Erwerbsminderungsrente/ Berechnung Altersrente

von
Bechti

Guten Tag zusammen,
vielleicht kann mir jemand folgende Frage beantworten:

Im Fall einer EM-Rente vor dem 60.LJ wird die Zurechnungszeit bis 60 mit EP gemäß den "Lebensarbeitspunkten" gemittelt und auf 60 hochgerechnet, anschließend werden dauerhaft mqx. 10,8% abgezogen.
Das ist mir soweit klar.

Wie ist es denn bei einer tlw. EM, wenn zusätzlich innerhalb der Hinzuverdienstgrenze weitere EP erworben werden, weil die Tätigkeit sozialabgabepflichtig ist?
Ab einem möglichen Altersrentenbeginn (61.LJ) werden dann von bisherigen EP entsprechend der Rentenzahlung 10,8% abgezogen und der reduzierte Betrag der EM addiert oder wird die Gesamtsumme um 10,8% reduziert?
Das würde allerdings bedeuten, dass der Höhe der EM dann 2x um 10,8% reduziert würde..?

Herzlichen Dank für die möglichen Antworten.

von
Hase

Hallo,
es werden nur die Entgeltpunkte um 10,8% reduziert, die bereits Grundlage der teilweisen EMRT waren z.B. gesamt 60 EP bei halber EMRT = 30 EP. Für die volle vorzeitige Altersrente mit 61 erhalten die restlichen und neu hinzugekommenen EP den Zugangsfaktor dieser Rente.
Ein Sonderfall wäre, wenn Vertrauensschutz für die Altersrente wegen Schwerbehinderung besteht. Dann sollten Sie diese Rente schon mit 60 ohne Kürzung beantragen. Lassen Sie sich doch ausführlich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV informieren.

Experten-Antwort

Hallo Bechti,

die neben dem Bezug einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung aufgrund von z.B. einer Beschäftigung erworbenen Entgeltpunkte und die Entgeltpunkte, die der Berechnung der teilweisen Erwebsminderungsrente noch nicht zugrunde gelegen haben, sind Bestandteil einer Nachfolgerente (z.B. Altersrente) und werden mit dem dann für diese Rente geltenden Zugangsfaktor berechnet.

Die bisher berücksichtigten Entgeltpunkte der EM-Rente unterliegen dem Besitzschutz und werden auch in dem bisherigen Umfang bei der Nachfolgerente berechnet.

Sollte es also bei einer Altersrente ebenfalls zu Abschlägen kommen, gilt dieser nur für die Entgeltpunkte, die bisher noch nicht Bestandteil der Rentenberechnung gewesen sind.
Sofern bei einer Altersrente wegen Schwerbehinderung mit Vollendung des 61. Lebensjahres ggf. eine Rentenminderung i.H.v. 7,2 % anfallen würde, so würden die Entgeltpunkte, die der Berechnung der Erwerbsminderungsrente unterlagen, weiterhin die Kürzung von 10,8 % erfahren, die neu hinzugekommenen und die bisher noch nicht berücksichtigten Entgeltpunkte jedoch nur noch einer Kürzung von 7,2 % unterliegen.

von
Bechti

Herzlichen Dank für die Infos.
Ich muss zugeben, dass ich sie mehrfach durchlesen musste, um sie zu begreifen, aber das war vermutlich bei meiner Fragestellung ebenso.

Habe bereits einen Beratungstermin bei der DRV Bund.