Erwerbsminderungsrente

von
Ines Könnecke

Hallo,ich w.51J. habe seit 2006 Rheumatoide Arthritis,es verschlimmert sich ständig. Nehme auch Medis sei Jahren,Kortison,MTX,Tramadol und spritze zur Zeit Humira.
Habe im Februar 2008 einen Rentenantrag auf EMR gestellt. Vor dem Antrag habe ich meine Rentenzeiten voll erfüllt. Zuerst abgelehnt (Gericht Magdeburg),dann Widerspruch, wieder abgelehnt,nächste Instanz (Landesgericht Halle),wieder abgelehnt. Neuen Antrag gestellt Februar 2013,abgelehnt.
Und jetzt der Hammer. Das Verfahren ist eingestellt (abgelehnt) weil ich seit Februar 2008 (erste Antragstellung) keine Rentenbeiträge eingezahlt habe. Ich war nicht beim AA gemeldet und auch nicht krank geschrieben. Ich finde es wirklich Hammermäßig, das ich darüber nicht unterrichtet wurde. Der Rentenantrag war somit seit Februar 2008 zum scheitern verurteilt. Ich kann es immer noch garnicht fassen. Gibt es eine Erklärung?
MfG Ines Könnecke

von
=//=

Sicherlich gibt es eine Erklärung!

2008 wurde keine Erwerbsminderung festgestellt. Im Ablehnungsbescheid wird IMMER darauf hingewiesen, dass zur Erhaltung der Rentenanwartschaft weiterhin Beiträge zu zahlen sind, entweder Pflichtbeiträge aufgrund einer Beschäftigung oder freiwillige Beiträge, wenn bis zum 01.01.1984 mindestens 5 Jahre Beiträge entrichtet wurden.

In den Renteninformationen, die Sie doch sicher jedes Jahr seit 2008 erhalten haben, müßte in den letzten 3 Jahren geschrieben worden sein, dass kein Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente besteht, weil die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Man sollte die Informationen halt auch lesen, oder erwarten Sie von der DRV, dass sie alle Versicherten gesondert anschreibt?

Da Sie nach 2008 keinerlei rentenrechtliche Zeiten zurückgelegt haben, sind die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (36 Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren) natürlich auch nicht mehr erfüllt und es kann keine EM-Rente mehr gezahlt werden, auch wenn Sie noch so krank sind.

Das sind leider die Konsequenzen, wenn man sich nicht rechtzeitig erkundigt.

Sie können evtl. Grundsicherungsleistungen beantragen, wenn Sie kein Einkommen haben (und alleinstehend sind, denn das Einkommen des Ehemannes wird natürlich berücksichtigt).

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ines, ich kann mich nur der ausführlichen und richtigen Erklärung von =//= anschließen. Sie haben sich leider nicht rechtzeitig informiert, wie es ab dem Jahre 2008 weitergehen könnte. Sorry !

von
senf-dazu

Wenn in den letzten 5 Jahren aber Anrechnungszeiten liegen sollten (Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit o.ä.), verlängert sich der 5-Jahres-Zeitraum, und dann könnten evtl. die Beitragszeiten davor noch relevent sein, richtig?
Vielelicht lässt sich dies noch in einer individuellen Beratung klären?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo senf-dazu, laut Sachverhalt lag weder Arbeitsunfähigkeit noch Arbeitslosigkeit vor. Also gibt es keine Verlängerung des 5-Jahres-Zeitraums.

von
=//=

Zitiert von: senf-dazu

Wenn in den letzten 5 Jahren aber Anrechnungszeiten liegen sollten (Arbeitsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit o.ä.), verlängert sich der 5-Jahres-Zeitraum, und dann könnten evtl. die Beitragszeiten davor noch relevent sein, richtig?
Vielelicht lässt sich dies noch in einer individuellen Beratung klären?

Ergänzung zur Antwort v. Experten:

Außerdem wären bei AU oder ALO mit Leistungsbezug Pflichtbeiträge gezahlt worden. Also könnten keine Anrechnungszeiten vorliegen. Und bei Anrechnungszeiten würde der Unterbrechungstatbestand (einer versicherungspflichtigen Beschäftigung) fehlen. Sie wären somit nicht anrechenbar und würden auch den 5-Jahreszeitraum nicht verlängern.