Erwerbsminderungsrente und Versorgungsausgleich

von
Martin Strohrmann

Meine Frau war Angestellte im öffentlichen Dienst. Sie ist erwerbsunfähig und erhält eine Rente von der Stadt Dortmund. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens werden Anteile meiner Rentenansprüche bei der Deutschen Rentenversicherung auf sie übertragen. Wird meine Frau dadurch eine Erwerbsminderungsrente von der DRV erhalten oder erhält sie erst später eine Altersrente?

von
Anfänger

Zitiert von: Martin Strohrmann

Sie ist erwerbsunfähig und erhält eine Rente von der Stadt Dortmund

Vielleicht eine Betriebsrente, zusätzlich zur Erwerbsminderungsrente der DRV, auf jeden Fall nicht anstatt der DRV-Rente. Fragen Sie nochmal nach!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Martin Strohrmann,

der geschilderte Sachverhalt wird im Einzelfall für Ihre Frau geklärt werden müssen. Ein Anspruch auf betriebliche Rente begründet nicht automatisch einen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente bei der Deutschen Rentenversicherung.

Vielmehr wäre zu prüfen, ob Ihre Frau die versicherungrechtlichen und medizinischen Voraussetzungen für eine solche Rente erfüllen würde. Sie müßte mindestens
5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben und in den letzen 5 Jahren zusätzlich mindestens 3 Jahr Pflichtbeiträge geleistet haben. Im Rahmen der medizinischen Voraussetzungen wäre u.a. zu prüfen, ob sie auf Dauer noch in der Lage wäre 3 Stdn. täglich zu arbeiten.

Sofern sich die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente bestätigen würden und das Scheidungsverfahren/der Versorgungsausgleich bis dahin rechtsgültig abgewickelt wäre, würden die übertragenen Entgeltpunkte/Ansprüche bei der Bewilligung einer Erwerbsminderungrente auch direkt berücksichtigt. Ansonsten würde sich der übertragene Anspruch erst bei der späteren Altersrente Ihrer Frau auswirken