Erwerbsminderungsrente

von
Jupiter126

Hallo zusammen,

ich habe auf Grund gesundheitlicher Probleme im Dez. vorigen Jahres
den Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Ich bin Jahrgang 1957
und war vor Eintritt der Erkrankungen arbeitslos, bekomme daher auch kein
Krankengeld. Bin außerdem bei der Krankenkasse als freiwilliges Mitglied
versichert. Seit Jan. 2014 gelte ich als schwerbehindert (GdB 100, Kennzeichen G).
Habe ein Gutachten vom med. Dienst der Agentur für Arbeit, wonach ich wegen
Multimorbidität nicht in der Lage bin, auf absehbare Zeit eine Tätigkeit von
wirtschaftlichem Wert konkurrenzfähig auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erbringen.
Daraufhin bin ich bis dato (seit Okt. 2014) krankgeschrieben. Vor zwei Wochen
hatte ich die Vorstellung beim Gutachter der Rentenversicherung.
Meine Frage ist nun: Welche Auswirkungen auf die Bewilligung des Rentenantrages
könnte es haben, falls mich der Hausarzt nun nicht länger krankschreibt?
Oder anders gefragt: Muss ich unbedingt krankgeschrieben sein, solange noch
kein Bescheid vorliegt?

von
KSC

Nachdem die Begutachtung schon war, wird die AU Schreibung des Hausarztes wohl keinen Einfluß aufs Rentenverfahren zu haben. Woher solltes das die DRV überhaupt erfahren?

Wenn der Arzt Sie aber nicht mehr au schreibt, dann würde er meinen, dass Sie grundsätzlich arbeiten können, ob er Sie dann für erwerbsgemindert hält??????

Experten-Antwort

Guten Tag Jupiter126,

die Bewilligung einer Rente wegen Erwerbsminderung ist nicht dem Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit abhängig. So prüft der Rentenversicherungsträger eigenständig, ob das Leistungsvermögen in dem Umfang gemindert ist, so dass eine Erwerbsminderung vorliegt. Das ist schon daran erkennbar, dass – wie in Ihrem Fall – im Auftrag der Rentenversicherung ein Gutachten dazu erstellt wird.