Erwerbsminderungsrente / Verlängerung

von
SonneAC

Guten Tag liebe Forumsmitglieder und Experten,

wie wahr oder unwahrscheinlich ist es,dass nach 16 Jahren Bezug der Arbeitsmarktrente ein Weitergewährungsantrag abgelehnt wird?

Lg

von
=//=

Das läßt sich nicht mit Bestimmtheit beantworten. Eine Arbeitsmarktrente wird ja dann gezahlt, wenn das Leistungsvermögen bei 3 bis unter 6 Stunden liegt und der (Teilzeit-)Arbeitsmarkt verschlossen ist oder als verschlossen gilt.

Je nach Krankheitsbild kann sich das Leistungsvermögen im Laufe der Jahre verbessern, so dass es mehr als 6 Stunden beträgt. Dann wird keine Rente mehr gezahlt.

Ich vermute (das ist aber kein Versprechen! :-) ), dass sich nach 16 Jahren nichts mehr ändert/geändert hat. Wenn Sie einen Weitergewährungsantrag gestellt haben, müssen Sie die Entscheidung Ihres RV-Trägers abwarten.

von
SonneAC

Danke für Ihre Antwort :)....nein nach 16 Jahren hat sich nichts geändert,wird es auch nicht,das warten macht mich immer kirre

Experten-Antwort

Hallo Sonne AC,

zusätzlich zur Prüfung der medizinischen Voraussetzung (siehe Antwort =/=) ist bei Arbeitsmarktrenten stets auch die Arbeitsmarktlage zu prüfen. Diese Renten werden daher immer auf maximal 3 Jahre befristet bzw. maximal um 3 Jahre verlängert. Die Vermittlungschancen von teilweise Erwerbsgeminderten werden von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gegenwärtig als gering eingeschätzt. Es ist allerdings vorgesehen, im Jahr 2018 unter Einschaltung der BA zu prüfen, ob sich Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ergeben haben, die es teilweise Erwerbsgeminderten besser ermöglichen, eine Teilzeitbeschäftigung zu finden. Eine Prognose hinsichtlich der zukünftigen Bewertung des Teilzeitarbeitsmarktes ist daher derzeit schwer.

von
Herz1952

Zitiert von: SonneAC

Guten Tag liebe Forumsmitglieder und Experten,

wie wahr oder unwahrscheinlich ist es,dass nach 16 Jahren Bezug der Arbeitsmarktrente ein Weitergewährungsantrag abgelehnt wird?

Lg

Ich schätze die Wahrscheinlichkeit auf unter 10%

von
Unfassbar

Zitiert von: Herz1952

Zitiert von: SonneAC

Guten Tag liebe Forumsmitglieder und Experten,

wie wahr oder unwahrscheinlich ist es,dass nach 16 Jahren Bezug der Arbeitsmarktrente ein Weitergewährungsantrag abgelehnt wird?

Lg

Ich schätze die Wahrscheinlichkeit auf unter 10%


Sind Sie amtlich bestellter Schätzer oder nur Hobbyschätzer? Wie können Sie eine derartige Schätzung abgeben, ohne den genauen Sach- und Krankheitsverlauf zu kennen? Lassen Sie endlich mal die Kirche im Dorf. Ich fasse es nicht.

von
Schorsch

Zitiert von: SonneAC

Es ist allerdings vorgesehen, im Jahr 2018 unter Einschaltung der BA zu prüfen, ob sich Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt ergeben haben, die es teilweise Erwerbsgeminderten besser ermöglichen, eine Teilzeitbeschäftigung zu finden.

Wie ich aus meinem Bekanntenkreis erfahren habe, wird die BA auch heute schon hin und wieder um Amtshilfe gebeten.
Nach Angaben der BA entwickelt sich der Arbeitsmarkt (vor allem im süddeutschen Raum prächtig und unser Bundes-Finanzminister freute sich erst kürzlich (mal wieder) über Einkommensteuerüberschüsse in Milliardenhöhe.

Es wäre also nicht verwunderlich, wenn in naher Zukunft nur noch in Ausnahmefällen von einem verschlossenen (Teilzeit)Arbeitsmarkt ausgegangen wird.

MfG

von
Herz1952

Zitiert von: Unfassbar

Zitiert von: Herz1952

Zitiert von: SonneAC

Guten Tag liebe Forumsmitglieder und Experten,

wie wahr oder unwahrscheinlich ist es,dass nach 16 Jahren Bezug der Arbeitsmarktrente ein Weitergewährungsantrag abgelehnt wird?

Lg

Ich schätze die Wahrscheinlichkeit auf unter 10%


Sind Sie amtlich bestellter Schätzer oder nur Hobbyschätzer? Wie können Sie eine derartige Schätzung abgeben, ohne den genauen Sach- und Krankheitsverlauf zu kennen? Lassen Sie endlich mal die Kirche im Dorf. Ich fasse es nicht.

Einen amtlich bestellten Schätzer gibt es nicht. Meinten Sie eventuell einen Rentenberater?

von
Amüsierter Mitleser

Zitiert von: Herz1952

Einen amtlich bestellten Schätzer gibt es nicht. Meinten Sie eventuell einen Rentenberater?

Für Sie wäre vielleicht ein amtlich bestellter Betreuer interessant. (smile)

von
Herz1952

Zitiert von: Amüsierter Mitleser

Zitiert von: Herz1952

Einen amtlich bestellten Schätzer gibt es nicht. Meinten Sie eventuell einen Rentenberater?

Für Sie wäre vielleicht ein amtlich bestellter Betreuer interessant. (smile)

Mich betrifft das ganze gar nicht persönlich. Es geht darum, dass SonneAC wissen möchte, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Weitergewährung der EM-Rente ist. Ein amtlich bestellter Betreuer kann hierbei nicht helfen. In SonneACs Fall wäre der unabhängige Rentenberater die bessere Wahl

von
Herz1952

Hallo Sonne AC,

lassen Sie sich nicht irre machen. Es geht auch bei der Arbeitsmarktrente um eine abstrakte Betrachtungsweise. Das heißt, es muss nachgewiesen werden, dass leidensgerechte Arbeitsplätze zur Verfügung stehen müssen.

Hier ein Link:

https://sozialversicherung-kompetent.de/rentenversicherung/leistungsrecht/450-arbeitsmarktrente.html

Unter "abstrakte Betrachtungsweise bei Arbeitsmarktrente" finden Sie bei Google noch andere Links (ganz "offizielle").

Was =//= geschrieben hat stimmt sehr wahrscheinlich. Der Experte hat auch das Jahr 2018 erwähnt.

Aber das weis nur ein Hellseher. Oder "Schorsch", der wohnt im Süden und kann von der Zugspitze aus das ganze Land überblicken (smile).

Außerdem können Sie vielleicht noch eine volle Rente aus gesundheitlichen Gründen erhalten, wenn sich was zu negativen ändern sollte.

Ansonsten wäre es ja gut, wenn es mehr leidensgerechte Arbeitsplätze gäbe. Aber bei uns werden die meisten längerfristigen Arbeitsplätze als 450,-- Euro-Jobs angeboten und die gelten nicht als "Teilzeitarbeitsplätze" im RV-Recht.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Aber das weis nur ein Hellseher. Oder "Schorsch", der wohnt im Süden und kann von der Zugspitze aus das ganze Land überblicken (smile).

Als Hellseher können Sie nicht viel verdienen, bei Ihrer Versagerquote.
Ich habe noch nie in Süddeutschland gewohnt und beabsichtige auch nicht dorthin zu ziehen.

Aber auch ohne hellseherische Fähigkeiten kann ich Ihnen versichern, dass längst nicht jeder teilweise Erwerbsgeminderte automatisch eine "Arbeitsmarktrente" erhält, weil der (Teilzeit)Arbeitsmarkt eben nicht überall als verschlossen gilt.
Und genauso kann es sein, dass auch bereits länger bewilligte "Arbeitsmarktrenten" wieder entzogen werden, weil der (Teilzeit)Arbeitsmarkt nicht mehr als verschlossen gilt.
Dazu reicht eine Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit völlig aus, auch ohne konkrete Nachweise, dass jeder betroffene Rentner auch tatsächlich einen solchen Arbeitsplatz bekommen kann.

MfG

von
Herz1952

Hallo Schorsch,

lesen Sie bitte meinen o.g. Link Teil "Verschlossener Arbeitsmarkt" genau durch. Da ist von "leidensgerechten Arbeitsplätzen" die Rede.

Natürlich bekommt nicht jeder eine volle AM-Rente, sondern nur diejenigen für die keine ihrem Leiden gerechte Arbeitsplätze vorliegen. Das kann naturgemäß sehr unterschiedlich sein. Für die einen sind diese Teil-Arbeitsplätze vorhanden, für andere nicht. So sieht es aus.

Sie müssten auch noch wissen aus früheren Beiträgen, dass dies regional sogar unterschiedlich gehandhabt wird, das mit der Verschlossenheit.

Ich hatte natürlich nur "süddeutscher Raum" im Gedächtnis. Da bin ich einfach nur "neidisch" geworden. Ich bin doch so gerne im Zugspitzraum Ski gefahren. Heute darf ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mal mehr mit der Seilbahn hochfahren (smile, obwohl mir bei diesem Gedanken zum "heul" zu mute ist.

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Sie müssten auch noch wissen aus früheren Beiträgen, dass dies regional sogar unterschiedlich gehandhabt wird, das mit der Verschlossenheit.

Habe ich jemals etwas anderes behauptet?
Das war mir bereits bekannt, bevor ich "Ihre" früheren Beiträge gelesen habe.
Zitiert von: Schorsch

...am 01.09.2016 - 19:28 Uhr:

Dazu reicht eine Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit völlig aus, auch ohne konkrete Nachweise, dass jeder betroffene Rentner auch tatsächlich einen solchen Arbeitsplatz bekommen kann.


War dieser Text zu kompliziert für Sie? ;-)

MfG

von
Herz1952

Es geht doch gar nicht um allgemeine Nachweise, sondern es muss zumindest für die betroffenen einer Gruppe nachgewiesen werden. So sehe ich das. Und hier ist der Text aus dem genannten Link:

Damit für einen Versicherten der Teilzeitarbeitsmarkt nicht als verschlossen gilt, muss diesem eine ausreichende Anzahl an Arbeitsplätzen, die seinem (Rest-)Leistungsvermögen entsprechen, zur Verfügung stehen. Gelingt es weder der Arbeitsverwaltung noch dem Rentenversicherungsträger, dem Versicherten einen geeigneten Arbeitsplatz innerhalb eines Jahres ab Rentenantragstellung zu vermitteln, gilt der Arbeitsmarkt als verschlossen. In diesem Fall muss dann die volle Erwerbsminderungsrente als Arbeitsmarktrente geleistet werden. Im Hinblick auf die weiterhin ungünstige Arbeitsmarktlage, vor allem für teilweise erwerbsgeminderte Versicherte, gilt der Arbeitsmarkt ohne weitere Ermittlung grundsätzlich als verschlossen.

Oder sehen Sie das anders? Wie sagen die Amerikaner? Das kann man so, oder auch so sehen.

Sie brauchen ja nicht darauf zu antworten. Für meine Betrachtungsweise genügt das. Es ist halt doch ein bisschen komplizierter, als dies auf den ersten Blick scheint. Aber das ist fast überall so (smile).

Ihr Zitat schein mir etwas "aus dem Zusammenhang" gerissen, bzw. nicht vollständig.

Mfg

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Es geht doch gar nicht um allgemeine Nachweise, sondern es muss zumindest für die betroffenen einer Gruppe nachgewiesen werden. So sehe ich das.

Ich glaube Ihnen ja, dass SIE das so sehen.
Tatsächlich ist es aber so, dass nur eine "ausreichende" Zahl an zumutbaren Arbeitsplätzen zur Verfügung stehen muss.
Es ist aber keinesfalls erforderlich, dass JEDEM Betroffenen ein solcher Arbeitsplatz vermittelt wird.
Eine offizielle Einschätzung der BA reicht völlig aus.

Ob Sie das glauben wollen oder nicht, ist mir ehrlich gesagt egal.
Ich kann auf Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis verweisen.

MfG

von
SonneAC

Ich wollte jetzt aber keine Diskussion anzetteln....

von
SonneAC

Ich wollte jetzt aber keine Diskussion anzetteln....

von
Praktiker

Zitiert von: Herz1952

Gelingt es weder der Arbeitsverwaltung noch dem Rentenversicherungsträger, dem Versicherten einen geeigneten Arbeitsplatz innerhalb eines Jahres ab Rentenantragstellung zu vermitteln, gilt der Arbeitsmarkt als verschlossen.

Das kann selbstverständlich nur ein unverbindliches Indiz sein, welches durch die BA leicht entkräftet werden kann.
Wenn der Versicherte innerhalb eines Jahres nicht vermittelt wurde, dann muss das nicht unbedingt an der Verschlossenheit des AM gelegen haben, sondern kann auch auf eine Weigerungshaltung des Arbeitslodsen liegen.
Wer absolut nicht arbeiten will, findet immer Möglichkeiten, sich vor Arbeitsangeboten zu drücken.

Zunächst ist es aber tatsächlich so, dass längere Arbeitslosigkeit in Verbindung mit einer Negativ-Prognose der BA eine Unvermittelbarkeit vermuten lässt.
Sobald jedoch eine ausreichende Anzahl an geeigneten Arbeitsplätzen vorhanden ist, wiegt die Stellungnahme der BA schwerer als die bestehende Arbeitslosigkeit des Versicherten.

von
Praktiker

Zitiert von: Praktiker

....., sondern kann auch auf eine Weigerungshaltung des Arbeitslodsen liegen.

Es sollte natürlich heißen: "....sondern kann auch auf eine Weigerungshaltung des Arbeitslosen zurückzuführen sein."