Erwerbsminderungsrente

von
vivilchen2609

Guten Tag,

seit Juli 2010 bin ich wegen chronische Achillodynie (beidseitig) krankgeschrieben, ursprünglich leide seit ca. sieben Jahren an dieser Krankheit, dazu kommt Fingergelenkpolyathrose beidseitig sowie degenerative Wirbelsäulenveränderung mit rezidivierenden Lumbalgen. Zwei Rehamaßnahme die von mir eigenständig beantragt wurden hatten keinen Erfolg. Nun hat mich im Februar 2011 aufgrund des andauernden Krankenstandes meine KK aufgefordert innerhalb von 10 Wochen einen Reha-Antrag zu stellen. Dem bin ich auch gefolgt mit dem Ergebnis das diese Reha seitens der Rentenversicherung mit der Begründung (Zitat) "Die Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Reha nicht wessentlich oder wiederhergestellt oder hierdurch wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann" abgelehnt wurde.
Zu erwähnen ist, dass ich zuvor durch den MDK untersucht wurde mit dem Ergebnis (Zitat) " Erhebliche Gefährdung der EF liegt vor. Es besteht die Indikation zur erneuten stationären fachorthopädischen Rehabilitation". Einen Schwerbehindertenausweis mit 50 Grad mit Kennzeichen "G" wurde mir mittlerweile zugesprochen.
Ich habe meine KK mitgeteilt das die Reha abgelehnt wurde, der Sachbearbeiter sah den Sachverhalt relativ klar und meinte telefonisch jetzt könne es nur noch um eine Umwandlung handeln. Der Sachbearbeiter schrieb sofort die Rentenversicherung mit der Bitte um Prüfung der Voraussetzung nach § 116 Abs. 2 Nr. 2 SGB VI an. Heute bekam ich einen Anruf der KK bzgl. der Prüfung, es wurde mir telef. mitgeteilt das die Prüfung negativ ausgefallen ist. WIe gesagt, einen offiziellen Rentenantrag habe ich nicht gestellt..., jetzt weiß ich ehrlich gesagt nicht wie es weiter geht, welche Möglichkeiten habe ich noch?
Zu erwähnen wäre das ich als Verkäuferin (Festvertrag) arbeite, wobei ich meine Arbeitsstunden auf 15 std / Woche reduziert habe.

Danke im Voraus

von
KSC

Wie es weitergeht, weiß auch kein Forumsteilnehmer.

Derzeit sind Sie seit längerer Zeit krank und erhalten wohl noch Krankengeld.

Die Krankenkasse hat verucht aus der Zahlungsverpflichtung loszukommen, indem sie hoffte der Reha Antrag wird in einen Rentenantrag umgedeutet.
Wenn dem nicht so ist, hat die Kasse halt Pech gehabt und muss das KG für die maximale Dauer von 78 Wochen weiterzahlen, sofern Ihr Doc Sie nicht gesund schreibt.

Mehr ist noch nicht passiert!

Sie können jederzeit handeln und das Verfahren selbst in die Hand nehmen in dem Sie z.B. einen Rentenantrag stellen.

Wird dieser bewilligt wäre alles klar, wird er abgelehnt sind Sie in der gleichen Lage wie heute.
Im schlimmsten Fall sind Sie weiter krank, das KG läuft aus und Sie beantragen gemäß Ihrem Restleistungsvermögen Arbeitslosengeld.
Sollte sich das Leiden verschlimmern können Sie jederzeit wieder einen Rentenantrag stellen, schlimmstenfalls läuft irgendwann das ALG 1 aus und Sie beantragen ALG II falls Sie bedürftig sind....

von
Fritzi

Hallo
Vergessen wurde von KSC bei Ablehnung können müssten sollten sie Klagen.
PS: nach meiner Einschätzung mit guten Chancen.

MfG

von Experte/in Experten-Antwort

Siehe Beiträge von "KSC" und "Fritzi", (leider!).

von
...

Zitiert von: Fritzi

Hallo
Vergessen wurde von KSC bei Ablehnung können müssten sollten sie Klagen.
PS: nach meiner Einschätzung mit guten Chancen.

MfG

@Fritzi
Na klar, immer klagen, klagen, klagen und wenn’s geht bis vors BSG ...
Mal davon abgesehen kann vivilchen2609 gar nicht klagen ... es liegt weder ein Widerspruchsbescheid zum Reha-Antrag vor, noch wurde die Rente von Ihr überhaupt beantragt.
Und was die Chancen betrifft, würde ich mich mit Ihren "Einschätzungen" bisschen zurückhalten, oder sind Sie Sozialmediziner und haben vivilchen2609 begutachtet.

@vivilchen2609
Wenn Sie einen Rentenantrag stellen wollen, reichen Sie alle Gutachten und Befundberichte ein die Ihnen noch vorliegen. Anhand der bisher vorliegenden Unterlagen geht die DRV nicht von einer Erwerbsminderung aus, sonst wäre der Reha-Antrag nach § 116 VI umgedeutet worden. Viel Erfolg und gute Besserung.

von
vivilchen2609

Vielen dank für die Anworten und eure Hilfe. Liebe Grüße

von
Kämpfer

Natürlich sofort Rentenantrag auf volle Erwerbsminderung stellen, dann sehen was passiert.

Bei Ablehnung Widerspruch einlegen.sollte dieser auch negativ beschieden werden, dann Klagen denn auch ich sehe gute Chancen, denn wenn Reha abgelehnt wird weil die RV. keine Besserung sieht, dann widerspricht sich dass ja schon in sich.