Erwerbsminderungsrente

von
Klaus

Hallo !

würde mich mal gerne erkundigen was die Grundlage für die Berechnung der vollen Erwerbsminderungsrente ist ?

Habe von einem Bekannten gehört, dass die letzten Gehälter massgeblich sind.

Bin für jede Rückmeldung dankbar.

Gruß

Klaus

von
KSC

die Rentenberechnung zu erläutern dürfte die Grenze dieses Forums sprengen.

Aber, dass die letzten Gehälter entscheidend sind, ist totaler Quatsch!

Alle Beiträge, die gezahlt wurden zählen da mit, und bei EM Renten wird auch noch die Zeit bis zum 60. Lebensjahr hochgerechnet (so als ob Sie mit dem bisherigen durchschnittlichen Lohn hätten weiterarbeiten können).

Wegen der Höhe der zu erwartenden Rente schauen Sie bitte in Ihre letzte Renteninformation, wegen näherer Erläuterungen wenden Sie sich an die nächstgelegene Außenstelle der RV.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Höhe der Rente richtet sich vor allem nach der Höhe der während des gesamten Arbeitslebens durch Beitragszahlung erzielten Entgelte/Einkommen. Für die Rentenhöhe ist damit z.B. das Arbeitseinkommen des Jahres 1990 genauso wichtig wie dasjenige aus 2006. Das jährlich erzielte Entgelt wird in Entgeltpunkte umgerechnet, indem es durch das Durchschnittsentgelt im jeweiligen Kalenderjahr geteilt wird.

Wer in einem Kalenderjahr genauso viel rentenversicherungspflichtiges Entgelt erzielt hat wie der Durchschnitt (zum Beispiel 2007 = 29.488 Euro in den alten Bundesländern und 25.373 Euro in den neuen Bundesländern), erhält hierfür einen Entgeltpunkt.

Bei einem überdurchschnittlichen/unterdurchschnittlichen Verdienst gibt es Entgeltpunkte, die größer/kleiner als 1,0 sind.

von
Klaus

Ich würde gerne meine die Höhe meiner Erwerbsminderugsrente von einer unabhängigen Person überprüfen lassen.
Wer kann mir diesbezüglich weiterhelfen ?

Danke und Gruß

Klaus

von
M

"Unabhängig" wäre ein Rentenberater.
Der kostet allerdings...

von
Klaus

Ich wäre bereit dafür auch zu bezahlen.

Können Sie mir entsprechende Personen im Ruhrgebiet empfehlen ?

von
M

Tut mir leid, da kann ich Ihnen keine Empfehlungen geben.
Sie könnten aber vorab (bevor sie kostenpflichtigen Rat einholen) auch einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle vereinbaren und eventuell aufgetretene Fragen besprechen.

von Experte/in Experten-Antwort

Eine kostenfreie Beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe ist sicherlich empfehlenswert.

von
KSC

das Geld für den Rentenberater können Sie sich vielleicht sparen.

Der fragt Sie, ob alle Ihre Arbeitszeiten incl. Berufsausbildung gespeichert sind, fragt nach Schule, Krankheit und Arbeitslosigkeit und vergleicht dann noch, ob auf den "Zetteln", die Sie jedes vom Arbeitgeber bekommen haben, die gleichen Zeiten und Beträge stehen wie im Versicherungsverlauf.

Und all das können Sie mit etwas eigener Behühung auch selbst leisten. Nutzen Sie am besten die nächste Werbeunterbrechung im TV dafür!

Und wenn der Computer richtig gefüttert ist, weil alle Ihre Zeiten richtig eingespeichert sind,

dann findet auch der Rentenberater kaum mehr einen Fehler.

Ich will ja diesem Berufsstand nicht zu nahe treten, aber die rechnen den Computer nicht nach!

Oder anders ausgedrückt, sie kassieren Kohle, weil die Leute zu bequem sind, sich selbst drum zu kümmern.