Erwerbsminderungsrente / Reha

von
Sabine

Liebes Expertenteam, liebe Forumsmitglieder,

mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente wurde leider abgelehnt und ich schreibe gerade den Widerspruch. Ich lege diesem auch eine aktuelle Empfehlung meiner Onkologin bei, dass aktuell meine Leistungsfähigkeit unter 3h liegt (bin auch schon länger krank geschrieben) und evtl eine erneute onkologische Reha helfen könnte.

Nun meine Frage: sollte die DRV mir eine erneute onkologische Reha bewilligen und bei dieser ergibt sich, dass meine Lstgfähigkeit unter 3h bzw unter 6h liegt und mir würde dann eine (teilweise) Erwerbsminderungsrente gewährt, zählt dann der Beginn ab erstem Antrag auf Erwerbsminderungsrente oder hätte ich dann nach Reha erst wieder das halbe Jahr Pause?

Vielen Dankxund liebe Grüsse,
Sabine

von
k-o-r

Zitiert von: Sabine
Liebes Expertenteam, liebe Forumsmitglieder,

mein Antrag auf Erwerbsminderungsrente wurde leider abgelehnt und ich schreibe gerade den Widerspruch. Ich lege diesem auch eine aktuelle Empfehlung meiner Onkologin bei, dass aktuell meine Leistungsfähigkeit unter 3h liegt (bin auch schon länger krank geschrieben) und evtl eine erneute onkologische Reha helfen könnte.

Nun meine Frage: sollte die DRV mir eine erneute onkologische Reha bewilligen und bei dieser ergibt sich, dass meine Lstgfähigkeit unter 3h bzw unter 6h liegt und mir würde dann eine (teilweise) Erwerbsminderungsrente gewährt, zählt dann der Beginn ab erstem Antrag auf Erwerbsminderungsrente oder hätte ich dann nach Reha erst wieder das halbe Jahr Pause?

Vielen Dankxund liebe Grüsse,
Sabine

Das kann ja keiner so beantworten wie es vielleicht gewünscht ist. Es wurde ein Antrag auf EM-Rente gestellt, welcher abgelehnt wurde, somit gibt es ja keine Entscheidung über irgendeinen "Beginn".

Ein Widerspruch (und was da vielleicht noch folgt) würde ja jetzt erst mal darauf zielen das eine andere Entscheidung getroffen wird, als die Ablehnung, und dann würde ja der "Beginn" erst mal festgelegt werden.

H.

Experten-Antwort

Hallo Sabine,
ausschlaggebend für den Beginn einer Erwerbsminderungsrente ist neben dem Eintritt der Erwerbsminderung (Leistungsfall) auch ob es sich um eine befristete oder unbefristete Rente handelt. Aus diesem Grund kann der Beginn einer Erwerbsminderungsrente erst nach Feststellung der Erwerbsminderung festgelegt werden.

Grundsätzlich gilt:
Eine befristete Rente beginnt im Regelfall frühestens mit dem siebten Kalendermonat nach Eintritt Ihrer Erwerbsminderung. Damit sie rechtzeitig gezahlt werden kann, reicht es aus, wenn Sie die Rente bis zum Ablauf dieses siebten Kalendermonats beantragen. Stellen Sie Ihren Antrag erst später, beginnt die Rente „auf Zeit“ erst mit dem Antragsmonat.
Eine Ausnahme gilt für befristete Renten wegen voller Erwerbsminderung, bei denen der Anspruch unabhängig von der Arbeitsmarktlage besteht: Wenn die Feststellung der vollen Erwerbsminderung dazu führt, dass Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Krankentagegeld endet, kann Ihre Rente wegen voller Erwerbsminderung bei rechtzeitiger Antragstellung bereits vor dem siebten Kalendermonat nach Eintritt der Erwerbsminderung beginnen. Dadurch sollen Versorgungslücken vermieden werden.
Endet Ihre befristete Rente und hat sich Ihr Gesundheitszustand nicht gebessert, können Sie die Rente natürlich weiterhin erhalten – eventuell erneut befristet. Deshalb sollten Sie rechtzeitig (vier Monate vor Ablauf der Befristung) einen Weiterzahlungsantragstellen.

Eine unbefristete Rente wird ab dem Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung gezahlt, wenn Sie Ihren Rentenantrag innerhalb von drei Kalendermonaten nach Eintritt der Erwerbsminderung bei der Rentenversicherung einreichen. Liegt Ihr Antrag erst nach Ablauf der drei Kalendermonate vor, zahlt die Rentenversicherung die Rente erst vom Antragsmonat an.

Freundliche Grüße