Erwerbsminderungsrente und der Kampf dafür

von
Mesmeralda

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe ein Problem (wer hätte es gedacht) Im April 2012 habe ich die EM - Rente beantragt. Natürlich wie es so sein soll hieß es Reha vor Rente. Eine Klinik wurde mir vorgeschlagen, ich war beim Vorgespräch musste aber dann die Reha Maßnahme verschieben da ich niemand für meine Hunde hatte. Ein Jahr ist vergangen bis ich endlich in Reha gehen konnte, zwischendrin hat die DRV mich immer und immer wieder aufgefordert in eine Klinik zu gehen was ich leider verweigern musste.

Klar war natürlich dass die DRV sich schon solangsam denkt ich wäre nur auf das Geld aus, weil ich immer wieder verneint habe.

Dann hatte ich endlich jemand für die Hunde, ging in die Klinik, und habe nach einer Woche abbrechen müssen. Nicht wegen der Hunde sondern wegen meiner Gesundheit. Ich habe eine stark ausgeprägte Panik Störung. Hab mich in der Einrichtung nur im Zimmer verkrochen, hab mich zu keiner Maßnahme getraut, auch nicht auf gut zureden der Ärzte. Ich lag nur heulend im Zimmer, habe gekotzt, hatte Migräne und einen Kreislaufzusammenbruch. Dann bin ich nach Hause gefahren.

In meinem Entlassungsbericht stand: Patientin hat auf eigenen Wunsch verlassen. Bevor ich abgebrochen habe, habe ich mich natürlich bei der DRV informiert ob dies ein Problem wäre? Leider war meine Ansprechpartnerin im Urlaub, aber ihre Vertretung meinte: Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Ich wünsche Ihnen alles gut. Also dachte ich: gut dann kannst du ja endlich nach Hause gehen.

Falsch gedacht, denn damit fing der ganze Dreck erst an. Das Arbeitsamt fühlt sich nicht mehr in der Lage mir zu helfen, hat mich aufgefordert die Rente zu beantragen. Die DRV sagt nach wie vor, ohne Reha kein Geld.

Da ich umgezogen bin, und von meinem neuen Psychiater ein Reha Unfähigskeitsgutachten haben wollte, sagte dieser dass er mir keins erstellen könne da er mich nicht kennt. Mein alter Arzt wohnt 650km weit weg. Tja nun stehe ich da und weiß nicht was ich tun soll.

Letzte Woche habe ich der DRV einen Brief geschrieben, gebeten ob es nicht möglich wäre mich zum Medizinischen Dienst zu schicken, leider keine Reaktion. Ich bin echt verzweifelt. Ich weiß ich muss mir helfen lassen, und die Reha wäre auch eine gute Chance, aber ich kann es einfach nicht. Ich traue mich kaum mehr aus dem Haus. Ich traue mich kaum mehr Auto zu fahren. Zu jedem Termin muss man mich hin begleiten, ich habe schlichtweg meine Selbstständigkeit verloren.

von
Sozialröchler?

Und wie soll man Ihnen hier im Forum jetzt weiterhelfen? Haben Sie eine konkrete Frage?

von
Anna

Bei derart ausgeprägten Symptomen sollte sich Ihr Psych. doch recht schnell ein Bild machen und dann das Attest verfassen können??

Ein Attest von "aussen" ist für die DRV jedoch kein Grund dies auch zu akzeptieren.
Da findet sich ruckzuck ein DRV-Arzt der das Attest mit einem halben Satz ausser Kraft setzt. Der muß weder mit Ihnen noch mit dem erstellenden Arzt reden.
Mich wundert, dass sie noch die Kraft zum Reha verschieben, dann kraftvolles Verweigern, Abbrechen und Heimfahren hatten - vielleicht sieht man in all der aufgebrachten Energie noch Ihre Ressource?
Es klingt wirklich noch nicht ganz hoffnungslos wenn Sie derart kämpfen, Hunde versorgen und ab und an sogar Auto fahren können - und das ist nicht böse gemeint!

Sie werden weder gegen die DRV noch gegen KK oder AfA ankommen können wenn Sie irgendeine Leistung beziehen möchten.
Alles was von den DRV-Ärzten für zumutbar befunden wird fällt in Ihre Mitwirkungspflicht.

Es ist so schade.............andere kämpfen um eine Reha und könnten wirklich wiederhergestellt werden........anderen wird eine Zwangsbehandlung aufgezwungen und damit die Restgesundheit und jegliches Vertrauen zu Behandlern zerstört.

mfg

von
Mesmeralda

Meine Frage ist was kann ich nun tun?

Klar geht die Hunde versorgen noch das ist aber das einzige. Das Auto steht seit zwei Wochen IM Hof und wird nicht bewegt. Ich schaffe es nicht mal mehr zum Psychiater obwohl dies dringend wäre.

Danke für die Antworten.

von
kleine Ratte

Das hört sich ja alles nicht gut an.
Vielleicht wäre momentan eine Therpie zur psychischen Stabilisierung in einer Akutklinik sinnvoll und anschließend eine Reha ?

alles Gute von der kleinen Ratte

von
???

Durch Ihren Umzug stehen Sie nun im Rentenverfahren ohne Unterstützung Ihres behandelnden Arztes da. Wie problematisch das ist, merken Sie ja bereits. Ich würde der DRV die Situation schriftlich schildern und eine Begutachtung fordern. Ob es was hilft, kann keiner sagen, aber Sie gewinnen wenigstens Zeit. Und vielleicht haben Sie ja Glück und müssen nicht zur Kur.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Mesmeralda,

zunächst einmal sollten Sie nicht glauben, dass die Sozialleistungsträger bösgläubig sind.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Tipp der "kleinen Ratte" auch meiner wäre, da Sie -so wie Sie Ihren Zustand beschreiben- nicht mehr in der Lage sind, am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Hilfeinanspruchnahme hängt aber auch mit Leidensdruck zusammen. Wenn Sie etwas ändern möchten, sollten Sie Hilfe in Anspruch nehmen.
Fachlicher Hinweis: Die Agenturen für Arbeit können nicht zur Rentenantragstellung auffordern, sondern lediglich zur Reha-Antragstellung. Es zielt aber auf die Rente ab.
Nehmen Sie Hilfe in Anspruch und fassen Sie Vertrauen -auch zum Sozialleistungsträger.
Ich kenne viele Leute dort, die das Herz am rechten Fleck haben.
Freundliche Grüße

von
Klarst

Zitiert von: Mesmeralda

Hallo liebe Gemeinde,

ich habe ein Problem (wer hätte es gedacht) Im April 2012 habe ich die EM - Rente beantragt. Natürlich wie es so sein soll hieß es Reha vor Rente. Eine Klinik wurde mir vorgeschlagen, ich war beim Vorgespräch musste aber dann die Reha Maßnahme verschieben da ich niemand für meine Hunde hatte. Ein Jahr ist vergangen bis ich endlich in Reha gehen konnte, zwischendrin hat die DRV mich immer und immer wieder aufgefordert in eine Klinik zu gehen was ich leider verweigern musste.

Klar war natürlich dass die DRV sich schon solangsam denkt ich wäre nur auf das Geld aus, weil ich immer wieder verneint habe.

Dann hatte ich endlich jemand für die Hunde, ging in die Klinik, und habe nach einer Woche abbrechen müssen. Nicht wegen der Hunde sondern wegen meiner Gesundheit. Ich habe eine stark ausgeprägte Panik Störung. Hab mich in der Einrichtung nur im Zimmer verkrochen, hab mich zu keiner Maßnahme getraut, auch nicht auf gut zureden der Ärzte. Ich lag nur heulend im Zimmer, habe gekotzt, hatte Migräne und einen Kreislaufzusammenbruch. Dann bin ich nach Hause gefahren.

In meinem Entlassungsbericht stand: Patientin hat auf eigenen Wunsch verlassen. Bevor ich abgebrochen habe, habe ich mich natürlich bei der DRV informiert ob dies ein Problem wäre? Leider war meine Ansprechpartnerin im Urlaub, aber ihre Vertretung meinte: Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Ich wünsche Ihnen alles gut. Also dachte ich: gut dann kannst du ja endlich nach Hause gehen.

Falsch gedacht, denn damit fing der ganze Dreck erst an. Das Arbeitsamt fühlt sich nicht mehr in der Lage mir zu helfen, hat mich aufgefordert die Rente zu beantragen. Die DRV sagt nach wie vor, ohne Reha kein Geld.

Da ich umgezogen bin, und von meinem neuen Psychiater ein Reha Unfähigskeitsgutachten haben wollte, sagte dieser dass er mir keins erstellen könne da er mich nicht kennt. Mein alter Arzt wohnt 650km weit weg. Tja nun stehe ich da und weiß nicht was ich tun soll.

Letzte Woche habe ich der DRV einen Brief geschrieben, gebeten ob es nicht möglich wäre mich zum Medizinischen Dienst zu schicken, leider keine Reaktion. Ich bin echt verzweifelt. Ich weiß ich muss mir helfen lassen, und die Reha wäre auch eine gute Chance, aber ich kann es einfach nicht. Ich traue mich kaum mehr aus dem Haus. Ich traue mich kaum mehr Auto zu fahren. Zu jedem Termin muss man mich hin begleiten, ich habe schlichtweg meine Selbstständigkeit verloren.

Sie brauchen keine Reha sondern müssen S O F O R T in eine psychiatrscihe AKUTklinik. Nur dort kann man ihnen in ihrem jetzigen Zustand noch helfen. Eine Reha würde da gar nichts bringen.

von
Dr. Ernst

Zitiert von: Mesmeralda

Meine Frage ist was kann ich nun tun?

Klar geht die Hunde versorgen noch das ist aber das einzige. Das Auto steht seit zwei Wochen IM Hof und wird nicht bewegt. Ich schaffe es nicht mal mehr zum Psychiater obwohl dies dringend wäre.

Danke für die Antworten.

Sie sind schwer akut krank. Begreifen Sie dies eigentlich nicht ?

Darum müssen Sie umgehend in stationäre Behandlung in eine psychiatrische Klinik. Geben Sie die Hunde solange ins Tierheim. Es geht jetzt nur noch um Sie und nicht mehr um irhe Hunde. Da gibt es doch imemr Möglichkeiten. Wenn Sie nämlich so weiter rumeiern wie bisher werden ihre Hunde demnächst gar nichts mehr von ihnen haben, weil Sie dann zu gar nichts mehr in der Lage sein werden und nur noch vor sich hin vegetieren. Sie müssen ihr Leben jetzt schnellstens wiewder auf die Kette kriegen. Es ist schon 5 nach 12. Wachen Sie endlich auf und machen Sie was !!!

von
Mesmeralda

Danke.Das weiß ich selbst, ändert nur nichts an dem Problem mit der Rente oder? Denn die Akut Klinik wird mir bei der Reha nicht anerkannt, das wurde mir jetzt schon oftmals gesagt. Habe nun ambulante Betreuung beantragt die mich bei meinen Arzt Terminen begleitet.

von
Meteor

Zitiert von: Mesmeralda

Fachlicher Hinweis: Die Agenturen für Arbeit können nicht zur Rentenantragstellung auffordern, sondern lediglich zur Reha-Antragstellung.

Kleiner Einwurf,die Agentur für Arbeit kann das natürlich nicht,dafür aber die Job Center.
Menschen, die ALG II erhalten, sind
verpflichtet andere Sozialleistungen zu
beantragen, wenn diese Vorrang haben,von daher gibt es ja die
Zwangsverrentung mit 63.

von
Dr. Ernst

" Denn die Akut Klinik wird mir bei der Reha nicht anerkannt"

Das zwar nicht, hilft aber event. eine Rente zu bekommen OHNE in die Reha zu müssen..