Erziehungsrente

von
derRentner

wirkt sich der Bezug einer Erziehungsrente, posititv auf die eigenen Rentenansprüche des Bezugnehmenden aus ?

Sofern zutreffend, mit welchem Anteil ?

Experten-Antwort

Hallo derRentner,

für die Zeit, in der Sie eine Erziehungsrente bezogen haben, werden Ihnen für spätere Rentenansprüche (zum Beispiel die Altersrente) Anrechnungszeiten anerkannt, höchstens jedoch für die Zeit bis zum 62. Lebensjahr (bei Erziehungsrenten, die vor dem 01.07.2014 begonnen haben, höchstens bis zum 60. Lebensjahr; bei Erziehungsrenten, die vor dem 01.01.2001 begonnen haben, noch etwas kürzer).

Eine Ausnahme ergibt sich, wenn Sie nach dem 25. Lebensjahr während des Bezugs einer Erziehungsrente versicherungspflichtige Sozialleistungen (z. B. Krankengeld, Arbeitslosengeld I) beziehen. Während des Bezugs dieser Sozialleistungen können Sie keine Anrechnungszeiten wegen Rentenbezugs angerechnet bekommen.

Die angerechneten Anrechnungszeiten wirken sich unmittelbar rentensteigernd aus, wenn Sie im selben Monat keine Beitragszeiten zur Rentenversicherung haben: Die Anrechnungszeiten werden – ganz vereinfacht gesagt – mit einem Wert versehen, der sich aus dem Durchschnitt Ihrer Beiträge zur Rentenversicherung berechnet, wobei die Beitragsdichte auch eine Rolle spielt (sogenannter Gesamtleistungswert).

Wurden in denselben Monaten, in denen Anrechnungszeiten wegen Rentenbezugs anerkannt werden, auch Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt, wird für die Anrechnungszeit ein Zuschlag ermittelt, wenn der Wert der Beitragszeit niedriger als der oben genannte Gesamtleistungswert ist. Der Zuschlag ist die Differenz zwischen dem Wert der Beitragszeit und dem Gesamtleistungswert. Diese Anrechnungszeiten können sich daher auch unmittelbar rentensteigernd auswirken.