 100 mit Merkzeichen reichen heute nicht aus, auch Krebs, MS oder ähnliches bedeuten keineswegs automatisch die Berentung. Ich würde daher unbedingt die alten Unterlagen sichten nach den Rehaberichten,gehe dabei mal davon aus, sie waren sicherlich öfter nach vielen schweren OPs in Reha. Auch wenn das damals keine Rehas wegen der Frage der Erwerbsfähigkeit waren, steht eigentlich in allen Entlassberichten eine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit. Sicher haben sie auch eine Haushaltshilfe bekommen von der Krankenkasse, bei 5 Kindern und schwerer Krankheit sollte das kein Problem gewesen sein. Auch so ein Bescheid kann dem Gutachter konkrete Anhaltspunkte geben, was sie leisten konnten und können.
Was ich allerdings traurig finde, ist, dass damals keiner Ihnen geholfen hat? Kann ich nicht begreifen,5 Kinder und eine junge Mutter, die nichts mehr arbeiten kann. Bei uns kommt da in der Klinik der Sozialdienst, und man wird auch über die finanziellen Möglichkeiten beraten.

von
Schade

liebe Frauke, kann es sein dass Sie Sachen in diese Story hineindichten?

Junge Mutter - woher kennen Sie das Alter der Fragestellerin?

Woher wissen Sie dass 5 Kinder in Not erzogen wurden - wir wissen doch nur wann das jüngste Kind geboren wurde, mehr aber nicht. Zwischen erster und letzter Geburt können auch viele Jahre liegen, es muss nicht Jahr für Jahr ein Kind gekommen sein.

Eine etwaige Haushaltshilfe ist ebenso Spekulation wie auch für die Ausgangsfrage wenig sachdientlich.

Ob Ihre Betroffenheit begründet ist, ist fraglich.

Es geht doch in der Frage nur darum ob und wann Erwerbsminderung eingetreten ist.
Erst jetzt? oder schon früher, vielleicht 2016?

von
Werner67

Als Faustregel gilt Folgendes:
Sofern die Kinder nicht in zu großen Abständen geboren sind (nicht mehr als 10 Jahre zwischen den Geburten) und sofern es keine Ausschlussgründe für die Anrechnung der Berücksichtigungszeiten gibt, ist man bis zum 12. Geburtstag des jüngsten Kindes für den Fall der Erwerbsminderung versichert.
Im vorliegenden Fall dürfte das Problem darin bestehen, dass eben nicht hinreichend nachgewiesen werden konnte, dass die Erwerbsminderung bis zum 12. Geburtstag des jüngsten Kindes (hier: 2016) eingetreten ist.

Grundsätzlich ist es immer schwierig zu beweisen, dass man schon seit Jahren erwerbsgemindert ist. Jeder Gutachter, der jetzt beauftragt wird, kann immer nur beurteilen, wie das Leistungsvermögen zum Zeitpunkt der Begutachtung ist. Er wird aber in der Regel kaum eine Aussage dazu treffen können, ob die Antragstellerin auch schon vor 4 Jahren erwerbsgemindert war … und die Beweislast liegt beim Antragsteller.

Gruß
Werner

von
Frauke

Zitiert von: Schade
liebe Frauke, kann es sein dass Sie Sachen in diese Story hineindichten?

Junge Mutter - woher kennen Sie das Alter der Fragestellerin?

Woher wissen Sie dass 5 Kinder in Not erzogen wurden - wir wissen doch nur wann das jüngste Kind geboren wurde, mehr aber nicht. Zwischen erster und letzter Geburt können auch viele Jahre liegen, es muss nicht Jahr für Jahr ein Kind gekommen sein.

Eine etwaige Haushaltshilfe ist ebenso Spekulation wie auch für die Ausgangsfrage wenig sachdientlich.

Ob Ihre Betroffenheit begründet ist, ist fraglich.

Es geht doch in der Frage nur darum ob und wann Erwerbsminderung eingetreten ist.
Erst jetzt? oder schon früher, vielleicht 2016?

Nein, nur Hinweise, wie man heute eine bereits 2016 bestehende Erwerbsminderung nachweisen könnte. Denn in diesem Punkt bin ich schon sicher, das stellt Marie sich zu simpel vor. Eine Diagnose allein führt nicht zur Berentung, hab hier grad zwei aktuelle Fälle liegen, Krebs mit Metastasierung und ALS, Renten abgelehnt. Es ist heute so erbarmungslos. Und wie will man 2020 feststellen, was 2016 war? An meiner Verwunderung über die nicht gegebene Unterstützung ändert das alles nichts. Wer 5 Kinder groß zieht und schwer erkrankt, bekommt üblicherweise Unterstützung. Das Problem gäbe es ja gar nicht, wenn damals ein Sozialdienst sich gekümmert hätte. Üble Geschichte.

von
Peter T.

Das letzte Kind wurde 2004 geboren. Pflichtbeiträge, wie sie innerhalb der letzten 5 Jahre für 36 Monate gezahlt hat, werden nur in den ersten 3 Jahren der Kindererziehung gezahlt. Dies haben doch die Experten mehrfach hier eingestellt. Warum reden wir hier über 2016? Ich sehe da die letzten Pflichtbeiträge im Jahr 2007 gezahlt. Dann noch etwa 2 Jahre drauf, sind wir bei rund 2010. Habe ich da etwas übersehen? 3x wurde dies von einem Experten in halb der ersten Einträge so klar gemacht.

von
Peter T.

Was mir noch einfällt.
Die Rente soll 400 € betragen. Dies ist weit unter der Grundsicherung.
Seit neuestem gilt das Bundesteilhabegesetz, wo Partner Gehälter nicht mehr dazu zählen sollen, beim Antrag bzw. bei der Berechnung von Hatz4.
Da eine Schwerbehinderung nach eigenen Aussagen vorliegt, würde ich doch eher dort versuchen an Mittel zu kommen. Denn da die Rente natürlicherweise so klein ist,müsste man dort eh schauen, ob man etwas bekommt. Und dann muss man sich vielleicht nicht mit Gutachtern herum schlagen, wobei ich mit Verweis auf den letzten Eintrag, sowieso das Datum von 2016 nicht verstehe und ich nicht glaube, das so lange zurück jemand eine Rente bewilligt. Man hat es schon schwer aktuell eine zu bekommen. Und 4 Jahre zurück, mit dem Tenor, nur dann Renten berechtigt zu sein, eigentlich ausgescossen...

von
Gumba

Zitiert von: Peter T.
Was mir noch einfällt.
Die Rente soll 400 € betragen. Dies ist weit unter der Grundsicherung.
Seit neuestem gilt das Bundesteilhabegesetz, wo Partner Gehälter nicht mehr dazu zählen sollen, beim Antrag bzw. bei der Berechnung von Hatz4.
Da eine Schwerbehinderung nach eigenen Aussagen vorliegt, würde ich doch eher dort versuchen an Mittel zu kommen. Denn da die Rente natürlicherweise so klein ist,müsste man dort eh schauen, ob man etwas bekommt. Und dann muss man sich vielleicht nicht mit Gutachtern herum schlagen, wobei ich mit Verweis auf den letzten Eintrag, sowieso das Datum von 2016 nicht verstehe und ich nicht glaube, das so lange zurück jemand eine Rente bewilligt. Man hat es schon schwer aktuell eine zu bekommen. Und 4 Jahre zurück, mit dem Tenor, nur dann Renten berechtigt zu sein, eigentlich ausgescossen...
Das gilt für Eingliederungshilfe, bei Alg 2 gilt nach wie vor die Bedarfsgemeinschaft. Es könnte aber bspw. ein Antrag auf GruSi gestellt werden,natürlich unter der Voraussetzung der Bedürftigkeit. Dann würde die RV im Auftrag anderer Behörden die Erwerbsminderung prüfen, auch wenn die versicherungstechnischen Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

von
Wolfgang

Zitiert von: Peter T.
Habe ich da etwas übersehen?

Ja, ganz entscheidend! Daher lesen Sie bitte nochmal die Beiträge oben von Anfang an ...

Gruß
w.

von
Peter T.

Habe nun noch einmal soweit alles durchgelesen. 3 Einträge von Experten. Alle sagen aus "Kindererziehungszeiten bis 3 Jahre ja, alles darüber bis 12 Jahre ist zwar grundsätzlich eine Berücksichtigungszeit, gilt aber nicht als Pflichtbeitragszeit, die für eine EM-Rente Voraussetzung ist. Und genau das Gleiche würde der Anfragen den auch in der Rentenversicherung, bei ihrem Gespräch mitgeteit. Es könnte unter Umständen zu einer Verlängerung führen... Aber alle gehen hier von 2016 aus, was ich genauso strittig finde, wie die EM Rente so lange zurück zu datieren...

von
W°lfgang

Zitiert von: Peter T.
Habe nun noch einmal soweit alles durchgelesen. 3 Einträge von Experten. Alle sagen aus "Kindererziehungszeiten bis 3 Jahre ja, alles darüber bis 12 Jahre ist zwar grundsätzlich eine Berücksichtigungszeit, gilt aber nicht als Pflichtbeitragszeit, die für eine EM-Rente Voraussetzung ist. Und genau das Gleiche würde der Anfragen den auch in der Rentenversicherung, bei ihrem Gespräch mitgeteit. Es könnte unter Umständen zu einer Verlängerung führen... Aber alle gehen hier von 2016 aus, was ich genauso strittig finde, wie die EM Rente so lange zurück zu datieren...

Hallo Peter T.,

lesen Sie den Beitrag von @Werner67 (27.05.2020, 12:40) nochmal. Andererseits stimme ich Ihnen zu, dass die Experten-Beiträge schon ein hohes Maß an Eigenverständnis voraussetzen und leider nicht allgemein verständlich sind/obwohl inhaltlich korrekt ;-)

Vereinfacht: Bei Geburt eines Kindes erhalten Sie die 3 notwendigen Pflichtbeitragsjahre und sind durch die _nachfolgende_ Berücksichtigungszeit wg. Kindererziehung (BÜZ) bis zum 10. Lbj. + 2 Jahre drauf für eine EM-Rente abgesichert - was zumindest die erforderlichen Beitragszeiten betrifft. Daher wird hier auf das Jahr 2016 verwiesen, bis zu dem wenigstens die 36 Monate Beitragszeit im durch BÜZ 'verlängerten' 5-Jahres-Zeitraum vorliegen.

Andererseits schauen Sie hier mal rein (Ziff. 6 ff.):

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0026_50/gra_sgb006_p_0043.html

und haben dann sicher den Durchblick, wie das mit 3 Beitragsjahren im 5-Jahreszeitraum gesetzlich vorgegeben ist.

Gruß
w.

von
KSC

Sorry,lieber Peter T, wer so gar keine Ahnung hat soll sich doch bitte aus laufenden Beiträgen raushalten - er kann ja für Fragen einen neuen Beitrag eröffnen.

Die Berücksichtigungszeit geht bis zum 10. Lj, im konkreten Fall bis 2014; zu Beginn der Berücksichtigungszeit, also 2004-2007 liegen die erforderlichen 3 Jahre Pflichtbeiträge.

2 Jahre Lücke sind unschädlich, also bis 2016.

Und bei 5 Kindern liegen auch mindestens 5 Beitragsjahre vor.

Fazit: die Fragestellerin hat ne Chance auf die Rente wenn sie spätestens in dem Monar erwerbsgemindert war als 2016 das jüngste Kind 12 Jahre alt war - aber das war doch schon spätestens nach der 5. Antwort in diesem Beitrag klar.

(Alles spätere war eigentlich unnötiges Gelaber).

von
Marie

Guten Tag,

habe den nun einen Widerspruch zugeschickt plus medizinische Berichte, um zu beweisen, dass die Erwerbsminderung 2016 eingetreten ist.
Wenn ich eine Antwort erhalte, werde ich den Stand dann hier posten.

VG

von
KSC

Sorry Marie, aber es interessiert doch keinen ob irgendeine Marie irgendwo in D jetzt Rente kriegt weil der Leistungsfall vielleicht doch 2016 statt 2020 lag.

PS: Karlheinz aus Pirmasens hat heute eine Bewilligung bekommen und Jutta aus Lünen bekam eine Ablehnung.

Das Forum ist für Fragen gedacht.

von
Marie

Zitiert von: KSC
Sorry Marie, aber es interessiert doch keinen ob irgendeine Marie irgendwo in D jetzt Rente kriegt weil der Leistungsfall vielleicht doch 2016 statt 2020 lag.

PS: Karlheinz aus Pirmasens hat heute eine Bewilligung bekommen und Jutta aus Lünen bekam eine Ablehnung.

Das Forum ist für Fragen gedacht.

Hallo,

das Update soll sich eher darauf beziehen, ob die KBZ die Versicherungslücken (wie bei mir) auffüllen und dadurch der Zeitraum verlängert wird und die Kindererziehungszeiten angerechnet werden können. Genauso ob es möglich ist eine Erwerbsminderung nachtragend sich anrechnen zu lassen. Bin mir sicher, dass diese Informationen noch einigen weiteren Menschen in einer ähnlichen Situation weiterhelfen können. Dies würde dann zumindest meine ursprünglichen Fragestellungen endgültig beantworten. Sie werden ja nicht gezwungen hier weiterzulesen, wir sollten eher diese Diskussion lassen, die gehören nicht hierher.

VG

von
Peter T.

Mich würde diese Information sehr interessieren, da ich persönlich beides nicht annehme, also das überhaupt bis 2016 die Zeiten gestreckt werden und man 2. die EM Rente soweit zurück datiert. Also von mir aus gern einen Sachstand geben.
Viel Erfolg.