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Erwerbsminderungsrente

von TD22.09.2013 | 18:11
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6 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Wieso geht der "Erwerbsminderungsschutz" in der Regel zwei Jahre nach Aufgabe einer versicherungspflichtigen Beschäftigung verloren?

6 Antworten

Snack Baram 22.09.2013 | 20:30
Weil die Rentenkasse nicht nur leer ist, sondern darüber hinaus jährlich einen gewaltigen Bundeszuschuss benötigt. Da muß natürlich an allen Ecken und Enden gespart werden. Selbst Richter werden angehalten, bei Urteilen welche die Rentenkasse zu sehr belasten, genau hinzuschauen, was Recht ist. (Recht ist, was die Sozialkassen schont) Deshalb geht auch der Erwerbsminderungsschutz schon nach 2 Jahren den Bach hinunter.
zeldaam 22.09.2013 | 20:54
@Snack Bar: Toll wie hier wieder die Verschwörungstheoretiker unterwegs bin. @all Die Erwerbsminderungsrente hat eine Erwerbsersatzfunktion, d.h. sie soll ein wegen Krankheit/ Erwerbsminderung wegfallendes Erwerbseinkommen ersetzten. Sie ist eben nicht für den Privatier / die Hausfrau gedacht, die seit vielen Jahren keine Pflichtbeiträge mehr eingezahlt haben (für Zeiten der Kindererziehung gibt es Ausnahmen). Die sogenannte 3/5 Regelung wurde im Übrigen bereits schon zum 01.01.1984 eingeführt. Außerdem: Meine private BU- Versicherung wird mir eins husten, wenn ich zwei Jahre die Beitragszahlung ruhen lasse und dann auf einmal eine Rente haben will... MfG zelda
Der Schwöreram 22.09.2013 | 22:56
Zitat von zelda anzeigenausblenden
Klar, die Erwerbsminderungsrente soll eine Erwerbsersatzfunktion haben. Warum soll aber nicht ein Selbständiger, der vorher lange Jahre in die Rentenkasse als Unselbständiger eingezahlt hat, nicht auch länger als 2 Jahre von der Erwerbsersatzfunktion profitieren? Oder argumentiert man nur so, weil die Rentenkasse leer ist und man halt sparen muß und halt nach Kürzungsmöglichkeiten sucht? Es kann durchaus neue Einblicke schaffen, wenn man nicht am Detail klebt und das ganze abstrakter, von einem größerem Zusammenhang sieht.
???am 23.09.2013 | 08:16
"Warum soll aber nicht ein Selbständiger, der vorher lange Jahre in die Rentenkasse als Unselbständiger eingezahlt hat, nicht auch länger als 2 Jahre von der Erwerbsersatzfunktion profitieren?" Was hindert diesen Selbständigen daran, weiter (Pflicht-)Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen? Am Anfang ist ja wohl eh nur der Mindestbeitrag fällig. Aber wenn ich mich bewusst gegen die Renteversicherung entscheide, warum sollte ich dann von dort noch Leistungn bekommen? Ist das gerecht gegenüber den Arbeitnehmern, die löhnen müssen (mal so über den Tellerrand des Selbständigen hinaus gesehen)?
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