Erwerbsminderungsrente

von
LS

Unter Zugrundelegung der von Helene gemachten Angaben würde Sie, nach Abzug der Minderung von 10,8%, noch etwas mehr als 67,0000 Entgeltpunkte behalten, woraus sich eine Bruttorente von 1.760 € für die alten Bundesländer ergäbe und 1.547 € für die die neuen.

Jeder übrige Erwerbsminderungsrentner würde wohl Luftsprünge machen, wenn ihm eine solche Rente errechnet würde.

Die aber kann ein anderer Erwersminderungsrentner niemals ereichen, weil sich sein Gesamtleistungswert nicht auf Zeiten gründet, die ausschließlich an der BBG gelegen haben für Jahre, in denen man 2,0000 oder mehr Entgeltpunkte je Jahr erhalten konnte.

Im Fall von Helena ist dies aber so.

Alle vier Bestandteile für die Jahre ab 2003 führen sogar zur Überschreitung der BBG, kann die KEZ gar nicht in voller berücksichtigt werden, es kommen aber immer mehr als 2,0000 je Jahr zustande.

Ihr Gesamtleistungswert liegt bei 0,1500 EGPT.

Allein für die 456 Mon. Zurechnungszeit erhält Sie mehr als 68,0000 EGPT.

Wenn da die DRV nicht ins Grübeln gerät, wundert es mich nicht.

Der Fall, so er in dieser Form abläuft, dürfte wohl Anlass sein, die Handhabungsregelungen zu ändern, wäre ja nicht das erste Mal.

von
Helene Schneidewind

Hallo LS,
inzwischen habe ich heute nacht gelesen im INet und begriffen, dass diese EP Grundlage für die Berechnung der Rentenhöhe ist. Aber so hoch, wie Sie schreiben, wäre der Hammer.
Sollte ich einen Bescheid bekommen, werde ich kurz Rückinfo über die Höhe geben und hoffe im Moment, dass ich endlich Ruhe bekomme und das mit der Rente durchgeht wie die Ärzte gesagt haben. Bin wirklich dringend darauf angewiesen. Liebe Grüße Helene

von
Brigitte

Aber es kann doch nicht sein, dass zum Beispiel der EP 1,0000 für Kindererziehung bei der Zurechnungszeit für 48 Jahre gewährt wird....
Dann müßte sie ja ihr Leben lang Kinder erzogen haben. ...???

von
Rosanna

...und wenn sie 1 EP aus einer BESCHÄFTIGUNG hätte, müßte sie 48 Jahre weitergearbeitet haben?

Genau das ist ja der Sinn der Zurechnungszeit. Dass hier die KEZ als Pflichtbeitragszeiten gelten, ändert daran nichts.

§ 71 Abs. 1 SGB VI: "Beitragsfreie Zeiten - und das ist die Zurechnungszeit - erhalten den Durchschnittswert an EP, der sich aus der Gesamtleistung an Beiträgen im belegungsfähigen Zeitraum ergibt. Dabei erhalten sie den höheren Durchschnittswert aus der Grundbewertung aus allen Beiträgen oder der Vergleichsbewertung aus ausschließlich vollwertigen Beiträgen."

MfG Rosanna.

von
Entsetzter

..........das ist ein Skandal!
Es kann ja wohl nicht angehen, dass jemand, der so gut wie nie gearbeitet hat, lebenslang über 60 Entgeltpunkte erhält, nur weil er für ein paar Jahre Kinder erzogen hat!
Dass der zuständige Sachbearbeiter offensichtlich genauso denkt wie ich, freut mich außerordentlich! Hoffentlich findet der einen Weg, um die Rente der Fragestellerin auf ein gerechtes Maß zu reduzieren!
(Selbst 1 EP/Jahr wäre in diesem Fall noch zuviel!)

von
Kritischer Blick

Ich frage mich, inwieweit das plausibel ist? Wie kann man VOLL ERWERBSGEMINDERT sein und GLEICHZEITIG zwei Personen der Pflegestufe III und II versorgen, sowie parallel noch Kinder erziehen? Dies ist eine Aufgabe an der sicher sehr viele kerngesunde Menschen scheitern würden. An Stelle der DRV würde ich diesen Sachverhalt überprüfen.

von
Helene Schneidewind

Hallo, ich wollte keine Neid-Debatte hervorrufen. Ich habe gelesen, dass die Erwerbsminderungsrente einen möglichst befähigen soll, ohne Sozialamt zu leben. Dem "kritischen Blick" möchte ich sagen, dass ich gesundheitlich das Haus nicht mehr verlassen kann ohne das dies meine Fähigkeit, zwei schwerst Pflegebedürftige zu pflegen, mindert. Da haben die Ärzte schon aufgepasst.

"Entsetzter" : Man müsste bei der LVA anregen, für die Kindererziehung und die Pflegetätigkeit keine Pflichtbeiträge anzurechnen. Umgekehrt müssten auch die Menschen, die in jungen Jahren hoch verdienen, höchstens nur 1 Entgeltpunkt gut schreiben, falls sie EU-Rente beantragen. Denn Pflichtbeitrag ist doch Pflichtbeitrag?! Oder die Tag/Nacht-Pflege von Schwerstkranken gilt als leichter Nebenjob.

Und diejenigen, die mit einem Höchstbetrag über die Firma ihrer Eltern versichert sind, sollten nur einen Bruchteil bekommen, weil sie ja wenig für viel Geld leisten!

Bei Arbeitslosen müssten die Pflichtbeiträge gänzlich gestrichen werden, denn sie arbeiten nicht und bekommen doch Pflichtbeiträge.

Kindererziehung ist doch selbstverständlich. Wer die Lust hat, hat auch die Pflicht für seine Kinder zu sorgen. Also warum werden für diese Glücksmomente noch Pflichtbeiträge gut geschrieben?

von
Rosanna

Hallo H. Schneidewind,

leider ist Ihre Frage doch zur Neiddebatte ausgeartet! Lassen Sie sich nicht davon beirren.

Sicherlich gibt es viele Ungerechtigkeiten, AUCH in der gesetzlichen RV. Aber die, die sich jetzt darüber aufregen, wären mit Sicherheit auch glücklich, eine Rente zu bekommen, wenn sie selbst betroffen wären. Durch Unfall oder Eintreten einer schweren Krankheit; das kann schneller passieren, als man denkt. Glauben Sie, dann fragt derjenige nach Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit???

Ich kann es manchmal nicht mehr hören, denn jeder kann doch froh sein, wenn er gesund ist und arbeiten kann! Und diese gesetzliche Bestimmung (Zurechnungszeit) wie auch die der "fiktiven" Wartezeiterfüllung, bei der unter bestimmten Umständen sogar schon mit EINEM EINZIGEN Pflichtbeitrag die vers.rechtlichen Voraussetzungen für eine EM-Rente erfüllt sind bzw. als erfüllt gelten (§ 53 SGB VI) , ist eben auch ein Vorteil der gesetzlichen RV!

Und außerdem - solange Sie ein Kind erziehen und 2 Pflegebedürftige pflegen, bedeutet dies ja noch lange nicht, dass Sie auch dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Umgekehrt - wenn Sie vollschichtig arbeiten würden, bekämen Sie gar kein Geld von der Pflegekasse und wären auch nicht pflichtversichert, weil Sie dann nicht berechtigt wären.

Also, ärgern Sie sich nicht über irgendwelche Neider. Freuen Sie sich, wenn Ihnen die Rente in dieser Höhe zusteht. :-))

MfG Rosanna.

von
Entsetzter

Nur zu Ihrer Information:

Ich habe über 30 Jahre hart gearbeitet bis ich Invalide wurde. Jetzt lebe ich von 680 € Rente, weil ich das Pech hatte, nur unterdurchschnittlich bezahlt zu werden. Und die 22 jährige Fragestellerin soll über 1700 € Rente erhalten, obwohl sie kaum gearbeitet hat? Da soll man sich nicht drüber aufregen dürfen? Die Durchschnittsrente liegt meines Wissens übrigens auch "NUR" bei rd 1000 €! Vielleicht wird an diesem Beispiel deutlich, wir pervers unser Rentenrecht sein kann!

von
Helene Schneidewind

Hallo, Rosanna, vielen Dank für die aufmunternden Worte. Ich wäre viel lieber gesund und würde meine Rente dem schenken, der mir Gesundheit gibt, dass könnt ihr mir glauben.

Entsetzter, wenn Sie unter dem Durchschnitt verdient haben, dann verhält sich das auch zur beruflichen Ausbildung. Unterdurchschnittliche Ausbildung oder Tätigkeit = weniger Bezahlung = geringe Rente nach 30 Jahren.

Überdurchschnittliche Ausbildung (Abi, Studium) = höhere Bezahlung = höhere Rente nach 30 Jahren.

Danken Sie Gott dafür, dass Sie arbeiten gehen DURFTEN und KONNTEN. Es ist für einen jungen Menschen frustrierend, nicht arbeiten zu dürfen / zu können). EIGENES Geld zu verdienen bezeichne ich als GLÜCK. Meinen Schwerbehindertenausweis mit fast allen Merkzeichen würde ich lieber gegen eine Steuerkarte eintauschen. Die Pflege von 2 Personen ist bestimmt nicht ohne, aber nach 8 Stunden Arbeit selbst verdientes Geld ist unübertrefflich.

Ich freue mich mit Ihnen Entsetzter mit, dass Sie das Glück und die Freiheit hatten, 30 Jahre arbeiten zu gehen, soziale Kontakte zu knüpfen und mit Freunden leben zu können.
Im Gegensatz dazu lebe ich hier fast isoliert, habe keine Zeit und Gelegenheit für Freunde und muss in einem Einfamilienhaus im 28 m² Wohnzimmer mit vier Personen wohnen, weil die zu pflegenden Personen nicht mehr die Treppe rauf kommen und kein Geld für einen Aufzug da ist. Dusche ist nicht vorhanden und die beiden kranken Personen müssen komplett gewaschen werden. Toilette ist nicht begehbar, weshalb beide auf den Toilettenstuhl gesetzt werden müssen, wobe ich dann alles von Hand säubern, weil nichts abgeduscht werden kann.

Ich beklage mich nicht, aber ganz nebenbei bin ich schwer krank und kann das Haus nicht mehr verlassen.

Also ich schlage dem Entsetzten vor, er übernimmt mein Leben und ich übernehme seine Rente - er bekommt dann meine.

von
Entsetzter

Erstens habe ich nicht nur eine, sondern gleich zwei hochqualifizierte Berufsausbildungen absolviert. Dass ich dennoch nicht entsprechend entlohnt wurde, lag schlicht und einfach an der mieserabelen Arbeitsmarktsituation. In den ersten fünf Jahren hatte ich übrigens sogar überdurchschnittlich gut verdient. Halten Sie sich also bitte mit Ihren unqualifizierten Äußerungen, dass niedriges Einkommen automatisch das Ausbildungsniveau wiederspiegelt, zurück! Sie mit Ihren jungen Jahren haben doch überhaupt keine Ahnung davon, wie es im richtigen Berufsleben abgeht! In Ihrem Alter haben Manche gerade erst einmal ihre Schulausbildung beendet und sind noch völlig grün hinter den Ohren. Und jetzt kommt das Paradoxe: Wäre ich bereits nach meinen ersten fünf Berufsjahren Invalide geworden und nicht erst nach über 30 Jahren, wäre meine jetzige ERWERBSMINDERUNGSRENTE deutlich höher, weil mein späterer geringer Verdienst mein Durchschnittseinkommen entsprechend gedrückt hat. Und genau diese Ungerechtigkeit prangere ich hier an. Ein Junger Mensch bekommt u.U. mehr Rente, als ein Älterer. Nur weil der Jüngere das GLÜCK hatte, in den paar Jahren, in denen er berufstätig war, überdurchschnittlich gut zu verdienen, was dem Älteren, aufgrund der schlechten Arbeitsmarktsituation verwehrt wurde.
Und ich wage es übrigens sehr zu bezweifeln, dass Sie soooo gerne gearbeitet hätten.
So etwas kann nur einer sagen, der das wahre Berufsleben NIE kennengelernt hat!

(Einen Schwerbehindertenausweis habe ich übrigens auch!)

von
Entsetzter

Zitat von User "LS", vom 27.03.2008, 01:05 Uhr:

".........wenn da die DRV ins Grübeln gerät, wundert es mich nicht. Der Fall, so er in dieser Form abläuft, dürfte wohl Anlass sein, die Handhabungsregeln zu ändern, wäre ja nicht das erste Mal."

Haben Sie verstanden, was User "LS" damit ausdrücken wollte? Auch er hält Ihre hohe Rente für unangemessen und erwartet eine entsprechende Korrektur im Rentenrecht!

von
Rosanna

Hallo Entsetzter,

ich kann mir beim besten Willen NICHT vorstellen, dass H. Schneidewind sich ihr Schicksal ausgesucht hat und freiwillig krank ist! Dass sie, was das Berufsleben angeht, nicht mitreden kann, ist auch klar.

Ich kann ja einerseits den Frust verstehen, wenn man lange Zeit gearbeitet hat und trotzdem eine niedrige Rente bezieht.

Aber die Höhe der Rente ist nun mal von der Höhe der Einzahlungen abhängig! Von der Qualifizierung eines Einzelnen mal ganz abgesehen: ich höre oft von Versicherten, dass sie ihr Leben lang hart und schwer gearbeitet haben, teilweise 60 Std. in der Woche, und jetzt nur eine so niedrige Rente erhalten.

Es hat nun mal nix mit der Schwere oder Dauer der Arbeit zu tun, sondern NUR mit den eingezahlten Beiträgen! Wenn man in dieser Zeit einen geringen Lohn hatte (da kann aber kein anderer, auch nicht die Jugend, was dafür!), wurden auch dementsprechend die Beiträge gezahlt. Lag/liegt das Entgelt beim Durchschnittseinkommen aller Versicherten, gab/gibt es pro Jahr 1 EP.

Ich kenne aber sogar einige, die haben sehr gut verdient, haben sich aber, um Steuern und Soz.Versicherungsbeiträge "zu sparen", einen Teil des Gehalts bar auf die Hand auszahlen lassen. Und wundern sich dann später, wenn ihre Rente niedriger ausfällt.

Und, "Entsetzter", so ein Fall wie hier bei Helene ist mit Sicherheit ein Einzelfall. Ich wollte aber trotzdem um nichts in der Welt mit ihr tauschen. An ihrer Stelle würde ich auch lieber arbeiten gehen. Haben Sie eine Ahnung, welche Kraft (psychische und physische) Sie in die Pflege von 2 pflegebedürftigen Personen stecken müssen, und dies tagtäglich? Bei Pflegestufe II und speziell bei III rund um die Uhr, trotz der Erkrankung, ohne Feierabend und allem, was Sie als Rentner "genießen" können?

Ich wünsche Ihnen ein schönes WE.

MfG Rosanna.

von
Wolfgang Amadeus

Der Gedanke der Zurechnungszeit ist der, dass man so gestellt werden soll, wie wenn man nicht erwerbsgemindert geworden wäre, sondern hätte wie im bisherigen Umfang Beiträge weiterzahlen können, schließlich kann man ja nichts dafür, dass man krank geworden ist und nun nicht mehr arbeiten kann.

Ich finde diesen Gedanken durchaus vernünftig und verstehe nicht, weshalb dazu das Gesetz geändert werden soll.

Schließlich hat die Rente Lohnersatzfunktion und soll annäherungsweise den bisher erzielten Lohn ersetzen: bei einem bisher hohem Lohn muss die Rente somit höher sein, bei einem bisher niedrigem Lohn muss sie entsprechend niedriger sein. Es wäre doch komisch, wenn jemand, der bisher wenig verdient hat, dann voll erwerbsgemindert wird, und seine Rente wäre plötzlich höher als das, was er zuletzt verdient hat.

In der privaten Rentenversicherung funktioniert das übrigens nach dem gleichen Prinzip: wer hohe Prämien bezahlt, der bekommt bei Eintritt des Versicherungsfalles der vollen Erwerbsminderung eine hohe private Rente, und wer halt nur niedrige Prämien bezahlt, bekommt eine entsprechende niedrigere Rente. Dass es hier so ist, wird allgemein als Selbstverständlichkeit angesehen und ich habe noch keinen sagen hören, der dieses Prinzip für ungerecht hält. Wieso soll dann dasselbe Prinzip in der gesetzlichen Rentenversicherung ungerecht sein?

von
Entsetzter

Sinn und Zweck der Zurechnungszeiten sind mir durchaus bekannt. Ich möchte mal zur Verdeutlichung meiner Ansichten folgendes Beispiel bringen:

Zwei gleichaltrige Freunde arbeiten in derselben Firma, in derselben Position und verdienen überdurchschnittlich gut. Nach zehn Jahren wird Arbeitnehmer "A" erwerbsunfähig und erhält aufgrund seines hohen Verdienstes und aufgrund der Zurechnungszeiten-Regelung eine Rente, die fast doppelt so hoch ausfällt wie die Durchschnittsrente. Arbeitnehmer "B" wird nach zehn Jahren aus betriebsbedingten Gründen entlassen und muss sich bis zur regulären Altersrente mit geringbezahlten Tätigkeiten durchschlagen, mit der Konsequenz, dass seine Regelaltersrente deutlich niedriger ausfällt, als die seines gleichaltrigen Freundes. Und das, obwohl Arbeitnehmer "B" eine erheblich höhere Lebensarbeitsleistung erbracht hat, als Arbeitnehmer "A". Zur Erinnerung:
In den ersten zehn Jahren hatte Arbeitnehmer "B" genauso viel verdient, wie der erwerbsgeminderte Arbeitnehmer "A". Trotzdem wird er bei seiner Altersrente deutlich schlechter gestellt als Arbeitnehmer "A".
Das verstehe wer will, ich tue es jedenfalls nicht!

Es ist übrigens nicht zutreffend, dass ich Helene ihre Rente nicht gönne. Ich gönne ihr auch, dass die Kindererziehungszeiten berücksichtigt werden. Aber nicht in dem Maße, dass sich dadurch der eigene Rentenanspruch gleich mehr als verdoppelt.

von
Helene Schneidewind

Hallo Sie schreiben erst sie gönnen es dann gönnen sie es nicht in dem Ausmaß. Also doch Mißgunst.
Verstanden haben Sie nicht dass Sie in der Lage waren Ihr Leben selbst zu gestalten. Sie konnten die Arbeit suchen und auch finden. Sie konnten viel oder wenig Geld verdienen hohe oder niedrige Beträge für die Rente sparen. DIESE Möglichkeit habe ICH nicht.

Es geht nicht um eine Lebensleistung. Folgendes Beispiel:

Sie schließen eine UnfallVERSICHERUNG ab über 100.000 Ihr Bekannter über 200.000. Nach EINEM Beitrag Autounfall. Warum bekommt der andere mehr? Weil er EINEN höheren Beitrag für höheren Versicherungsschutz geleistet hat bekommt er Bekannte 200.000.
Der Dritte aber zahlt seit 30 Jahren in seine Unfallversicherung (20.000) ein und meckert darüber dass er sooo lange gezahlt hat und sooo wenig bekommt.
Und dem erklären Sie dann mal warum nach nur einem Beitrag so viel bezahlt wird.
Und wenn der nach 20 Jahren plötzlich weniger Monatsbeitrag bezahlt wird er runtergestuft und bekommt auch weniger.
DAS nennt man solidarische Versichertengemeinschaft.

Ein Letztes:
Warum wird Ihre Rente nicht durch eine private Zusatzversicherung für Berufsunfähigkeit aufgestockt? Weil Sie wahrscheinlich keine Versicherung haben.
Ich habe mit seit dem 17. Lebensjahr zusatzversichert und zahle dafür monatlich 34 Euro also bis jetzt ca. 1500 Jetzt bekomme ich aus dieser Versicherung monatlich 845 Euro ausbezahlt weil ich Erwerbsunfähig bin.
Auch das ist solidarisch.

Zum Trost für Sie: Ich muss aus meinen Einkünften Steuern zahlen und das kommt auch Ihnen wieder zu gute.

von
Entsetzter

........und Sie scheinen immer noch nicht begriffen zu haben, dass Sie nur unverschämtes Glück hatten, dass Ihre Erwerbsminderung ausgerechnet zu einem Zeitpunkt eintrat, indem Sie Kindererziehungszeiten geltend machen konnten. Ein paar Jahre früher oder später sähe es ganz anders aus. Dann bekämen Sie jetzt gerade mal einen Bruchteil Ihrer errechneten Rente. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass der Gesetzgeber diesen höchst seltenen Fall, dass jemand doppelt so viele Entgeldpunkte erhält wie der Durchschnittsrentner, nur weil er Kinder erzogen hat aber noch keine nennenswerten Beitragsleistungen erbracht hat, nicht bedacht hat. Jeder Arbeitnehmer würde sich freuen, wenn sich seine Altersrente aufgrund seiner Kindererziehungszeiten vervielfachen würde. Aber so etwas gibt es im Regelfall nicht! Der Eckrentner, der 45 Jahre lang immer durchschnittlich verdient hat, bekommt gerade mal rd. 1200 € Bruttorente, (bei 45 EP), plus ein paar Euros extra für seine Kindererziehungszeiten. Bei Ihnen werden aber alleine die Kindererziehungszeiten so gewertet, als hätten Sie bis zu Ihrem 65. Geburtstag ein beitragspflichtiges Durchschnitts-Bruttoentgelt erzielt. Und dann muss sich jemand, der sein Leben lang fleißig gearbeitet hat, auch noch von einer 22 Jährigen verhöhnen lassen:

Zitat: "...........Sie konnten die Arbeit suchen und auch finden. Sie konnten viel oder wenig Geld verdienen........."

So etwas sagt ausgerechnet jemand, der noch nie richtig gearbeitet hat! In Zeiten der Massenarbeitslosigkeit muss jeder froh sein, überhaupt einen halbwegs sicheren und erträglichen Arbeitsplatz zu haben. Fast jeder Arbeitnehmer würde lieber heute als morgen in Rente gehen. Aber nach Ihrer These gäbe es nur hochzufriedene Spitzenverdiener in Deutschland.

von
Felix

Entsetzter redet immer von Arbeit.

Es kommt nicht darauf an, viel zu arbeiten, sondern viel zu verdienen.

Wer zu viel arbeitet, verpasst das Leben.

In Deutschland denken zwar viele gerade anderst herum, trotzdem gilt:

Wir leben nicht, um zu arbeiten, sondern wir arbeiten, um zu leben.

Ich weiß, in Deutschland gilt als letzter Hund, wer an nichts anders denkt, als zu schuften.

In den romanischen Ländern, in welchen man offenbar besser zu leben weiß, gilt wer wenig arbeitet, und trotzdem gut lebt als clever.

von
Moritz

@Felix:

Thema verfehlt, setzen, 6, SIE Lebenskünstler!

von
Moritz

Habe gerade in einer Statistik gelesen, dass der durchschnittliche Zahlbetrag für eine volle Erwerbsminderungsrente derzeit ganze 670 Euro/Monat beträgt.

Nach Helenes Logik waren die betroffenen Rentner also alle nicht fleißig genug. (Denn sonst würden sie ja schließlich eine höhere Rente bekommen.)
Vielleicht sind sie aber auch nur zum falschen Zeitpunkt erwerbsunfähig geworden oder haben zum falschen Zeitpunkt Kinder in die Welt gesetzt?

Es wird allerhöchste Zeit, dass unser Rentensystem noch einmal komplett neu überdacht wird, damit diverse Ungerechtigkeiten beseitigt werden!