Erwerbsminderungsrenten in der stationären Krankenpflege

von
Laura Schröer

im Rahmen meiner Masterarbeit zur Gesundheitswirtschaft beschäftige ich mich mit dem Ausmaß und den Ursachen von Erwerbsminderungsrenten in der stationären Pflege. Aus bereits vorliegenden Studien wissen wir, dass Gesundheits- und Krankenpfleger/innen besonders häufig frühzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Hierfür suche ich dringend betroffene Personen, welche zu einem kurzem Interview bereit wären.
Meine Forschungshypothese lautet, dass im Zuge des demografischen Wandels eine Arbeitsintensivierung für die Pflegekräfte zu erwarten ist. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Zahlen der Erwerbsminderungsrenten bei Gesundheits- und Krankenpfleger/innen weiter steigen werden.
Schwerpunkt meiner Masterarbeit wird daher die Analyse der berufsspezifischen Ursachen und Faktoren, welche eine Erwerbsminderungsrente in der stationären Pflege begünstigen sein. Anschließend soll darauf aufbauend eine Prognose bezüglich der weiteren Entwicklung und Konzepte einer besonders spezifischen Prävention für diese Berufsgruppe entwickelt werden.
Um dies zu erforschen, sollen leitfadengestützte Experteninterviews mit relevanten Akteuren dieses Feldes, sowie mit Betroffenen geführt werden. In einem zweiten Schritt darauf aufbauend mit Beschäftigten und Personalverantwortlichen in den Krankenhäusern. Selbstverständlich werden Sie nach Abschluss der Studie die Ergebnisse erhalten.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie als Interviewpartner/in gewinnen könnte. Das Interview soll nach Möglichkeit aufgezeichnet werden und wird ca. eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Es kann – wenn Sie dies bevorzu-gen würden – auch telefonisch geführt werden. Gerne sende ich Ihnen die Fragen vor dem Gespräch per Email zu. Ich hoffe auf Rückmeldung und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Laura Schröer

von
W*lfgang

Zitiert von: Laura Schröer
Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Zahlen der Erwerbsminderungsrenten bei Gesundheits- und Krankenpfleger/innen weiter steigen werden.
Laura Schröder,

da möchte ich einwenden, dass zwar die Leistungsfähigkeit in diesem Berufsbild sich sicher zunehmend verschlechtert könnte, aber eine Zunahme der Erwerbsminderungsrenten (EMRT) eher rückläufig sein wird.

Da die Voraussetzungen für die EMRT für immer jüngere Versicherte nicht mehr auf das Berufsbild/ausgeübte qualifizierte Beschäftigung abstellt (Jahrgang '62 und jünger) und die EM bzw. Erwerbsfähigkeit nur allgemein zur beurteilen ist (kann noch mind. eine Tätigkeit des _allgemeinen_ Arbeitsmarktes/also leichte Tätigkeiten von mehr als 3 Std.tgl., oder sogar mind. 6 Std. ausüben), wird die berufsbezogene Bewilligung dieser Rente immer seltener. Einen gewissen 'Rentenbauch' in diesem Bereich mag es übergangsweise noch gäben, bis die 'älteren' Semester mit 'Berufsschutz' in diese Rentenart durch sind.

Gruß
w.

von
Laura Schröer

Vielen Dank ganz verspätet für die Antwort.
Über die Änderung seit 2001 bin ich informiert. Da aber die Arbeitsmarktlage ebenfalls ein Einflussfaktor auf die Entscheidung der Bewilligung darstellt und gerade bei älteren Mitarbeitenden in der Pflege keine Umschulung angeboten wird, macht aus meiner Sicht eine berufsspezifische Auswertung weiterhin Sinn.
Ich habe nun auch bereits drei Interviews mit Betroffenen gehabt und spannende Informationen über persönliche Krankheitsverläufe und Belastungen und Ressourcen im Berufsalltag gewinnen können. Ich suche derzeit noch zwei weitere Interviewpartner/innen und freue mich über eine Kontaktaufnahme via: schroeer@iat.eu. Gerne kann der Interview auch telefonisch geführt werden.

von
Laura Schröer

Vielen Dank ganz verspätet für die Antwort.
Über die Änderung seit 2001 bin ich informiert. Da aber die Arbeitsmarktlage ebenfalls ein Einflussfaktor auf die Entscheidung der Bewilligung darstellt und gerade bei älteren Mitarbeitenden in der Pflege keine Umschulung angeboten wird, macht aus meiner Sicht eine berufsspezifische Auswertung weiterhin Sinn.
Ich habe nun auch bereits drei Interviews mit Betroffenen gehabt und spannende Informationen über persönliche Krankheitsverläufe und Belastungen und Ressourcen im Berufsalltag gewinnen können. Ich suche derzeit noch zwei weitere Interviewpartner/innen und freue mich über eine Kontaktaufnahme via: schroeer@iat.eu. Gerne kann der Interview auch telefonisch geführt werden.