Erwerbsminderungsrente

von
Felix

@Moritz:

Bei der Gelegenheit sollte man auch noch das Lottosystem überdenken.

Millionen spielen mit, aber nur einer gewinnt, knackt den Jackpot und streicht 13 Millionen Euro ein.

Und der Rest geht lehr aus.

Welch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Da muss noch dagegen eingeschritten werden. Das System muss geändert werden.

von
helene schneidewind

Es geht nicht um die Arbeitsleistung sondern klipp und klar um Beiträge. Meine Beiräge betrugen durchschnittlich bis 73.000 Euro im Jahr.

1 hoher Beitrag reicht für eine hohe Rente
1 niediriger Beitrag reicht für eine niedrige Rente.

So ist es mit jeder Versicherung. Das ist keine Ungerechtigkeit.

Und wer glaubt ich hätte noch nie gearbeitet täuscht sich. Jedem der das glaubt biete ich an mich für 4 Wochen in der Pflege von 2 Pflegebedürftigen plus Kind zu vertreten (Tag und Nacht 365 Tage im Jahr) und dann weiß er was arbeiten bedeutet.

von
Moritz

73000 € Beiträge? Sie meinen wohl fiktive Beiträge, weil Sie zum richtigen Zeitpunkt Mutter wurden. Meine Eltern haben sogar fünf Kinder großgezogen und müssten jetzt, nach Ihrer Rechnung, eine Rente in fünfstelliger Höhe erhalten. Tun sie aber nicht!

Und ich weiß nur zu genau, wie stressig es ist, schwerkranke Menschen zu betreuen. Deshalb ist es mir auch unbegreiflich, wie ein Erwerbsunfähiger, der fast alle Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis stehen hat, so etwas leisten kann.

von
helene schneidewind

Also an Beiträgen vom AA ist ebenso nichts Fiktives wie an den Beiträgen für die beiden Pflegetätigkeiten. Das zusammen macht schon Das macht schon fast 43000,00 tatsächliche Beiträge. Das macht schon ca. 1,5 EP.
Kindererziehungszeit ist daher nur 0,6 EP (bis zur Beitragsbemessungsgrenze). Das macht mit Zurechnungszeit 62 EP ca. 1680,00 Euro EM Rente. Ohne Schulzeiten etc.

Und das alles aus tatsächlichen Beiträgen.

Im Übrigen gibt es nicht nur Erkrankungen am Bewegungsapparat.

von
Felix

Hallo Entsetzer, hallo Helene Schneidewind.

Euer Wortgefecht ist wirklich besser als jede Seifenoper. Und ich muss zugeben, bei Euch sitzt jeder Stich; Kompliment.

Hallo Entsetzer. Jetzt bist Du wieder dran. Lies Dir nochmals genau durch, was Helene Schneidewind zuletzt geschrieben hat.

Das kannst Du doch nicht auf Dir sitzen lassen. Da musst Du Dich unbedingt nochmals dazu äußern. Du kannst doch nicht einfach hinnehmen, das Helene Schneidewind das letzte Wort gehabt hat.

von
Helene Schneidewind

Hi Felix
vollkommen richtig, denn ich bin eine Frau und habe schon naturgemäß das letzte Wort. Smile

von
Rosanna

>>Nach Helenes Logik waren die betroffenen Rentner also alle nicht fleißig genug. (Denn sonst würden sie ja schließlich eine höhere Rente bekommen.)
Vielleicht sind sie aber auch nur zum falschen Zeitpunkt erwerbsunfähig geworden oder haben zum falschen Zeitpunkt Kinder in die Welt gesetzt?<<

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! So wurde es von Helene nie gesagt, sondern richtigerweise, dass sich die Rentenhöhe nach den eingezahlten Beiträgen bemißt. Ich habe es auch schon ausgeführt: Es kommt weder auf den Fleiß oder die Faulheit eines Versicherten an, ob er eine hohe oder niedrige Rente erhält, sondern nur auf den Verdienst bzw. die davon eingezahlten Beträge!

Und wenn der Leistungsfall der EM später eintritt, werden wegen Lohnerhöhungen ja in der Regel auch höhere Beiträge entrichtet und zugrunde gelegt, als sie bei der Zurechnungszeit berücksichtigt werden.

Die Statistik ist noch eine andere Sache. Klar werden hier die Durchschnittsrenten festgelegt. ABER in die Statistik werden nie die Fälle mit eingehen, wo die Rente nur eine "zusätzliche" Leistung zum Lebensunterhalt ist, weil z.B. auch die in der Regel sehr niedrigen Renten von Beamten oder manchen Selbständigen, die keine Beiträge mehr zahlen, mitzählen.

von
LS

Liebe User und Userinnen,

in keinster Weise war beabsichtigt hier eine Lawine loszutreten.

1.
wollte ich mit meiner Berechnung demonstrieren, dass man 2,0 EGPT und mehr pro Jahr erzielen kann, die im Fall Helene Sch. durch das Zusammentreffen von mehreren Sachverhalten sich tatsächlich ergeben, was ja angezweifelt wurde,

2.
wollte ich auch einen möglichen Grund finden, warum die DRV nach ursprünglich zugesagter kurzfristiger Bearbeitung dann noch mal Dinge prüfen will und die BBG ins Spiel brachte bzw. den 1 EP für das Kind etc..

Ganz ohne Zweifel ist der Fall H.Sch. nicht der Normalfall.

Noch sehen aber die Rechtsvorschriften vor, das bei einer Erwerbsminderungsrente, gilt auch für die vorherigen EU/BU Renten, stets die Verdienste/Einkommen aus der Zeit des Beginns der Erwerbstätigkeit bis zum Monat der Festellung der Erwerbsminderung in die Berechnung einbezogen werden und daraus der Gesamtleistungswert als Monatswert an EP ermittelt wird, mit dem man die Anzahl Monate Zurechnungszeit (hier bis zum 60. Lbj.) multipliziert und daraus die Summe EP für die Zurechnungszeit erhält.

Dem Verdienst und Einkommen wird korrekterweise natürlich auch das Pflegegeld gleichgestellt, denn es dient ja als Ersatz für eine Zeit, in der man wegen der Pflege nicht berufstätig sein kann.

Wenn nun außerdem noch ein Kind vorhanden ist, gilt nun mal diese Zeit auch als Pflichtbeitragszeit und geht in die Berechnung mit ein

Und, liebe User, Userinnen, wer möchte denn tatsächlich auf seine berufliche Tätigkeit verzichten und dafür Pflegeleistungen erbringen und das nicht nur für eine Person, sondern gleich für zwei und rund um die Uhr?

Man muss doch zur Ehrenrettung für H. Sch. sagen, dass Sie zum Zeitpunkt der erstmaligen Wahrnehmung der Pflegetätigkeit überhaupt nicht wissen konnte, dass Sie vier oder fünf Jahre Später selbst eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragen muss und/oder, wie die Berechnung vor sich geht.

Insoweit hat Sie halt Anspruch auf der Grundlage geltenden Rechts.

Und das führt halt zu den mehr als 2 EP pro Jahr und dem hohen, daraus resultierenden Gesamtleistun gswert.

Bestreite auch nicht, dass es eine Schieflage zu übrigen Erwerbsminderungsrentnern gibt, was ich ja in meinem vorangegangenen Beitrag schon sagte und ich auch nicht ausschließe, dass möglicherweise Rechtsvorschriften modifiziert werden, um analoge Fälle auszuschließen.

H. Sch. sagt völlig zu Recht, dass Sie es keinem Wünsche selbst davon betroffen zu sein.

Wer auch möchte mit 22 Jahren voll Erwerbsgemindert sein?

Über die Sache zu diskutieren ist ja in Ordnung, aber nicht gegen H. Sch., meine ich.

von
Helene Schneidewind

Hallo LS, ich wollte mich für die Ratschläge bedanken, die vollkommen richtig waren. Auch konnte ich mich inzwischen intensiv damit beschäftigen, soweit ich nachts Zeit hatte und habe viel gelernt.
Nach einem Anruf, wie mir geraten kam nunmehr der Bescheid in Höhe von 1830,00 Euro brutto.
Dieses Forum ist ein Segen für uns Hilflosen. Danke für alles