Erwerbsminderungsrente

von
Jasmin

Ich habe diese Frage gestellt, weil ich für 6 Std. Berufstätig bin.
Ich habe eine unheilbare Krankheit und den Verlauf kann ich nicht steuern.
Ich will zwar arbeiten aber ich stelle fest, dass die Abstände zwischen Arbeitsleben und Krankschreibung immer geringer werden.
Auf dauer ist es keine Lösung.
Ich habe nur gehört, dass man erst nach längerer Krankschreibung den Antrag stellen kann denn sonst hat man keine Chance beim Gutachtern eine volle Erwerbsminderungsrente zu bekommen.
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von
Onkel Otto

Zitiert von: Jasmin

Ich habe diese Frage gestellt, weil ich für 6 Std. Berufstätig bin.
Ich habe eine unheilbare Krankheit und den Verlauf kann ich nicht steuern.
Ich will zwar arbeiten aber ich stelle fest, dass die Abstände zwischen Arbeitsleben und Krankschreibung immer geringer werden.
Auf dauer ist es keine Lösung.
Ich habe nur gehört, dass man erst nach längerer Krankschreibung den Antrag stellen kann denn sonst hat man keine Chance beim Gutachtern eine volle Erwerbsminderungsrente zu bekommen.
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Sie können jederzeit den Antrag auf EM-Rente stellen und dann abwarten was passiert.Von sofortiger Verrentung bis zum Widerspruch und Klage vor dem SG ist alles möglich.

Experten-Antwort

Guten Tag Jasmin,

der Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung ist nicht davon abhängig, dass Sie für eine bestimmte Dauer vor dem Rentenbeginn arbeitsunfähig waren. Sie können also durchaus aus einer Beschäftigung heraus einen Rentenantrag stellen.
Stellen Sie einen Antrag auf eine Rente wegen Erwerbsminderung muss der zuständige Rentenversicherungsträger prüfen, ob folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Erfüllung der 5-jährigen Wartezeit mit Beitragszeiten jeglicher Art, Wartezeitmonaten aus einer geringfügigen versicherungsfreien Beschäftigung, aus einem Versorgungsausgleich, Ersatzzeiten
- 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung
- Eintritt der Erwerbsminderung.
Die Erwerbsminderung ist abhängig davon, wie viele Stunden täglich jemand noch unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig sein kann (sogenanntes Restleistungsvermögen). Liegt das Restleistungsvermögen nur noch unter 3 Stunden pro Tag, spricht man von vollen Erwerbsminderung, liegt es bei 3 bis unter 6 Stunden liegt eine teilweise Erwerbsminderung vor. Korrekt ist auch, dass bei einer Restleistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden und einem verschlossenen Teilzeitarbeitsmarkt im Einzelfall eine Rente wegen voller Erwerbsminderung infolge Arbeitsmarktsituation bewilligt werden kann.
Welches Restleistungsvermögen im Einzelfall noch vorliegt, wird seitens des Rentenversicherungsträgers festgestellt. Dazu können Untersuchungen durch Ärzte des Rentenversicherungsträger durchgeführt werden. Ebenso können aber auch externe Gutachter damit beauftragt werden. Das hängt vom Einzelfall ab.
In manchen Fällen kann der Rentenversicherungsträger auch zunächst die Durchführung einer Rehabilitationsmaßnahme anbieten. Denn generell gilt der Grundsatz: Rehabilitation vor Rente.