EU-Rente abgelehnt, aber Erkrankung hat sich verschlimmert. Was nun?

von
Ruth Schneider

Mein Mann (52) ist seit 2008 arbeitsunfähig aufgrund multipler Erkrankungen. Herzerkrankung hat sich nun verschlimmert. Ihm wurde ein Defibrillator implantiert. Die Kardiologen haben eine erneute Verschlechterung festgestellt. Rentenantrag wurde im Januar 2010 endgültig abgelehnt. Widerspruch war erfolglos. Seit Juli Teilhabe am Arbeitsleben-Kurs in Vollzeit, den mein Mann aber nicht schafft. Er ist aktuell auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben. Im April 12 endet die Maßnahme der DRV. Es kommt von nirgends her mehr Geld. Arbeitsamt ist auch ausgeschöpft. Wenn mein Mann jetzt einen erneuten EU-Antrag stellt, wird das Übergangsgeld sofort gestoppt. Was sollen wir tun? Ich benötige dringend Hilfe!
Danke
Ruth Schneider

von
KSC

Das naheliegenste wäre sicher das Problem mit Ihrem Rehafachberater zu besprechen - diesen sollte eigentlich jeder kennen, der in einer von der DRV finanzierten LTA Maßnahme ist.

Letztlich geht es darum ob und was Ihr Mann noch beruflich leisten kann.

von
Krämers

Wenn ihr Mann jetzt weiter länger krank geschrieben ist und im Kurs fehlt, wird die Massnahme ja irgendwann wegen der Fehlzeiten völlig siinnlos und der RV wird das ja dann von der Kursleitung auch gemeldet.

Dann würde die RV prüfen ob die Masssnahme nicht aus gesundheitlichen Gründen ganz abgebrochen werden muss. Würde mich nicht wundern , wenn dann nicht auch eine Verschlechterung der Erkrankungen festgestellt würde und dann letztlich auch auf diesem Umwege jetzt dann doch noch zu einer EM-Rente führen würde...

Eine aus gesundheitlichen Gründen abgebrochene Massnahme spricht immer für eine EM-Rente. Das muss ihr Mann dann nur vehement mit Hilfe des behandelndens Arztes durch Vorlage von Attesten und möglichst auch mit einem Anwalt/ Sozialverband etc. durchboxen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frau Schneider,

wenn sich der gesundheitliche Zustand Ihres Mannes verschlechtert hat, dann würde ich es für naheliegend halten, einen neuen Rentenantrag zu stellen. Zumal er ja an der Teilhabe-Maßnahme gar nicht mehr teilnehmen kann und somit ein Abbruch der Maßnahme in Frage kommt.
Sie sollten dem Rat von Forumsteilnehmer KSC folgen und unbedingt das Gespräch mit dem zuständigen Reha-Fachberater suchen, um gemeinsam mit dem RV-Träger zu einer abgestimmten Lösung zu kommen.