Erwerbsminderung

von
Fabia

Meine Freundin ist Beamtin, 44 Jahre alt und bezieht wegen eines Unfalls bereits Pension.

Nun lässt sie sich scheiden und erhält als Landesbeamtin von den Pensionsanwartschaften des noch berufstätigen Mannes (ebenfalls Beamter) Beträge, (entsprechen rund 400 € monatlich), die aber in die gesetzliche Versicherung fließen müssen (externe Teilung). Eigene Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung hat sie bisher nicht.

Muss sie hinsichtlich dieser Anwartschaften aus dem Versorgungsausgleich warten bis sie normale Altersrente bekommt oder bekäme sie jetzt schon Erwerbsminderungsrente?

Bitte antworten Sie mir schnell.

von
KSC

Schnelle Antwort:

Ja das wirkt sich erst bei der Altersrente aus.

Für eine EM Rente müsste die Dame in den 5 Jahren vor der Erkrankung 3 Jahre pflichtversichert gewesen sein.

Das scheint aber eindeutig nicht der Fall gewesen sein.

von
KSC Ergänzung

Wer freitags am Abend um 19:48 postet kann mit der offiziellen "Expertenantwort" allerdings erst am Montag rechnen.

:)

von
W°lfgang

[quote=367631]Muss sie hinsichtlich dieser Anwartschaften aus dem Versorgungsausgleich warten bis sie normale Altersrente bekommt oder bekäme sie jetzt schon Erwerbsminderungsrente?/quote]

Hallo Fabia,

ggf. erhält sie einen Versorgungszuschlag, das muss Sie aber mit Ihrer Dienststelle/Versorgung klären.

Richtig ist - wie von @KSC dargestellt - dass sie keine EM-Rente erhalten und die Altersrente erst mit aktuell 67 gezahlt werden kann.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Fabia,

wie von KSC bereits geschrieben, müssen für einen Erwerbsminderungsrentenanspruch neben der Erfüllung der so genannten „allgemeinen Wartezeit“ zusätzlich auch mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung vorliegen. Für diese benötigten Pflichtbeiträge zählen aus dem Versorgungsausgleich übertragene oder begründete Rentenanwartschaften jedoch nicht mit. Diese Zeiten können selbst dann nicht den Pflichtbeitragszeiten gleichgestellt werden, wenn sie ganz oder teilweise aus einer Pflichtbeitragszahlung des geschiedenen Ehegatten oder früheren Lebenspartners stammen.

Nach Durchführung eines Versorgungsausgleichs können sich in der gesetzlichen Rentenversicherung jedoch zusätzliche Wartezeitmonate ergeben, die zur Erfüllung einer Wartezeit für eine (andere) Rente mit berücksichtigt werden.

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