Erwerbsminderuntsrente abgelehnt was nun...

von
ummus

Hallo zusammen, seit langen bin ich um die erwerbsminderungsrente meiner mutter am kämpfen. Leider wurde diese abgelehnt. Verstehen tue ich das allerdings nicht, da all ihr Ärzte der Meinung sind, dass Sie keineswegs erwerbsfähig ist. Meine Mutter hat folgende Krankheiten: Asthma brochniale mit Lungenfunktionseinchränkung (Atemnot und muss immer wieder Notfallspray benutzen) Bluthochdruck (zurzeit med. gut einstellbar) mittel -bis schwergradige Depression bei rez. depressiver Störung ( zumal der pychologe die dianose nach über 1 jahr Behandlung gegenwärtige schwere Episode mit psychotischen Symptonen festgestellt hat bzw. diagnostiziert hat) Sie hatte auch vor ca. einem halben Jahr einen Gutachten von ihrer privaten Krankenversicherung angeordnet bekommen. Dort hat der Gutachter diagnostiziert, dass Sie Schizophren ist. Da Sie sehr verwirrt ist und nachts von Geistern erzählt die Sie im Schlaf würgen. Zudem ist sie Harninkontinenz, hat Refluxerkrankung, kann seid ihrer Kindheit nicht riechen sprich Geruchsinnverlust und dadurch bedingt Geschmacksbeeinträchtigung. Hämorieden 2 Grades immer wieder kehrend. Rückenschmerzen., somatforme Schmerzstörung. Sie hat nachts ein bzw. durchschalfprobleme. Sehr starke Konzentrationsprobleme, schmerzen am ganzen Körper, sodass Sie gezwungen bis 3-4Schmerztabletten am Tag zusich zunehmen. Sie nimmt garnicht mehr am gesellschaftlichen leben teil. Keine Freunde, bzw. Kontakt zur Freunden und Verwandten. Sie ist auf die Wohnung beschränkt. Selbst leichte haushaltstätigkeiten wie. z.b. Einkaufen kann sie nicht mehr wahrnehmen oder erledigen. Zurzeit ist Sie ganz von mir Abhängig.Antriebslosigkeit und ist sehr oft gedanklich abwesend, sodass sie meist nicht ansprechbar ist. Ich habe in den letzten Jahren vieles unternommen, dass es irh wieder gut geht, weil mich das auch sehr fertig macht, allerdings ohne erfolg! Gesprächstherapie, Neurolog verschreibt Depressiva, Gespräche zu vielen Ärzten gesucht, leider ohne jeglichen Erfolg. Eine Rehe wurde abgelehnt, weil Sie dafür zur Krank ist. Jetzt habe ich noch einen Termin in der Tagesklinik, zumal ihre Ärtze sagen es wird kein sinn machen, da es nicht in Muttersprache erfolgen wird. Der Termin ist auch erst in einem halben Jahr, früher geht nicht sagt die Klinik. Ich habe jetzt von vielen gehört, dass eine Eu-Rente sehr schwierig ist, bzw. kaum noch möglich ist. Ihre Ärzte sagen aber das gegenteil, das sie überhaupt nicht arbeiten kann. Sogar eine Betreuung benötige.Ich will aber nicht aufgeben, oder sollte ich? Sie war tätig als Reinigungskraft und ist seit ca. 2,5 Jahren krank geschrieben. 20 Jahre gearbeitet hat Sie. Zurzeit lebt sie von ihrer Witwenrente (mein Vater ist vor einem halben Jahr verstorben) Sollte man in diesem Fall in ein Widerspruch gehen?

von
Marion

Hallo,

das tut mir leid für deine Mutter. Lass euch nicht klein kriegen.

Nimmt einen Rechtsanwalt und sofort Widerspruch einlegen.

Viel Glück.

Marion

von
Feli

Ist die Rente aus medizinischen Gründen abgelehnt worden oder hat Ihre Mutter einfach nicht die erforderlichen 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren eingezahlt. Wenn sie beispielsweise auf Minijob-Basis ohne eigenen Beitragsanteil gearbeitet hat, wird, egal, wie krank sie ist, kein Rentenanspruch bestehen.

von
Herr Fuchs

Ich stimme Feli zu, da ich bei der Schilderung der Befunde kaum davon ausgehe, dass die Rente wegen der vorliegenden Erkrankungen sondern wegen der fehlenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen abgelehnt wurde.

Dann erübrigt sich natürlich ein Widerspruch, es sei denn, man kann den Zeitpunkt der erstmaligen Erwerbsminderung in die Vergangenheit zurückprojizieren.

von
Krämers

Falls Sie sich noch in der 1 Monatigen Widerspruchsfrist befinden sollten Sie auf jeden Fall Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rente einlegen. Aber bitte nicht selbst sondern mit Hilfe eines Fachanwaltes für Sozialrecht oder eines Sozialverbandes. Alleine und ohne rechtliche Hilfe/Vertretung ist man da dann doch meistens auf verlorenem Posten. Gerade im Widerspruchsverfahren werden noch viele EM-Renten dann zugesprochen und ein Widerspruchsverfahren nicht zu eröffnen ist darum immer ein sehr grosser Fehler.

Sollte die Widerspruchsfrist verstrichen sein ist der Ablehnungsbescheid natürlich dann schon rechtskräftig und ihre Mutter kann dann nur einen ganz neuen EM-Antrag stellen. Ein neuer Abtrag kann auch jederzeit wieder gestellt werden. Sinnvoll ist dies allerdings nur dann , wenn neue - der RV noch nicht bekannte - ärztliche Unterlagen beigefügt werden die ihren Anspruch auch untermauern. Ohne neue med. Unterlagen kann die RV ja keine andere Entscheidung treffen als bisher. Das gilt natürlich auch für ein Widerspruchsverfahren. Die RV muss möglichst permanent und mit vielen ärztlichen Attesten/Berichten " eingedeckt " werden...

Ansonsten sollten die angeführten Erkrankungen vor allem auch in der Gesamtheit betrachtet für eine EM-Rente eigentlich ausreichen. Bluthochdruck, Asthma, Rückenschmerzen etc. sind dabei allerdings nicht von grosser Bedeutung bzw. spielen nur eine sehr untergeortnete Rolle.

Hauptargument und entscheidend pro EM-Rente werden sicher die psychischen Erkrankungen und deren Beurteilung hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit sein. Hierzu wäre ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Tagesklinik von grossem Vorteil, weil dann eindeutige ärztliche Berichte erstellt werden die die RV nicht einfach umgehen kann. Diese sollte ihre Mutter aus meiner Sicht deshalb alleine auf jeden Fall
wahrnehmen und gesundheitlich ist dies auch sehr hilfreich. Wenn allerdings ihre Mutter der deutschen Sprache nicht wirklich gut mächtig ist, wird die ganze Sache natürlich ihr nicht viel bringen. Es läuft ja fast alles über Gespräche ab und wenn es dann Verständigungsprobleme gibt ist dies natürlich gar nicht gut.

Aus meiner Sicht hat ihre Mutter gerade mit den angegebenen psychischen Erkrankungen sehr grosse Chacnen eine EM-Rente zu erhalten. Warum die EM-Rente im ersten Anlauf jetzt abgelehnt wurde ist mir nicht klar und es scheint hier doch im Verfahren etwas schief gelaufen zu sein.

Sie sollten also auf jeden Fall am Ball bleiben und sich dazu rechtliche Hilfe holen.

von
Galgenhumor

Zitiert von: Krämers

Falls Sie sich noch in der 1 Monatigen Widerspruchsfrist befinden sollten Sie auf jeden Fall Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rente einlegen. Aber bitte nicht selbst sondern mit Hilfe eines Fachanwaltes für Sozialrecht oder eines Sozialverbandes. Alleine und ohne rechtliche Hilfe/Vertretung ist man da dann doch meistens auf verlorenem Posten. Gerade im Widerspruchsverfahren werden noch viele EM-Renten dann zugesprochen und ein Widerspruchsverfahren nicht zu eröffnen ist darum immer ein sehr grosser Fehler.

Sollte die Widerspruchsfrist verstrichen sein ist der Ablehnungsbescheid natürlich dann schon rechtskräftig und ihre Mutter kann dann nur einen ganz neuen EM-Antrag stellen. Ein neuer Abtrag kann auch jederzeit wieder gestellt werden. Sinnvoll ist dies allerdings nur dann , wenn neue - der RV noch nicht bekannte - ärztliche Unterlagen beigefügt werden die ihren Anspruch auch untermauern. Ohne neue med. Unterlagen kann die RV ja keine andere Entscheidung treffen als bisher. Das gilt natürlich auch für ein Widerspruchsverfahren. Die RV muss möglichst permanent und mit vielen ärztlichen Attesten/Berichten " eingedeckt " werden...

Ansonsten sollten die angeführten Erkrankungen vor allem auch in der Gesamtheit betrachtet für eine EM-Rente eigentlich ausreichen. Bluthochdruck, Asthma, Rückenschmerzen etc. sind dabei allerdings nicht von grosser Bedeutung bzw. spielen nur eine sehr untergeortnete Rolle.

Hauptargument und entscheidend pro EM-Rente werden sicher die psychischen Erkrankungen und deren Beurteilung hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit sein. Hierzu wäre ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Tagesklinik von grossem Vorteil, weil dann eindeutige ärztliche Berichte erstellt werden die die RV nicht einfach umgehen kann. Diese sollte ihre Mutter aus meiner Sicht deshalb alleine auf jeden Fall
wahrnehmen und gesundheitlich ist dies auch sehr hilfreich. Wenn allerdings ihre Mutter der deutschen Sprache nicht wirklich gut mächtig ist, wird die ganze Sache natürlich ihr nicht viel bringen. Es läuft ja fast alles über Gespräche ab und wenn es dann Verständigungsprobleme gibt ist dies natürlich gar nicht gut.

Aus meiner Sicht hat ihre Mutter gerade mit den angegebenen psychischen Erkrankungen sehr grosse Chacnen eine EM-Rente zu erhalten. Warum die EM-Rente im ersten Anlauf jetzt abgelehnt wurde ist mir nicht klar und es scheint hier doch im Verfahren etwas schief gelaufen zu sein.

Sie sollten also auf jeden Fall am Ball bleiben und sich dazu rechtliche Hilfe holen.


Werter Herr Krämers,

Ihren Ausführungen ist lediglich nur insoweit zuzustimmen, falls der Antrag tatsächlich aus med. Gründen abgelehnt sein sollte. Ich halte es wie die Vorschreiber auch für mehr als wahrscheinlich, dass der Haken an den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen festzumachen ist.....hieruaf sind Sie leider nicht eingegangen sondern überspitzt gesagt nur wieder, wie böse die DRV ist bzw. war.

Lieber Fragesteller, bitte schauen Sie sich daher den Bescheid bitte noch einmal an. In der Begründung müsste aufgeführt sein, ob medizinisch oder aber Wartezeittechnisch abgelehnt wurde.

von
ummus

Hallo zusammen, erst einmal vielen vielen Dank für die schnelle Antworten. Meine Mutter hat 20 Jahre gearbeietet, bis sie vor ca. 2,5 Jahren ganz zusammen gebrchen ist. Seit dem Krank geschrieben. Die Versicherungsrechtlichen Vorraussetzungen erfüllt Sie (Wartezeit, usw.) Eine Reha wurde einmal bewilligt, dann habe ich Sie dahin gefahren, gegen Mittag musste ich Sie wieder nachhause mitnehmen, da alle Ärzte dort der Meinung waren das sie nicht Rehafähig ist, sondern zu krank für eine Reha. Abgelehnt wurder der Antrag aus medizinischen Gründen. Da stehen einige Ihrer Krankheiten, nicht alle unzwar: Dysthymie, somotoforme Schmerzstörung, chronisch obstruktive Bronchitis, Refluserkrankung der Speisröhre. Demnach ist Sie min. 6 Stunden täglich Arbeitsfähig. Ich habe es ihren Ärzten gezeigt, da die immer sagen, dass sie defnitiv nicht arbeiten kann, die haben nur gelacht und gesagt dass ist schwachsinnig. Ein Monat ist nocht nicht abgelaufen, dann lege ich Widerspruch ein? Sollte ich zum Anwalt, der wird aber sehr viel kosten, oder zu einem Verein VDK?

Zitiert von: Galgenhumor

Zitiert von: Krämers

Falls Sie sich noch in der 1 Monatigen Widerspruchsfrist befinden sollten Sie auf jeden Fall Widerspruch gegen die Ablehnung der EM-Rente einlegen. Aber bitte nicht selbst sondern mit Hilfe eines Fachanwaltes für Sozialrecht oder eines Sozialverbandes. Alleine und ohne rechtliche Hilfe/Vertretung ist man da dann doch meistens auf verlorenem Posten. Gerade im Widerspruchsverfahren werden noch viele EM-Renten dann zugesprochen und ein Widerspruchsverfahren nicht zu eröffnen ist darum immer ein sehr grosser Fehler.

Sollte die Widerspruchsfrist verstrichen sein ist der Ablehnungsbescheid natürlich dann schon rechtskräftig und ihre Mutter kann dann nur einen ganz neuen EM-Antrag stellen. Ein neuer Abtrag kann auch jederzeit wieder gestellt werden. Sinnvoll ist dies allerdings nur dann , wenn neue - der RV noch nicht bekannte - ärztliche Unterlagen beigefügt werden die ihren Anspruch auch untermauern. Ohne neue med. Unterlagen kann die RV ja keine andere Entscheidung treffen als bisher. Das gilt natürlich auch für ein Widerspruchsverfahren. Die RV muss möglichst permanent und mit vielen ärztlichen Attesten/Berichten " eingedeckt " werden...

Ansonsten sollten die angeführten Erkrankungen vor allem auch in der Gesamtheit betrachtet für eine EM-Rente eigentlich ausreichen. Bluthochdruck, Asthma, Rückenschmerzen etc. sind dabei allerdings nicht von grosser Bedeutung bzw. spielen nur eine sehr untergeortnete Rolle.

Hauptargument und entscheidend pro EM-Rente werden sicher die psychischen Erkrankungen und deren Beurteilung hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit sein. Hierzu wäre ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Tagesklinik von grossem Vorteil, weil dann eindeutige ärztliche Berichte erstellt werden die die RV nicht einfach umgehen kann. Diese sollte ihre Mutter aus meiner Sicht deshalb alleine auf jeden Fall
wahrnehmen und gesundheitlich ist dies auch sehr hilfreich. Wenn allerdings ihre Mutter der deutschen Sprache nicht wirklich gut mächtig ist, wird die ganze Sache natürlich ihr nicht viel bringen. Es läuft ja fast alles über Gespräche ab und wenn es dann Verständigungsprobleme gibt ist dies natürlich gar nicht gut.

Aus meiner Sicht hat ihre Mutter gerade mit den angegebenen psychischen Erkrankungen sehr grosse Chacnen eine EM-Rente zu erhalten. Warum die EM-Rente im ersten Anlauf jetzt abgelehnt wurde ist mir nicht klar und es scheint hier doch im Verfahren etwas schief gelaufen zu sein.

Sie sollten also auf jeden Fall am Ball bleiben und sich dazu rechtliche Hilfe holen.


Werter Herr Krämers,

Ihren Ausführungen ist lediglich nur insoweit zuzustimmen, falls der Antrag tatsächlich aus med. Gründen abgelehnt sein sollte. Ich halte es wie die Vorschreiber auch für mehr als wahrscheinlich, dass der Haken an den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen festzumachen ist.....hieruaf sind Sie leider nicht eingegangen sondern überspitzt gesagt nur wieder, wie böse die DRV ist bzw. war.

Lieber Fragesteller, bitte schauen Sie sich daher den Bescheid bitte noch einmal an. In der Begründung müsste aufgeführt sein, ob medizinisch oder aber Wartezeittechnisch abgelehnt wurde.

von
ummus

Danke für die Anwort. Aus medizinischen Gründen. Pflichtbeiträge wurden gezahlt 20 Jahre lang.

Zitiert von: Feli

Ist die Rente aus medizinischen Gründen abgelehnt worden oder hat Ihre Mutter einfach nicht die erforderlichen 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren eingezahlt. Wenn sie beispielsweise auf Minijob-Basis ohne eigenen Beitragsanteil gearbeitet hat, wird, egal, wie krank sie ist, kein Rentenanspruch bestehen.

von
ummus

Hallo, vielen vielen Dank für die Antworten. Kenne mich mit der Funktion dieses Forums nicht so aus. Falls ich doppelt und dreifach das selbe schreibe - einfach übersehen bitte :)
Meine Mutter hat 20 Jahre Teilzeit gearbeitet, Pflichbeiträge wurden gezahlt. Der EU-Rentenantrag wurde aus medizinischen Gründen abgelehnt. Im Bescheid hieß es, das die Krankheiten die Sie hat nicht zur eine EU-Rente führen und sie demnach noch min.6 Stunden am Tag arbeiten kann. Folgende Krankheiten wurden im Antrag aufgelistet: Neigung zur depressiven Verstimmung(Dystemie) somatforme Schmerzstörung, chronisch ob. Bronchitis. Refluxerkrannung der Speiseröhre. Einen Widerspruch werde ich jetzt schreiben und auch zur VDK gehen, da ein Anwalt evtl. zu teuer werden könnte. Vielen Dank nochmals für die Antworten.

von
Krämers

Wenn Sie es finanziell ermöglichen können ist immer ein guter Fachanwalt für Sozialrecht der richtige Ansprechpartner. Wobei die Kosten im Sozialrecht sich doch sehr in Grenzen halten und keineswegs - wie viele immer meinen - ein finanzielles Abenteuer darstellen. Hier haben Sie einmal einen Überblick über die Kosten die bei einem Anwalt in einem Sozialrechtsverfahren entstehen können :

http://www.rechtspraxis.de/skosten.htm

Günstiger bekommen Sie rechtliche Hilfe natürlich beim Vdk oder dem SovD. Dort zahlen Sie nur einen jährlichen Mitgliedsbeitrag der sich um die 50-60 Euro ( je nach Bundesland verschieden ) bewegt. Hier dazu der Link mit den jeweiligen Gebühren:

http://vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=he20023

Was ihre Schilderung der gesundheitlichen Situation ihrer Mutter anbelangt, sollten Sie bzw. ihre Mutter sich überlegen ob sie sich nicht UMGEHEND in eine Akutklinik zur psychiatrischen Behandlung begibt. Alles deutet aber sehr auf eine akute und sehr schwere psychische Erkanung(en) hin die dringend fachmännisch in einer Klinik ( und nicht nur ambulant ) behandelt werden muesste.

Eine halbjährige Wartezeit auf einen Aufnahmetermin in eine Tagesklinik ist natürlich in dem Fall untragbar.Ob im derzeitgen Stadium der Erkrankung aber überhaupt "nur" eine Tagesklinische Behandlung angezeigt ist oder nicht besser doch erstmal eine stationäre Therapie ist eine Frage die nur ein Psychiater beantworten kann. Es gibt in jeder grösseren Stadt / Landkreis psychiatrsiche Akutkliniken die die sog. Grundversorgung für den jeweiligen Bereich besorgen. Diese Kliniken unterhalten auch sog. Institutsambulanzen in der man sich im Notfall jederzeit melden kann. Die dürfen einen auch nicht abweisen sondern müssen eine Behandlung unverzüglich einleiten. Dies kann dann natürlich auch eine stationäre Einweisung bedeuten, woran dann anschließend und vor allem nahtlos oft noch ein tagesklinisches Aufenthalt folgt. Wenn man diesen Weg über die Institutsambulanz einer Klinik geht, kann man oft die normalen Wartezeiten auf einen Platz in der Tagesklinik umgehen, da immer die eigenen stationären Patienten vorrangig die Plätze in der Tagesklinik bekommen ( müssen ).

Ich denke der EM-Antrag ist deshalb - erstmal - jetzt abgewiesen worden, weil nicht alle psychischen Erkrankung vollständig und in ihrer Schwere angegeben bzw. vernünftig bewertet wurden. Das ihre Mutter mit nur " Dysthymie, somotoforme Schmerzstörung, chronisch obstruktive Bronchitis, Refluserkrankung der Speisröhre " keine EM-Rente erhalten hat ist mir eigentlich recht klar.

Die wichtigen, schweriwegenden und für eine EM-Rente entscheidenden Erkrankungen ( wie Depression, Schizophrenie etc. ) müssen Sie - mit ihrem Anwalt oder dem Vdk zusammen -dann eben jetzt in der Widerspruchsbegründung entsprechend nachholen. In dem Zusammenhang hat ein aktueller Aufenthalt in einer psych. Akutklinik - mit eindeutiger Diagnose der Erkrankungen - während eines laufenden EM-Antrages schon oft Wunder gewirkt und die Zuerkennung einer EM-Rente erheblich beschleunigt.

Ich kenne einige Leute die während ihres EM-Verlängerungsantrages immer wieder in die Klinik zurückkommen um danmit bessere Chancen auf die Verlänbegrung der Rente zu haben. Und dies ist auch fast immer von Erfolg gekrönt...

von
Xmas4all

Ich kenne auch viele Leute, die vorsätzlich, unter Vortäuschung falscher Tatsachen psychische Erkrankungen simulieren, um eine EM-Rente zu bekommen.

Nur am Rande Herr Krämers, falls ihre Tipps in diese Richtung gehen sollten, ist das natürlich nicht legal!

von
ummus

Hallo Herr Krämers, vielen Dank für Ihre Hilfe und Tips. Zu Herrn Xmas4all, kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist eine deraritge Krankheit zu simulieren - wünschte meine Mutter würde es simulieren, dann hätte ich keine Sorgen mehr um Sie. Aber das es grundsätzlich möglich ist, sich krank zu spielen, kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke, dass die Ärzte kompetent genug sind, zu unterscheiden wer simuliert und wer nicht bevor sie eine Diagnose festhalten und dementsprechend Medikamente verordnen. Wünschte mir jetzt, dass es alles nur ein schlechter Scherz ist und alles bei meiner Mutter eine Fehldiagnose ist. Seit dem versterben meines Vater, habe ich allerdings Angst um Sie. Wenn gleich 3 Ärzte ihr die selbe Diagnose feststellen, das über 3 Jahre mindestens hinweg, kann es nur stimmen. Leider...

von
Krämers

Zitiert von: Xmas4all

Ich kenne auch viele Leute, die vorsätzlich, unter Vortäuschung falscher Tatsachen psychische Erkrankungen simulieren, um eine EM-Rente zu bekommen.

Nur am Rande Herr Krämers, falls ihre Tipps in diese Richtung gehen sollten, ist das natürlich nicht legal!

Psychische Krankheiten können Sie zwar versuchen zu simulieren, aber das fällt jedem Psychiater/Psychologen/Gutachter etc. nach kürzester Zeit auf. Entweder ist man psychisch erkrankt oder nicht.

Der Aufenthalt in einer psychiatrischen Fachklinik ist demzurfolge das absolut beste Mittel um zu 100% psychiatrische Erkrankungen zweifelsfrei zu diagnostiizieren und damit dann auch entsprechend im EM-Antrag anführen zu können.

Ein EM-Verfahren ist für einen psychisch Erkrankten im höchsten Masse belastend und auch absolut Krankheitsverschärfend. Ein Gesunder kann dies nicht mal ansatzweise nachvollziehen..

Darum begeben sich eben viele Patienten dann zu Beginn oder während des laufenden Verfahrnes aufgrund einer erheblichen Verschlechterung / Rückfall ihrer psychischen Erkrankung wieder in stationäre oder ambulante bzw. tagesklinische Behandlung. Dort wird dann natürlich alles entsprechend diagnostiziert und der RV bei Befundanfrage auch wahrheitsgemäß mitgeteilt, sodass dann auch die EM-Rente meistens jedenfalls auch gleich weiter verlängert wird.

von
sachbearbeiter

Im Gegensatz zu Herrn Krämers rate ich Ihnen, sich nicht an einen Anwalt zu wenden. Die Gebühren sind einfach zu gering, als dass diese sich wirklich in die Materie einklinken. Besser fahren Versicherte, die sich an einen der Sozialverbände wenden.
Sollte Ihr Antrag auch im Widerspruchsverfahren abgelehnt werden, bleibt nur die Klage vor dem SG. Auch dort wird eine Anwalt nicht benötigt. Die SGs arbeiten recht gut, lassen in der Regel eigene Gutachten erstellen, nach denen dann entschieden wird. Sie haben dort dann auch die Möglichkeit, ein sog. 109er gutachten (§ 109 SGG) zu beantragen, wenn Sie mit den bis dahin vom SG beauftragten Gutachtern und deren Auffassung nicht einverstanden waren. Diese Kosten müssen Sie dann u.U. allerdings übernehmen (aber nicht, wenn "Ihr Gutachter" das SG überzeugt).
Viel Glück!

von
Xmas4all

Man bedenke, was es zu damaliger Zeit einen Hype um die sogenannte MPS "multiple Persönlichkeitsstörung" gab. Daran glaubt heute kein einziger seriöser Psychiater mehr.

Aber der Markt (der Ärzte) schafft sich seine eigene Krankheiten, was zum Beispiel wieder bei "burnout" sichtbar ist.

p.s. ich will keinesfalls verneinen, dass es ernsthafte psychische Erkrankungen gibt. Aber wie überall, gibt es systembedingt Trittbrettfahrer.

von
Krämers

Zitiert von: sachbearbeiter

Im Gegensatz zu Herrn Krämers rate ich Ihnen, sich nicht an einen Anwalt zu wenden. Die Gebühren sind einfach zu gering, als dass diese sich wirklich in die Materie einklinken. Besser fahren Versicherte, die sich an einen der Sozialverbände wenden.
Sollte Ihr Antrag auch im Widerspruchsverfahren abgelehnt werden, bleibt nur die Klage vor dem SG. Auch dort wird eine Anwalt nicht benötigt. Die SGs arbeiten recht gut, lassen in der Regel eigene Gutachten erstellen, nach denen dann entschieden wird. Sie haben dort dann auch die Möglichkeit, ein sog. 109er gutachten (§ 109 SGG) zu beantragen, wenn Sie mit den bis dahin vom SG beauftragten Gutachtern und deren Auffassung nicht einverstanden waren. Diese Kosten müssen Sie dann u.U. allerdings übernehmen (aber nicht, wenn "Ihr Gutachter" das SG überzeugt).
Viel Glück!

Ich rate trotzdem eher zu einem Anwalt. Das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung mit beiden ( Anwalt und VDK ). Habe darum aber auch von einem guten und versierten Anwalt gesprochen und nicht von irgendeinem beliebigen Wald - und Wiesenanwalt. Den Richtigen zu finden ist sicher nicht leicht. Darum vorher gut erkundigen.

Das ein Fachanwalt für Sozalrecht für seine Bemühungen auf diesem Gebiet relativ (zu) wenig Geld bekommt wie anhand der Gebührenordnung zu sehen ist, stimmt sicher. Allerdings hat auch ein Fachwanlt für Sozialrecht - wie jeder andere Fachanwalt auch - natürlich nicht nur Mandaten aus dem Sozialrecht, sondern auch aus vielen anderen rechtlichen Fachgebieten wie dem Arbeitsrecht, dem Verkehrsrecht etc. Und genau dort auf den anderen Rechtsgebieten verdient er dann sein Geld. Die machen also eine Art Mischkalkulation und unterm Strich bleibt schon schön was hängen. Zusätzlich sind viele dieser Anwälte noch Notare und das gibt dann richtiges Geld...

Und tatsächlich gibt es Sie noch, die Sozialrechtsanwälte die dieses Fachgebiet auch und gerade nicht wegen der Verdienstmöglichkeiten gewählt haben ( hätten ja auch jedes andere Rechtsgebiet nehmen können ) , sondern weil Sie dieser Bereich des Sozialrechtes wirklich interessiert und weil sie auch einfach nur ärmeren und/oder sozialbenachteiligten Menschen helfen wollen. Mein Anwalt z.b. hält - kostenlos - mehrmals pro Jahr Vorträge in Arbeitslosenzentren, Selbsthilfegruppen etc. pp

Das sich also die Qualität des Fachanwaltes im Sozialrecht an den relativ geringen Gebühren bemisst kann und sollte man so einfach nicht stehen lassen.

Umgekehrt könnte man ja dann auch sagen, warum sollte der Vertreter des VDK für nur 50 Euro pro Jahr ( ist ja noch viel weniger ) darum besser sich in die Materie einarbeiten ? Dem ist ja auch nicht so. Auch beim VDK/SovD gibt es gute und weniger gute Mitarbeiter. Der eine kümmert sich und der andere lässt alles laufen. Habe ich selbst alles schon erlebt. Darum sind Pauschalvorurteile nie gut. Es ist immer vom Einzelfall abhängig.

Außerdem darf man die Kontakte die ein bekannter, renommierter und angesehener Anwalt gegenüber dem z.b. dem Gericht und anderen Institutionen hat nun auch nicht unterschätzen. Wir alle wissen ja, das viele Dinge gerade auch vor Gericht im Vorfeld zwischen den beteiligten Parteien abgesprochen werden und da würde ich eher auf so einen renommierten Einzelanwalt setzen als auf den Rechtsvertreter ( wer auch immer das dann sein mag ) des VDK/SoVD. Aber das ist nur meine Meiung dazu.