Erwerbsminderungsrente / Freistellungsphase

von
Klara

Ich (geb. Sept. 1951) befinde mich derzeit in der Freistellungsphase meiner Altersteilzeit, die am 30.09.2014 enden wird.
Da ich keinen Schwerbehindertenausweis habe (GdB 40) und die 45 Jahre nicht mehr erreiche, hätte ich eine Rentenkürzung von 7,2 %.
Da ich wärende der Freistellungsphase schwer erkrankt bin, überlege ich mir, statt der Altersrente eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen, da die EM-Rente ab dem 63. Lj. ohne Kürzung gezahlt wird.
Ist diese Überlegung richtig, oder gibt es Gründe, weshalb eine EM-Rente nicht beantragt werden sollte.

von
=//=

1. Für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen beträgt die Wartezeit nur 35 Versicherungsjahr und kein 45.

2. Allerdings reichen die 40 % für diese Altersrente nicht aus, es müssen zu Beginn der Rente 50 % sein. Können Sie evtl. einen Erhöhungsantrag stellen?

3. Sie können natürlich jederzeit eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Würde diese vor dem 30.09.2014 (Ende der ATZ) beginnen, würde es sich evtl. um einen sog. "Störfall" handeln. Wird dann ein bißchen kompliziert.

Sie sollten sich unbedingt individuell bei der DRV beraten lassen. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, der wegen der Vielzahl von Anfragen vermutlich erst im August sein wird.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Klara,

bei Ihrer Anfrage gehe ich entgegen der Aussagen von „=//=“ davon aus, dass Sie in die Altersrente wegen ATZ oder Frauen gehen wollten, mit 7,2 Prozent Abschlag, da sie eben nicht in die „neue“ Altersrente für besonders lang. Vers. und auch nicht in die Altersrente für Schwerbehinderte gehen können, da für beide Rentenarten die Voraussetzungen nicht erfüllt sein werden.

Grundsätzlich besteht aber immer die Möglichkeit auch eine EM-Rente (Erwerbsminderungsrente) zu beantragen. Wegen § 264d SGB VI und bei einem unterstellten Rentenbeginn 01.10.2014 wäre auch bei dieser Rente noch von einem Abschlag von 2,4 Prozent auszugehen. Aufgrund des Ermessensspielraumes, der bei der Entscheidung über das Vorliegen von Erwerbsminderung vom Rentenversicherungsträger ausgeübt werden kann, kann natürlich hier im Forum keine konkrete Aussage zum tatsächlichen Beginn einer eventuellen EM-Rente getätigt werden. In Fällen, wo der Eintritt der Erwerbsminderung nicht eindeutig festzustellen ist, gehen die Rentenversicherungsträger aber oft vom Antragsdatum als Eintritt der Erwerbsminderung aus, was bei Dauerrenten zu einem Rentenbeginn im Folgemonat führt. Für den Fall einer Zeitrente würde diese allerdings wegen
§ 101 Abs. 1 SGB VI erst mit Beginn des siebten Monats nach dem Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit geleistet werden.