Erwerbsminderungsrente

von
Peggy

Hallo,ich heiße Peggy bin 38 verh.und habe 5 Kinder,ich leide schon seit vielen Jahren an Proteinurie,das aber nie so richtig vom arzt abgeglehrt wurde.Seit 2004 verschlimmerte sich der zustand stark,gleich am tag der Entbindung meines letzten Kindes,mein Hausarzt verwieß mich sofort ins Krankenhaus wieder die mich ablehnten mit der Aussage das ist normal nach einer Entbindung,leider wurde es nicht besse der Blutdruck stieg ins unermässliche und auch das Wasser,mein Hausarzt verschrieb mir Wasssertabletten,das zum Glück half,aber auch immer wieder kehren tat.Da nichts unternommen wurde wechselte ich den Arzt,auf einmal musste ich mich beim Nephrologen vorstellen der mir sagte das ich Nierenkrank bin,und um festzustellen den genauen Grund eine Nierenbiopsi gemacht werden muss.Leider lag ich 14 Tage für umsonst in der UNI Leipzig,sie machten alles aber nicht das was Sie sollten.Trotz alledem ging ich wieder arbeiten musste zum Betriebsarzt erzählte ihm alles,er gab zur antwort ich darf keine Schichten auf Grund der Befunde arbeiten,ich habe mir bei meinen Ärzten auskunft eingeholt,wo ich bestätigt bekommen habe das ich in Schichten arbeiten kann,was ich auch tat.Irgendwann in laufe der Zeit geschah es ich bekam eine schöne Grippe die nicht besser wurde sowie mein allgemeinbefinden verschlimmerte sich sofortige einweissung ins Krankenhaus resultat akkutes Nierenversagen,wie durch ein wunder schlugen nach ein paar Tagen nach der Dialyse und den Tabletten die Nieren wieder an,die Ärzte ich hätte schon lange nicht mehr arbeiten gehen dürfen.Befund :chroniche Niereninsuffizienz in stadium 3.Mein Nephrologe meinte nun einen Rentenantrag zu stellen,resultat der antrag wurde abgewiesen ich kann 6 Stunden arbeiten gehen am Tag.Was soll ich nun tun lohnt es sich in Wiederspruch zu gehen und zu kämpfen,den durch die krankheit ist mein Infektionsrisiko sehr hoch,
habe Nebenwirkungen durch die Medikamende wie Durchfall Übelkeit Erbrechen,starke Blutdruckschwankungen und jetzt wieder seit 2 Monaten ab und zu starke plötzlich einlagerung von Wasser,sowie Blutarmut die mir mit starker Müdigkeit zu schaffen macht.
Ich muss aber auch an meine Kinder denken vor allem an den kleinsten,soll ich weider kämpfen oder hat es keinen sinn.Wer kann mir einen Rat gebe.

Vielen Dank liebe Grüsse
Peggy

von
Rentenmann

hallo peggy!
auf jeden fall würde ich widerspruch einlegen und ich würde auch noch weiter gehen wenn es nötig ist. wenn ihr krankheitsbild wirklich dem entspricht wie sie es hier geschildert haben, kann man ihnen doch unmöglich die rente ablehnen. legen sie widerspruch ein und kämpfen sie für ihr recht. in unserem tollen rechtsstaat bekommen so viele zu unrecht und für kleinigkeiten eine rente und in wirklich "heftigen" fällen bescheinigt man "vollschichtiges arbeiten". gehen sie auf jeden fall bis vor gericht - ein richter kann sich an gutachten halten, muss aber nicht. lassen sie sich nicht unterkriegen!!

von
Corletto

Sie können gegen den ablehenden Rentenbescheid innerhalb 1 Monats Widerspruch einlegen.

Ist die Frist bereits abgelaufen , bleibt ihnen nur ein neuer EM-Rentenantrag.

Ob sich das im Endeffekt lohnen wird und welches Ergebnis dabei rauskommt, wird ihnen hier niemand im Vorfeld sagen können.

Eine mit Medikamenten behandelbare und gut eingestellte Niereninsuffizienz - bei aller gebotenen Zurückhaltung ohne genaue Kenntnis ihrer Erkrankung - wird für eine EM-Rente normalerweise wohl nicht ausreichen.

Insofern ist der ablehnende Bescheid zumindest medizinisch nachvollziehbar.

Außerdem kommt es eben nicht auf die Diagnose/Erkrankung an sich an , sondern NUR und auschließlich auf deren Auswirkungen auf ihre Erwerbsfähigkeit.

Auch sollten Sie Arbeitsunfähigkeit von einer Erwerbsminderungt unterscheiden.
Wer Arbeitsunfähig ist, ist noch lange nicht Erwerbsgemindert.

Um eine Erwerbsminderung und damit eine EM-Rente zu bekommen, sind viel weitreichendere Einschränkungen/ Erkrankungen sowie medizinische Überprüfungen notwendig als " nur " für eine Arbeitsunfähigkeit !

Der Widerspriuch sollte auch sehr gut formuliert und vor allem medizinisch fachlich nachvollzuiehbar begründet werden , um überhaupt eine reale Erfolgschance zu haben.

Sie sollten hier also mit ihrem behandelndem Facharzt darüber sprechen und sich für den Widerspruch eventuell auch der Hilfe eines Fachanwaltes oder des VDK/SoVD bedienen.

Als Laie ist es äußerst schwierig so ein Widerspruchsverfahren erfolgreich alleine zu führen , zumal bei Ablehnung des Widerspruches im anschließendem Sozialgerichtsverfahren in jedem Falle anwaltliche/sozialverbandliche Rechtshilfe unumgänglich sein würde.

Als Laie kann man sich darum im selbst geführtem Widerspruchsverfahren und den darin lauernden " Fallen " in eine " Rechtsposition " hinein manövrieren , aus der man dann später eventuell nie mehr rauskommt...

Wichtig und für ein erfolgreiches Widerspruchsvefahren absolut notwendig, sind auch NEUSTE, der RV im bisherigen Verfahren
noch nicht bekannte ärztliche Atteste/Befundberichte - je mehr und von verschienden Fachärzten - umso besser !

Die im Verfahren bisher vorliegenden ärztlichen Berichte reichen ja nun offensichtlich nicht für eine EM-Rente aus.

Insofern sollten Sie vor allem von ihrem behandelndem Facharzt ( Nephrologen ) hierzu eine neue umfangreiche Stellungnahme/Befundbericht anfordern und diese am Besten mit dem Widerspruch zusammen gleich bei der RV einreichen.

Viel Erfolg !

Experten-Antwort

Hallo Peggy,

auch wir raten zu einem Widerspruch. In diesem Verfahren können Sie darauf hinwirken, dass eine Gesamtschau Ihrer Erkrankung erfolgt. Die Auswirkungen eventueller Folgekrankheiten und von Nebenwirkungen der eingenommenen Medikamente sollte in die Entscheidung über Ihre Leistungsfähigkeit einbezogen werden. Evtl. können Sie entsprechende ärztliche Unterlagen zu Unterstützung Ihrer Widerspruchsbegründung beibringen.