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Erwerbsminderungsrente

von
Kramer

Leide seid Jahren an Morbus Bechterew, Wirbelgleiten und Bandscheibenvorfällen. Ein Gutachten bescheinigte eine Einschränkung des Erwerbsvermögens, dennoch besteht ein Restleistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für 6 Stunden und mehr.In meiner letzten Tätigkeit dagegen, besteht nur noch ein Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden. Diese Arbeit verrichte ich aber bereits seit einem Jahr nicht mehr. (Bin dort gekündigt worden) Die Dauer der Leistungsminderung voraussichtlich weniger als drei Jahre wurde mit einem "nein "bestätigt. Eine Besserung ist unwahrscheinlich. Dennoch wurde mein Antag auf Erwerbsminderung abgelehnt. Kann mir jemand einen guten Rat geben, um doch noch zu Recht zu gelangen, welches einem zusteht.

von
Klemens

Ihnen bleibt nur Widerspruch gegen den ablehnenden Rentenbescheid einzulegen und zwar innerhalb von 1 Monat nach Bekanntgabe.

Sie müssen den Widerspruch ausführlich medizinisch begründen und am besten mit neuen ärztlichen Unterlagen belegen, welche z.b. eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes aussagen.

Um da keine Fehler zu machen , rate ich ihnen dringend den Widerspruch mit Hilfe des VdK/SoVD oder eines versierten Fachanwaltes einzulegen.
Damit erhöhen sich dann ihre Chancen doch noch eine EM-Rente zuerkannt zu bekommen.

von
Machts Sinn

Zitiert von: Klemens
Sie müssen den Widerspruch ausführlich medizinisch begründen und am besten mit neuen ärztlichen Unterlagen belegen

ergänzend zu Klemens: Um den Widerspruch gut begründen zu können, sollte bei der DRV neben dem Gutachten auch die interne beratungsärztliche Stellungnahme (Gutachtenauswertung) angefordert werden.

Wenn die letzte Tätigkeit nur noch unter 6 Stunden möglich ist und das Geburtsdatum vor dem 02.01.1961 liegt, kommt evtl. auch die - halbe - Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit in Betracht.

Bei allem kann relevant sein, was während des letzten Jahres war - Arbeitslosengeld oder Krankengeldbezug? Gibt es evtl. Gutachten des MDK oder des AA ggf. was besagen diese? Wie wirkt sich der Gesundheitszustand auf die Vermittelbarkeit aus - verschlossener Arbeitsmarkt?

Gruß!
Machts Sinn

von
Mumpitz

Bei mir war es genau so,und ich bin vor 1961 geboren.
Auch 3 bis unter 6 Std und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 6 Std und mehr.
Wurde jetzt nochmal zur Untersuchung geladen. Wer weiß was dabei raus kommt.
Welchen Beruf haben Sie zuletzt ausgeübt,und wie alt sind Sie ?
Mit diesen angekreuzten Einschränkungen nimmt mich auch kein Unterhehmer mehr.

von
Klemens

Teilweise Erwerbsminderung
bei Berufsunfähigkeit:

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit ist eine Sonderregelung für vor dem 02.01.1961 geborene Versicherte, die aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation Berufsschutz genießen.

Verkürzt ausgedrückt bedeutet Berufsunfähigkeit, dass der bisherige versicherungspflichtige Beruf wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zu einem ähnlich ausgebildeten Gesunden nur noch weniger als 6 Stunden täglich ausgeübt werden kann.

Vor der Entscheidung über den Rentenantrag wird allerdings noch geprüft, ob die gesundheitliche Leistungsfähigkeit sowie die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichen, um eine zumutbare andere Tätigkeit (sog. Verweisungstätigkeit) mindestens 6 Stunden täglich zu verrichten.

Zumutbar ist dabei eine Tätigkeit, die gegenüber dem bisherigen versicherungspflichtigen Beruf nur geringfügig niedrigere Anforderungen stellt. Eine Tätigkeit, für die im Rahmen einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben eine Ausbildung oder Umschulung absolviert wurde, ist stets zumutbar.

Erst wenn weder der bisherige Beruf noch eine in diesem Sinne zumutbare andere Tätigkeit mindestens 6 Stunden täglich ausgeübt werden können, liegt Berufsunfähigkeit vor.

Die Höhe dieser Rente ist die Häflte einer vollen EM-Rente.

Es handelt sich bei dieser Rentenart um eine sehr schwierige und umfangreiche Rechtsmaterie und diese zu erlangen ist nicht einfach.

von
-

Wenn Sie vor dem 02.01.1961 geboren sind käme bei dem von Ihnen beschriebenen Leistungsvermögen ggf. eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit in Betracht. Falls Sie nach dem 01.01.1961 geboren sind, oder wenn aus einem anderen Grund trotz vorliegender Berufsunfähigkeit die Gewährung einer teilweisen Erwerbsminderungsrente abgelehnt wird, sollte dieser Grund im Bescheid aufgeführt und erläutert sein.
Am besten Sie vereinbaren einen Gesprächstermin bei Ihrem Rentenversicherungsträger, damit Sie sich den Bescheid erklären lassen können. Wenn Sie mit dem Inhalt des Bescheids nicht einverstanden sind, sollten Sie Widerspruch gegen diesen einlegen. Ob dies in Ihrem Einzelfall sinnvoll und erfolgsversprechend ist kann hier im Forum nicht beurteilt werden. Ggf. kann hier eine Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt sinnvoll sein.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.2010, 18:54 Uhr]