Erwerbsersatzeinkommen.

von
Schiko.

Die ehefrau einer meiner freunde ist leider ver-
storben.
Mir leuchtet nicht ein , warum wird das anrechnungs-
fähige erwerbsersatzeinkommen um 3% steuerent-
lastung gekürzt? (ist zwar positiv)
Nenne folgende daten: 1379,24 bruttorente bei 52,5024
entgeltpunkten a/ 26,27 rentenwert.

Sieht so aus, minus 135,85 kranken/pflegeversicherung
1243,39 nettorente minus 3% des erwähnten steuerent-
lastungsbetrage von 37,30 euro.
Somit euro 1.206,09 minus 693,53 anrechnungsfrei ver-
bleiben 512,56 mit 40% anrechnungspflichtig €. 205,02.

Kannte bisher den kürzungsbetrag von 25% nur bei
knappschaftsrenten.

Danke!

Mit freundlichen Grüßen.

von
bekiss

Auszug aus § 18b Abs. 5 SGB IV:

Die Leistungen nach § 18a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 4 sind um den Anteil der vom Berechtigten zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung und zur Bundesagentur für Arbeit zu kürzen; die verbleibenden Leistungen nach § 18a Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 und 3 sind wegen der Steuerbelastung bei Rentenbeginn vor dem Jahre 2011 um 3 vom Hundert zu kürzen.

Experten-Antwort

Hallo Schiko,

die Ergänzung des § 18b Abs. 5 SGB IV ab dem 01.07.2007 soll pauschal die für einige Rentner seit 2005 gestiegene oder erstmals eingetretene Besteuerung der Altersrenten ausgleichen. Da die Abzugsregelungen des § 18b immer pauschal - also nicht auf den Einzelfall bezogen - angewandt werden, erhalten Witwen/Witwer die 3 % Abzug auch dann, wenn sie auf ihre Altersrente keine Steuern zahlen.