Erwerbsminderungsrente - 2 x Reha

von
Ulrich

War im Januar auf einer ambulanten Reha mit anschl. IRENA vom 3 Monaten wegen meiner Schulter. Dort wurde im Entlassungsbericht erwähnt, daß ich nur noch zwischen 3 - 6 Std. arbeitsfähig wäre und mir angeraten einen Rentenantrag zu stellen. Diesen stellte ich auch dann im Februar. Ende Februar mußte ich zu 2 Gutachtern (Internist und Neurologe). Der Neurologe wurde höchstwahrscheinlich dazugezogen, da im Entlassungsbericht der Reha meine seit 20 Jahren bestehenden Depressionen erwähnt wurden.Beide waren der Meinung, daß ich nur mehr zw. 3 u. 6 Std arbeiten könnte. Bisher habe ich dann nichts mehr gehört. Auf Nachfrage der VDK, bei der ich Mitglied bin, wurde der Dame dann mitgeteilt, meine Akte wäre zur Unterschrift und es würde erneut eine Reha bevorstehen. Ich vermute wegen meinen Depressionen.
Da jedoch mein Neurologe eine Reha für mich nicht für sinnvoll hält und er mich auch schon für den Herbst in einer Klinik (also Krankenhausaufenthalt) vorgemerkt hat (Aufenthalt ca. 2-3 Monate), weiß ich nun nicht mehr weiter.
1. Kann es sein, daß ich innerhalb von 1 Jahr zweimal zur Reha muß?
2. Wenn ja, kann ich dann mitteilen, daß statt Reha ein Krankenhausaufenthalt aus Sicht meines Arztes sinnvoller wäre?
3. Wie stehen meine Chancen eine teilweise Erwerbsminderung zu erhalten, denn ich kann bedingt durch meine Erkrankungen (Depressionen, chron. Schmerzpatient, Tablettenabhängigkeit, Schultergelenkabnutzung etc.) wirklich nicht mehr als höchstens 4 Std. arbeiten.

von
Corletto

1. Kann es sein, daß ich innerhalb von 1 Jahr zweimal zur Reha muß?

Ja klar kann das sein. Kommt nicht sehr häufig vor, aber ist möglich.
Die erste Reha war ja " nur " ambulant ( also nicht stationär ) und 2. wegen der Schulter - jetzt Reha wegen
Depression. 2 Krankheiten auf 2 verschiedenen Fachgebieten erfordern schon mal 2 Rehas in
verschiedenen darauf jeweils spezialisierten Fachkliniken.
Da Sie ihre Depressionen ja wohl erst IN der Reha angegeben hatten, konnten Sie darum dort nicht adäquat behandelt werden.

2. Wenn ja, kann ich dann mitteilen, daß statt Reha ein Krankenhausaufenthalt aus Sicht meines Arztes sinnvoller wäre?

Ja - mitteilen können Sie das der RV schon. Nur sind beides völlig verschiedene Dinge. Eine Reha kann man nicht mit einer Akut Behandlung in einem Krankenhaus vergleichen. Wenn ihrem Arzt eine akut Behandlung ( aber warum dann warten bis zum Herbst ??? ) angebrachter erscheint, sollten Sie dies der RV sofort mitteilen und sich auf ihren Arzt berufen. Dann wird die Reha event. verschoben bis nach ihrem Krankenhausaufenthalt.

Wenn Sie aber wirklich psychisch schwer erkrankt sind, müssen Sie SOFORT in eine Akutklinik und nicht erst irgendwann " im Herbst ". Diese Info könnte für die RV den Schluss zulassen, das Sie doch nicht so schwer psychisch erkrankt sind und damit ihre Rente zumindest in Frage stellen.

3. Wie stehen meine Chancen eine teilweise Erwerbsminderung zu erhalten, denn ich kann bedingt durch meine Erkrankungen (Depressionen, chron. Schmerzpatient, Tablettenabhängigkeit, Schultergelenkabnutzung etc.) wirklich nicht mehr als höchstens 4 Std. arbeiten.

Die Chancen stehen sehr gut, weil die beiden Gutachter Sie ja für teilweise erwerbgemindert ( 3-6 Stunden ) bereits eingestuft haben !

von
Ulrich

Erstmal recht herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

Um auf Ihre Frage bezüglich Aktutklink zu antworten, möchte ich noch folgendes erwähnen. Bei dem von mir erwähnten Krankenhausaufenthalt handelt es sich um eine psychosomatische Klinik welche auf mein Krankheitsbild spezialisiert ist und nicht um ein Bezirkskrankenhaus. Die Wartezeiten bis zum Aufnahmetermin sind dort sehr lange. Warum verstehe ich auch nicht, wenn es einem so schlecht geht. Bin halt nun schon seit 4 Monaten krankgeschrieben und jede Woche zweimal bei meinem Psychologen, alle zwei Wochen bei meinem Orthopäden und 1 x im Monat bei meinem Rheumatologen wegen der Schmerzen. Nichts hilft wirklich.

Die erste Reha wurde von meinem behandelndem Orthopäden veranlasst, um eine Erwerbsunfähigkeit abzuwenden. Leider brachte diese keinen Erfolg. Während dieser Reha wurde ich auch fortlaufend von meinem Psychologen mitbehandelt. Auch dieser wurde im Abschlußbericht erwähnt.

Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben. Nun fühle ich mich mit meinen Fragen nicht mehr so alleine gelassen.
DANKE

von
dirk

Auf Nachfrage der VDK, bei der ich Mitglied bin,

Das heißt: Auf Nachfrage DES VDK, bei DEM ich Mitglied bin!

Quelle Wikipedia:

Im Jahr 1950 als Dachverband der Landesverbände unter dem Namen "Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands" in Düsseldorf gegründet, trägt der Verband seit 1994 offiziell den Namen Sozialverband VdK Deutschland.

von
-_-

Was wäre das Forum nur, ohne so kluge Köpfe wie Sie! "Auf Nachfrage des VDK, dessen Mitglied ich bin, ..." wäre aber sicher auch noch gestattet, oder?

von
Ulrich

Hallo Dirk,

was würde ich nur ohne Sie tun.
Ich wäre ein Landei, oh je.

DANKE für Ihre aufmunternden Worte.
PS. War da wieder ein Fehler ???

von
dirk.

Mit Verlaub, Sie sind ein...

von
Ulrich

Lieber Dirk,
leider helfen mir Ihre Komentare bei meiner Frage nicht weiter.

Beleidigungen, auch wenn Sie nett formuliert werden, sind hier in diesem Forum bestimmt nicht erwünscht.

von
dirk.

Die Meinung des "dirk." war zu dem Beitrag des "dirk" gemeint, der hier mit doofen Bemerkungen meinen Nicknamen nutzt.

von
dirk

Wie bitte?

Wo bitteschön steht geschrieben, dass "dirk" IHR Nickname ist? Ich trage diesen Namen bereits mehrere Jahrzehnte!

Im Übrigen möchte ich Sie in aller Form um etwas mehr Sachlichkeit bitten. Ihre beleidigenden Äußerungen gehen entschieden zu weit!

Guten Abend!

von
Marion

Äußerungen wie:

"Mit Verlaub, Sie sind ein..."

oder:

"......der hier mit doofen Bemerkungen meinen Nicknamen nutzt.",

sind einfach nur daneben!

Und seid wann kann man sich hier seinen "Nicknamen" reservieren lassen? Das ist mir ja ganz neu!
(Sogar als Gelegenheitsschreiber, der hier alle paar Monate mal ein Statement abgibt?)

Gruß Marion
(Interessierte Mitleserin)

von
uwe´

Sie können doch net sagen, dass das Zitat unseres sehr beliebten, ehem. Ausenministers "einfach nur daneben " ist

Experten-Antwort

Corletto hätte in etwa auch bereits meine Auffassung wiedergegeben.

Allerdings sollten Sie den bevorstehenden längeren Krankenhausaufenthalt ab Herbst unbedingt mitteilen. Wenn die Rentenversicherung erneut eine Reha bewilligt, kann die innerhalb der nächsten 6 Monate beginnen. So lange hat ein Rehabescheid Gültigkeit. Es könnte ohne Ihre Mitteilung ganz einfach zu Überschneidungen kommen.

Auch wären noch weitere Fragen zu klären: in welcher Reihenfolge sind die Maßnahmen sinnvoll - Krankenhaus vor Reha oder umgekehrt? Wäre daneben zumindest eine Zeitrente denkbar?

von
Ulrich

Ich dachte mir jede EU-Rente wäre eine Rente auf Zeit. Oder gibt es da Unterschiede?

Experten-Antwort

Die beiden Fragen, die der Experte aufgeworfen hat, müsste/könnte sich Ihr RV-Träger stellen.

Wenn Sie Ihrem RV-Träger den bevorstehenden Krankenhausaufenthalt mitteilen, kann dieser frühzeitig darüber entscheiden, ob es sinnvoll ist, erst einmal den Krankenhausaufenthalt abzuwarten, bevor über eine Reha nachgedacht wird. Vielleicht wäre die Reha anschließend gar nicht mehr erforderlich.

Auch wenn Sie stationär zu einer Krankenhausbehandlung aufgenommen oder in einer Reha sind, wäre es durchaus möglich, in dieser Zeit/für diese Zeit - befristet - eine Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung zu zahlen.

Ihre Aussage, dass Renten wegen teilweiser bzw. voller Erwerbsminderung grundsätzlich nur auf Zeit gezahlt werden, ist vollkommen richtig.