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erwerbsminderungsrente und schwerbehindertengrad

von
Angela

Seit 2003 habe ich einen Schwerbehindertengrad von 40 % und bezog eine teilweise Erwerbsminderungsrente, die jetzt wegen immer schlechter werdenden Gesundheitszustandes in die volle Erw.-Mind.-Rente umgewandelt wurde. Wäre es sinnvoll, einen Antrag auf Erhöhung des GdB zu stellen, welche Vorteile hätte dieser und hätte dies auch Auswirkungen auf die Abzüge von 10,8 % bzw. bei Übergang in die Altersrente?
Danke für Ihre Antwort im voraus.

von
Corletto

Mit &#34; nur &#34; 40% haben Sie KEINEN Schwerbehindertenstatus.

Dieser beginnt erst ab einem Grad der Behinderung von mindestens 50 % .

Ein Grad der Behinderung und eine Rente wegen Erwerbsminderung haben nichts miteinander zu tun.

Natürlich können Sie immer einen Verschlechterungsantrag stellen und versuchen somit den Grad ihrer Behinderung zu erhöhen um zumindest den Schwerbehindertenstatus mit 50 % zu erreichen.

Sie haben aber als EM-Rentner außer einem erhöhten Steuerfreibetrag ( wenn Sie nicht schon eine NV-Becheinigung haben ), dadurch keinerlei Vorteile.

Beim Übergang in die Altersrente ist jedoch eine Schwerbehinderung insofern von Vorteil, da Sie ihre EM-Rente dann zu einem früheren Zeitpunkt in die Altersrente umwandeln können.

An der Höhe der Rente ändert sich jedoch in den meistens Fällen nichts.

von
kati1

Corletto, und wenn früher in Rente mit einer Schwerbehinderung, winkt da trotzdem der Abzug?

Also wäre man da ja auch angeschmiert. Schwerbehindert, früher in Rente, und dann noch Abzüge.

Ich bin schwerbehindert GdB 50 und kann auch erst mit 65 J. und 2 Monaten meine volle Rente bekommen.
Ich überlege, ob ich ATZ mache und meine Firma da mitspielt. Die zicken etwas.

Im alten Arbeitsvertrag steht (25 J. alt), dass ich mit 63 das Rentenalter erreicht habe.
Das ist doch wohl bei diesen Zeiten nicht mehr gültig.

Im neuen Vertrag steht darüber nichts mehr. Die Zeiten haben sie ja geändert.
Oder droht gar Zwangsverrentung? Da stelle ich mich aber auf die Hinterbeine, Gruss kati1

von
Offiziell

Offiziell hat ein GdB mit einer Erwerbsminderungsrente nichts zu tun; für MICH INoffiziell allerdings ganz gewaltig!

Eine der ersten Fragen während einer Reha (Reha vor Rente) war bisher IMMER die Frage nach dem Schwerbehindertenausweis.

Nach der 4. Rentenverlängerung bin ich SEHR davon überzeugt, dass ohne mein GdB von 80% keine weitere Verlängerung mehr erfolgt wäre.

Ist aber nur meine persönliche Meinung und es sind auch nur meine persönlichen Erfahrungen.

von
Corletto

Natürlich unterstützt ein zuerkannter
Schwerbehíndertenstatus und da ein möglichst hoher GdB ,
indirekt - auch den Antrag auf eine EM-Rente.

Vor allem wenn die Erkrankungen/Beschwerden/Einschränkungen welche zur Anerkennung der Schwerbehinderung geführt haben , dieselben sind welche im EM-Rentenantrag angeführt werden.

Und wenn der Schwerbehindertenstatus dann noch ( kurz ) vor dem EM-Rentenantrag festgestellt wurde, sollten die ärztlichen Unterlagen/Atteste/Befundbericht natürlich auch mit bei der RV eingereicht werden.

Zur vorgezogenen Altersrente wegen Schwerbehinderung und den Abzügen :

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_11950/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Leistungen/Alter/alter__Behindert__node.html__nnn=true

von
Keith Moon

Hallo Kati,

selbst bei Geburtsjahrgang 1964 und
jünger wurde die Altersgrenze für die
Altersrente bei Schwerbehinderung
lediglich auf 65 Jahre angehoben.

Ein Rentenalter "65 plus 2 Monate"
findet sich bei der Altersrente für
schwerbehinderte Menschen nicht.

Sofern Sie (beispielsweise) Geburtsjahrgang 1948 sind,
erreichen sie zwar die Regelaltersgrenze erst mit
65 Jahren und zwei Monaten,
die AR für schwerbehinderte
Menschen können sie - sofern
die übrigen Voraussetzungen
erfüllt werden, u.a 35 Versicherungsjahre etc. - bereits
mit 63 Jahren ohne Abschläge in Anspruch nehmen.

von
Rosanna

Hallo Kati1,

&#62;&#62;Im alten Arbeitsvertrag steht (25 J. alt), dass ich mit 63 das Rentenalter erreicht habe.&#60;&#60;

Seit wann steht in einem Arbeitsvertrag das Rentenalter? Selbst wenn, hat das vor 25 Jahren auch schon nicht gestimmt. Das Rentenalter (für die Regelaltersrente) war immer das 65. Lebensjahr! Denn für eine vorzeitige Altersrente sind ja zusätzliche Voraussetzungen zu erfüllen, die man zu Beginn der Beschäftigung überhaupt nicht voraussehen kann...

Je nachdem, welcher Jahrgang Sie sind, können Sie die Altersrente für schwerbehinderte Menschen ja auch schon mit 63 abschlagsfrei in Anspruch nehmen (ohne Vertrauensschutz/ bis Jahrgang 1951). Danach wird diese Altersgrenze in 1-Monatsschritten angehoben.

Weitere Voraussetzung für diese AR ist natürlich die Wartezeiterfüllung von 35 Vers.Jahren.

Also nur keine Panik!

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Sehr geehrte Angela,
sicher kann es für die Altersrente sinnvoll sein, einen höheren Grad der Behinderung (mindestens 50 vom Hundert) zu erreichen. Und zwar in erster Linie dann, wenn Sie 35 Jahre rentenrechtliche Zeiten zurückgelegt haben, die Erwerbsminderung nur auf Zeit anerkannt wurde, oder Sie noch nach Eintritt des Leistungsfalles der vollen Erwerbsminderung noch weitere insbesondere hohe Beiträge entrichtet haben. Zumindest verkehrt erscheint mir aus der Ferne der Antrag auf höhere Prozente nicht.

Eine Auswirkung auf die Rentenminderung von 10,8 Prozent wird nicht eintreten.

An alle anderen:
Bei Schwerbehinderung und 35 Jahren rentenrechtlichen Zeiten liegt das abschlagsfreie Rentenalter künftig je nach Fall zwischen 63 und 65 (60 ist nur noch ganz selten möglich - nämlich für alle bis 16.11.1950 geborenen, die am 16.11.2000 bereits schwerbehindert, berufs- oder erwerbsunfähig waren und bei Rentenbeginn auch sind).
Das Problem von kati1 mit dem Arbeitsvertrag auf das 63. Lebensjahr hat zumindest der Gesetzgeber in § 41 SGB VI geklärt: er gilt auf das Regelrentenalter abgeschlossen. Die Frage ist meines Erachtens nun, welche Vorstellungen sich im Dialog mit dem Arbeitgeber realisieren lassen..., aber das gilt grundsätzlich immer.