Erwerbsminderungsrente

von
Fiene

Hallo,
ich bin 1960 geboren und habe die Erwerbsminderungsrente wegen der Augenkrankheit RP beantragt. Wie errechnet sich die Höhe dieser Rente?
Fiene

von
hilfestellung

Lassen Sie sich unbedingt in einer der vielen A+B-Stellen der RV-Träger beraten. Dort kann man genau berechnen, mit welcher Rentenhöhe Sie im Falle einer Rentenbewilligung rechnen können. Außerdem muss (sofern noch nicht geschehen) Ihr Rentenkonto vorher "geklärt" werden, d.h. es sind alle rentenrechtlich relevanten Zeiten festzuhalten, damit die Rentenberechnung aufgrund vollständiger Daten erfolgen kann.

von
Rosanna

Hallo Fiene,

Sie erwarten doch hoffentlich jetzt nicht von den Usern, Ihnen eine so komplexe Angelegenheit wie die Rentenberechnung zu erklären.

Wenn Sie die Rentenhöhe wissen möchten, sehen Sie in die letzte Renteninformation. Dort ist die ungefähre Rentenhöhe für eine EM-Rente aufgeführt. ODER Sie beantragen bei Ihrem zust. RV-Träger (kann formlos geschehen) eine Rentenauskunft für eine EM-Rente.

MfG Rosanna.

PS: Im Info-Heft "Rente: So wird sie berechnet" wird in groben Zügen die Rentenberechnung erläutert.

von
Geduld

Warten Sie doch erst einmal ab, ob Ihre Rente überhaupt bewilligt wird. Alles weitere ergibt sich dann automatisch !

von
Rosanna

Na ja, also ich wollte auch schon VOR der (evtl.) Rentenbewilligung wissen, was mich dann erwartet.

Aber, wie gesagt, die Versicherten werden doch regelrecht mit den Renteninformationen "überschwemmt". Jedes Jahr eine Neue.

Nur lesen sollte man sie dann halt auch!!!

von
hilfestellung

Es werden alle rentenrechtliche Zeiten vom Eintritt in das Erwerbsleben (spätestens ab dem 17. Lebensjahr) bis zum Monat des Leistungsfalles (Eintritt der Erwerbsminderung, zum Beispiel Beginn der nicht mehr vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit oder auch Rentenantragstellung) berücksichtigt.
Ausgehend vom Tag des Leistungsfalles wird noch eine Zurechnungszeit bis zum vollendeten 60. Lebensjahr berücksichtigt. Diese Zeit wird mit dem Durchschnitt der Gesamtleistung bis zum Monat des Leistungsfalles bewertet.

von
Geduld

...........jetzt weiß "Fiene" bestimmt mehr !

von Experte/in Experten-Antwort

Ich empfehle Ihnen, sich bei Ihrem Rentenversicherungsträger eine aktuelle Rentenauskunft (für eine Erwerbsminderungsrente) anzufordern.

von
hamm

genau das wollte ich auch machen, allerdings wird bei mir noch entschieden über die bewilligung (ist bereits vor dem sozialgericht) und man sagte mir bei der DRV, dass solange nicht entschieden wurde keiner an die Akte rankäme und Einsicht hätte auf mein Rentenkonto. Somit sei es für mich nicht möglich meine Rentenhöhe zu erfahren...

ist das überhaupt so? ich fühle mich da irgendwie falsch behandelt..

von
Rosanna

GRUNDSÄTZLICH ist eine Rentenauskunft auch möglich, wenn die Akte nicht vorliegt, weil sie beim SG ist.
Und in das Rentenkonto kann man natürlich auch ohne Akte einsehen!

Im Rentenkonto KANN man als Sachbearbeiter auch sehen, ob z.B. noch Zeiten fehlen. Evtl. ist noch keine genaue Rentenauskunft möglich, da diese ja noch von anderen Faktoren wie Leistungsfall, Rentenbeginn, Zeiten die bis zum Leistungsfall evtl. noch nicht gespeichert sind, etc. abhängt.

Aber Sie haben doch bestimmt auch schon mind. 1 x eine Renteninformation erhalten. Daraus können Sie auch den ungefähren Rentenbetrag für eine EM-Rente ersehen.

MfG Rosanna

von
hamm

das ist mir unerklärlich da ich seit jahren keine auskunft mehr bekommen habe..woran kan das liegen?

von
Rosanna

Hallo Hamm,

nach § 109 Abs. 1 SGB VI erhalten Versicherte, die das 27. Lebensjahr vollendet haben, JÄHRLICH eine schriftliche RentenINFORMATION. Nach Vollendung des 54. Lebensjahres wird diese ALLE 3 JAHRE DURCH EINE RENTENAUSKUNFT ERSETZT. Also im Jahr der Vollendung des 54., des 57., des 60. und des 63. Lebensjahres. In den übrigen Jahren verbleibt es bei dem Versand der Renteninformation.

(§ 109 mit Wirkung vom 01.01.2004 neu gefasst.)

In Ausnahmefällen kann diese Renteninformation nicht "automatisch" versandt werden, z.B.

1) Adresse des Versicherten stimmt nicht mehr, wurde aber nicht berichtigt bzw. ist nicht bekannt
2) Bei verschiedenen RV-Trägern lagern "Teilkonten" für ein und desselben Versicherten. Ja, kommt häufiger vor, als man denkt.
3) Wartezeit von 60 KM ist nicht erfüllt.
4) Versicherungskonto ist trotz mehrerer Erinnerungen beim Vers. an die Kontenklärung NICHT geklärt.

Lassen Sie sich am besten von der zust. DRV einen Versicherungsverlauf zukommen (kann formlos oder tel. angefordert werden!), prüfen Sie diesen auf die Vollständigkeit und Richtigkeit und beantragen dann eine Rentenauskunft. Achten Sie darauf, das alles stimmt: Geburtsdatum, Name und Vorname.

Dann werden Sie in Zukunft auch wieder in den Genuss einer Renteninformation/Rentenauskunft kommen.

MfG Rosanna.

von
Rosanna

Upps. Habe vergessen, dass bei Ihnen ja ein SG-Verfahren anhängig ist...

Sie können TROTZDEM zumindest einen Versicherungsverlauf verlangen, um diesen überprüfen zu können. Ist - ehrlich gesagt - mit einem Knopfdruck möglich, wenn Ihr Versicherungskonto NUR bei diesem Vers.Träger besteht. :-))

Ich nehme aber an, dass Sie bei der seinerzeitigen Rentenantragstellung schon über mögliche Lücken etc. informiert wurden.

Eine Rentenauskunft zu erteilen, ist auch nicht schwieriger. Lassen Sie sich nicht abwimmeln.
Über die genaue Rentenhöhe im Falle einer Bewilligung kann man natürlich während des SG-Verfahrens nichts sagen. Aber Sie haben zumindest einen Anhaltspunkt.

MfG Rosanna