EU-Rente

von
Didi

Hallo,
habe im August 2008 einen Antrag auf EU-Rente gestellt. Nach Abage, Widerspruch und erneuter Zurückweisung habe ich einen Anwalt eingeschaltet.
Ich war bis November 2008 arbeitslos ohne Leistungsbezug bemeldet. Danach bis Februar 2009 krankgeschrieben. Ich habe mich in diesem Jahr allerdings nicht wieder arbeitslos gemeldet, weil mir schon im letzten Jahr bei der AA gesagt wurde, dass man mich aufgrund meiner Krankheiten nicht wieder in den Computer aufnehmen würde.
Nun erhielt ich vom Sozialgericht Düsseldorf die Mittelung, dass die Fortdauer der Anwartschaft auf EU-Rente gefährdet sein könnte, da ich eben nur bis November 2008 arbeitslos gemeldet war.
Ein Rentenberater erklärte mir jedoch schon im letzten Jahr, dass die Zeit nach Antragstellung nicht interessieren würde, nur die Zeit vor Antragstellung.
Kann mir da ein Experte helfen, was denn nun richtig ist.
Vielen Dank

von
B´son

Hallo Didi,
aktuell ist es so, wie der Rentenberater gesagt hat, für die JETZT beantragte EM-Rente sind nur die vor der Antragstellung (bzw. vor dem Eintritt der Erwerbsminderung) zurückgelegten Zeiten interessant.

Sollte der Antrag endgültig abgelehnt werden, so hätten sie (sofern die Krankschreibung mit berücksichtigt wird) ab März 2009 eine Lücke. Diese Lücke hat z.B. zur Folge, dass nachfolgende Zeiten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug NICHT mehr angerechnet werden (und folglich gegebenenfalls der EM-Anspruch verloren geht).

Nach Abschluss des (EM-) Verfahrens haben sie die Möglichkeit, für den (während dieses Verfahrens) unbelegten zeitraum freiwillige Beiträge nachzuzahlen.
Bevor sie das allerdings tun empfehle ich ein Beratungsgespräch bezüglich Sinn und Zweck einer evtl. Beitragszahlung.

Experten-Antwort

Hallo Didi,

für den weiteren Erwerbsminderungsschutz bezogen auf einen späteren/ neuen Leistungsfall der Erwerbsminderung ist es durchaus wichtig, dass weiterhin rentenrechtliche Zeiten zurückgelegt werden.
Es sollte sich hierbei jedoch um Anrechnungszeiten (z.B. Zeiten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug, Zeiten der Arbeitsunfähigkeit) oder Pflichtbeiträge handeln. Freiwillige Beiträge tragen nur in bestimmten Fällen zur Aufrechterhaltung des Erwerbsminderungsschutzes bei. Zeiten der Arbeitsunfähigkeit ohne Leistungsbezug durch die gesetzliche Krankenkasse können anhand von geeigneten Unterlagen (Bescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse, des Arztes, etc.) nachgewiesen werden.

Sollte tatsächlich eine Lücke in Ihrem Versicherungsschutz eingetreten sein, so ist dringend zu empfehlen, dass Sie wieder Pflichtbeiträge zahlen, z.B. durch die Aufnahme eines Minijobs mit Aufstockung.

von
Lisa

Mich wundert, dass B'son den Fragesteller nicht wieder 'auseinander pflückt', wie er das bei fast jedem anderen hier macht, weil dieser von 'EU-Rente' schreibt, die es ja gar nicht mehr gibt. Scheinbar handelt Herr B'son je nach Sympathie und persönlichem Gutdünken in jedem Fall anders.