Erwerbsunfähig / Berugsunfähig 1962

von
Christa

Hallo,gibt es das noch oder sind die Gesetze schon wieder geändert worden.
zB. Geb.1962 was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit.Oder gibt es bei 1962 dann nur noch Berufsunfähig?????

von
Schiko.,

In der tat, bis 2000 gab es
berufs-und erwerbsunfähig-
keitsrente rente, diese unter-
scheidung wurde abgeschafft.

Seit 2001 die neue bezeich-
nung erwerbsminderungs-
rente eingeführt. #Bis jahrgang 1960/1961 ? giilt noch die alte lösung.

M fG.

von
bekiss

Im Unterschied zu älteren Versicherten gilt für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind:

Es gibt keinen Berufsschutz mehr. Bis Ende 2000 hatten qualifizierte Arbeitnehmer, die ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnten, einen Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente. Ungelernte Arbeitnehmer hatten diese Möglichkeit nicht.

Jetzt gilt für alle Arbeitnehmer das gleiche Recht: Für die Bewilligung der Rente ist nur noch die verbliebene Leistungsfähigkeit ausschlaggebend - unabhängig vom ausgeübten Beruf. Unter Umständen muss daher ein qualifizierter Arbeitnehmer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, auch einen weniger qualifizierten Job annehmen.

Experten-Antwort

Seit dem 01.01.2001 gibt es "nur" noch die Renten wegen teilweise bzw. voller Erwerbsminderung. Den Berufsschutz, wie nach altem Recht, gibt es grundsätzlich nicht mehr. Es kommt nunmehr nur noch darauf an, welches (Rest-)Leistungsvermögen der Versicherte auf dem ALLGEMEINEN Arbeitsmarkt hat (6 Stunden und mehr täglich = keine Rente, 3 bis unter 6 Std. täglich = teilweise Erwerbsminderungsrente, unter 3 Std. täglich = volle Erwerbsminderungsrente). Mit dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist grundsätzlich jede Tätigkeit gemeint, auch eine weniger qualifizierte Tätigkeit als die bisherige.

Der "alte" Berufsschutz kann jedoch noch für VOR dem 02.01.1961 geborene Versicherte zum Tragen kommen, die auf dem ALLGEMEINEN Arbeitsmarkt zwar noch 6 Stunden und mehr arbeiten können (grundsätzlich also kein Rentenanspruch), aber nicht mehr in ihrem letzten Beruf (§ 240 SGB VI). Hierbei spricht man dann von einer teilweisen Erwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit.