Erwerbsunfährigkeitsrente

von
Ela

seit Beginn meiner Lehrzeit im Jahre 1972 bin ich im Berufsleben und blicke nunmehr auf fast 39 Jahre Versicherungspflicht zurück. Seit einigen Jahren arbeite ich nur noch 50%, d.h. täglich 4 Stunden mit einer Anfahrzeit zur Betriebsstätte von ca. 45-50 Minuten je nach Verkehrslage.

Seit ca. mehreren Jahren habe ich erhebliche Schwierigkeiten, die von mir geforderte Leistung zu erbringen. Bereits die Anfahrt bereitet mir erhebliche Schwierigkeiten, so dass sich schon völlig entkräftet im Büro ankomme und erhebliche Schwierigkeiten habe, die von mir geforderte Leistung in den 4 Stunden zu erbringen. Nach Dienstschluss bin ich nicht mehr in der Lage, meine Hausarbeiten zu verrichten. Die verbleibende Restzeit des Tages benötige ich als Erholungsphase für den kommenden Arbeitstag.

Inzwischen bin ich völlig erschöpft und ausgebrannt, hatte auf dem Weg zur Arbeit bereits zwei Autounfälle u. Anfang des Jahres einen Bandscheibenvorfall, war im Krankenhaus und anschließend zur AHB.

Nun bin ich noch wenige Tage krankgeschrieben, die Schmerzen von BSV sind weitestgehend gemindert aber der Allgemeinzustand und die psychische Belastung hat sich nicht sonderlich gebessert. Ich frage mich nun ernsthaft wie lange ich diese Situation noch aushalten kann und denke über einen Antrag wegen Erwerbsunfähigkeit nach. In meinem Fall beträgt die Arbeitszeit 4 Stunden. Wie hoch stehen die Erfolgschancen für eine Frühverrentung? Was müsste ich berücksichtigen?
Bedanke mich bereits im Vorfeld für die Beantwortung
Ela

von
KSC

Im Forum über die Chancen eines EM Antrages zu spekulieren ist gelinde gesagt Schwachsinn.

Welcher Teilnehmer soll Sie, Ihre Arbeit und Ihre Einschränkungen einschätzen können?

Stellen Sie den Antrag und dann wissen Sie in 3-4 Monaten ob Sie eine Chance haben / hatten oder nicht. Und vorher sollten Sie einen Beratungstermin bei der DRV in Anspruch nehmen, dort klärt man ggfls. Ihre Versicherungszeiten und sagt Ihnen was konkret für den Antrag benötigt wird (aber auch dort wird der Berater sich hüten sich zu Ihren Chancen zu äußern, weil er Verwaltungsmensch und kein Mediziner ist :))

Zusatztipp: Zumindest der Fahrstress könnte duch einen Umzug reduziert werden, aber auch das kann aus der Ferne nur in der Theorie beurteilt werden.

von
Chris

Fragen Sie erst mal Ihren Arzt. Der kennt Ihre Befunde und kann die Chancen vermutlich besser einschätzen als ein DRV-Sachbearbeiter.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ela,

leider können wir hier im Forum überhaupt nichts zu Ihren Erfolgschancen hinsichtlich einer Erwerbsminderungsrente sagen. Das kann allein der sozialmedizinsche Dienst Ihres Rentenversicherungsträgers beurteilen.
Sie können natürlich gern einen Antrag stellen. Dabei ist es sinnvoll, wenn Sie sich im Vorfeld mit Ihren behandelnden Ärzten besprechen und ggf. vorhandene medizinische Unterlagen mit einreichen.