Erwerbsminderung

von
Zweifelnder

Ich hätte da mal eine Frage:
Hinter den Entscheidungen der Rentenversicherung zu Erwerbsunfähigkeitsrenten steht immer deren medizinischer Dienst. Wer steckt dahinter und wie kommt man in Kontakt mit diesen Leuten??
Da doch öfter gegen die Meinung des behandelnden Arztes entschieden wird muss es doch eine Möglichkeit geben, diesen med. Dienst zu kontaktieren oder, da es sich ja um Ärzte handelt, diese zu benennen.
Nur wenn man diese Ärzte benennen kann ist doch eine Klageerhebung gegen vermutete Fehlentscheidungen zu führen.

von
Antonius

Wenn Sie mit einer Entscheidung Ihres RV-Trägers nicht einverstanden sind, können Sie dort Widerspruch einlegen oder gegen diese "Fehlentscheidung" vorm Sozialgericht Klagen. Dazu brauchen Sie nicht mit dem medizinischen Dienst des RV-Trägers in Verbindung zu treten. Im Widerspruchs- bzw. Klageverfahren wird standardmäßig überprüft, ob die sozialmedizinische Beurteilung des medizinischen Dienstes schlüssig ist.

von
bekiss

Die letzte Entscheidung über einen Antrag trifft nicht der Arzt, sondern die Verwaltung, die jedoch, und das liegt in der Natur der Sache, auf die Äußerung der oder des medizinischen Sachverständigen angewiesen ist. Wie es in anderen Berufen auch vorkommt, können die Bewertungen aus medizinischer Sicht bei gleicher Sachlage ebenfalls differieren. Die behandelnden Ärzte eines Patienten können eine Beurteilung meistens nur aus der Sicht ihres Fachgebietes vornehmen. Dagegen sind die medizinischen Sachverständigen der Rentenversicherung meistens Ärzte mit der Zusatzbezeichnung "Sozialmedizin", die verschiedene Fachgebiete aus der speziellen Sicht der gesetzlichen Rentenversicherung zusammenfassen. Dabei kommt es insbesondere auf den noch zumutbaren zeitlichen Umfang einer Beschäftigung an. Das Stufenschema dazu finden Sie unter http://www.ihre-vorsorge.de/Gesetzliche-Rente-Erwerbsminderung.html . Selbstverständlich können Sie die medizinischen Teilakten einsehen oder einsehen lassen, aus verständlichen Gründen jedoch nicht mit dem ärztlichen Berater (Sachverständigen) persönlich diskutieren oder korrespondieren, sondern nur über den Weg eines Rechtsbehelfs und mit der den Rentenversicherungsträger nach außen hin vertretenden Verwaltung.

Experten-Antwort

Den bisherigen Ausführungen ist nichts weiter hinzuzufügen.