eu rente keine reaktion der drv

von
afatsum

Hallo. Ich hoffe, ich finde hier im Forum eine Antwort auf meine Fragen. Da ich nicht weiss, wie ich meine Situation formulieren soll, stelle es chronologisch dar Seit 1994 Depression und angstzustände 1998 bis 1999 3x an der bandscheibe operiert 1998 bis 1999 3x AHB 2000 erwerbsunfähigkeit von der drv festgestellt 2000 Widerspruch eingereicht, da die zu erwartende Eu Rente zu gering ausgefallen wäre. Ab 2000 Zähne zusammengebissen um eigenständig auf den Beinen zu stehen. 2009 erneute BS OP 2012 Herzinfarkt und koronale Herz Krankheiten 2013 Vertiefung von 4 Wirbel geplant Nun bin ich seit Januar 2012 durchgehend AU. Im August 2012 wurde ich von der Krankenkasse Aufgefordert einen reha Antrag zu stellen. Psychosomatische Reha wurde von der drv für 5 Wochen bewilligt und 7 Wochen von ende Februar bis Mitte April 2013 durchgeführt. Erwerbstätigkeit im jetzigen und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für unter 3 Stunden sowie eine befristete berentung wird im Abschlussbericht angegeben. Da die drv im Juni 2013 auf den Abschlussbericht nicht reagiert hat und bei mir Aussteurung anstand, Stellte ich Antrag auf EU Rente und meldete mich arbeitslos. Nun bekomme ich nach Begutachtung durch den medizinischen Dienst ALG 1 nach Paragraf 145 sgb. Da das ALG 1 auch befristet ist und die drv nicht reagiert, weiss ich nicht voran ich bin. Normalerweise hätte doch mein reha Antrag umgedeutet werden müssen. Auf persönlichen und telefonischen anfragen wird mir immer nur gesagt, dass mein Vorgang in Bearbeitung ist. Was ich denn eigentlich will, mein ALG 1 sei doch höher als die zu erwartende EU Rente. Mir geht es nicht um die Höhe, sondern darum, dass ich endlich zu Ruhe kommen kann. Für Tipps und Anregungen was ich machen kann, bedanke ich mich im voraus.

von
Herz1952

So wie ich Ihren Fall sehe, werden Sie die volle Erwerbsminderungsrente erhalten. Bis darüber entschieden ist, dauert es wahrscheinlich noch einige Zeit.

Die RV hat insoweit recht, dass die eigentlich zu ihrem Vorteil ist, weil ALG I höher ist als die zu erwartende Rente. Diese wird ab Antragstellungsmonat gewährt.

Die Differenz brauchen Sie nicht zurückzuzahlen, sondern die RV rechnet mit der Arbeitsagentur ab und die hat gewissermaßen das "Nachsehen".

Beim ersten mal wird die EM-Rente auf 3 Ja Jahre befristet sein, danach kann sie auf "unbestimmte" Zeit gewährt werden. Allerdings können dann auch Überprüfungen erfolgen.

Möge sich unser Gesundheitsstatus wenigsten nicht verschlechtern. Die privaten Einschränkungen und der finanzielle Verlust "reicht vollkommen aus".

Herz1952

von Experte/in Experten-Antwort

Zu der von Ihnen geschilderten Situation kann ich Ihnen wenig raten. Der Entlassungsbericht aus der Rehabilitation bedeutet nicht, dass unbedingt Erwerbsminderung bei Ihnen vorliegt. Da dies medizinische Entscheidungen sind, kann man im Forum hierzu auch kein Urteil geben. Diese unsichere Lage belastet Sie verständlicherweise stark, kann jedoch von Ihnen kaum beeinflusst werden. Bleiben Sie mit der Sachbearbeitung in Kontakt. Die können Ihnen zumindest die Sachstandslage offen legen.

von
Otto N.

Zitiert von: Herz1952

So wie ich Ihren Fall sehe, werden Sie die volle Erwerbsminderungsrente erhalten.

Hat Ihnen Ihre Glaskugel auch verraten, wie hoch die Rente sein wird?

Oder lesen Sie aus dem Kaffeesatz?

von
afatsum

Der Rehabilitations Antrag gilt gleichzeitig als rentenantrag, sollte die Erwerbstätigkeit nach der Rehabilitation nicht hergestellt werden können. So stand es jedenfalls im RehaAntrag. Wenn nun der Entlassungsbericht, in denen die Erwerbsfähigkeit bis 3 Stunden und zusätzlich eine befristete Berentung beinhaltet nichts bedeutet, dann weiss ich nicht wonach die drv ihre Bescheide erstellt. Da meine zuständige drv in Frankfurt Oder sitzt, war ich des öfteren in Berlin vor Ort und habe auch von Berlin aus anrufen lassen sowie selber angerufen. Eine Antwort auf die Sachlage war nicht zu bekommen, weil meine Akten mal beim ärztlichen Dient, in der Reha Abteilung, in der Rentenabteilung oder der Zugang nicht möglich ist weil der Computer gerade nicht funktioniert. Ich verstehe die Verzögerung nicht. Hätte es jedenfalls irgendwo ein Anlass für eine Ablehnung gegeben, wehre der Ablehnungbescheid längst draußen. Die Frage ist nun ob man hier ( als ob man nicht schon genug Stress hat) einen Rechtsanwalt einschalten muss, um endlich eine Sachstandsanfrage von der drv beantwortet zu bekommen.

von
Herz 1952

Das kann Ihnen die DRV Bund nach "Kontenklärung" mitteilen (Ihr individueller Versicherungsverlauf ist maßgebend).

Der Experte hat natürlich recht. Es kommt auf Ihre medizinisch begründete Erwerbsunfähigkeit an. Wahrscheinlich wird von der RV noch ein Arzt eingeschaltet, der zur RV-Begutachtung zugelassen ist. Bei Ablehnung können Sie natürlich Widerspruch einlegen (50 % der Anträge werden erst einmal abgelehnt). Da bei Ihnen mehrere
krankheitsbedingte Einschränkungen vorliegen, können es auch mehrere Gutachter sein.

Bei mir selbst war es (leider) allzu klar. Grob gesagt hatte ich auch nach einem Stent und vier Bypässen nur noch ca. 1/3 der Gesamt-Herzleistung mit der Tendenz zur Verschlechterung.

Ihre Rentenversicherungs-Beratungsstelle kann Ihnen auch auf Termin die zu erwartende Rente berechnen. Ich habe mit der Beratungsstelle nur gute Erfahrungen gehabt. (auch schon vor meinen Infarkten).

Bei mir war die Netto-Rente ca. 55 % meines letzten Netto-Gehaltes (ist je nach Versicherungsverlauf unterschiedlich).

Ich hätte gerne noch eine Glaskugel, die mir sagen würde, ob ab 01.07.2014 eine Neuberechnung vorgesehen ist, d.h. für EM-Renten vor dem 60. Lebensjahr eine Zurechnung von 2 Jahren (bis 62. LJ statt nur bis 60.

Herz 1952

von
Prüfer

" Wenn nun der Entlassungsbericht, in denen die Erwerbsfähigkeit bis 3 Stunden und zusätzlich eine befristete Berentung beinhaltet nichts bedeutet, dann weiss ich nicht wonach die drv ihre Bescheide erstellt."

Das was im Rehabericht zur Erwerbsfähigkeit steht ist n i c h t bindend für die Rentenversicherung. Das ist nur eine Art Vorschlag oder Empfehlung wenn man so will.
Der med. Dienst der RV prüft den Rehabericht und kann sich dem anschließen oder auch nicht.

Nur wenn sich der med. Dienst der Empfehlung zur EM aus dem Rehabericht auch anschliesst wird der Rehaantrag
umgedeutet und Sie werden zur EM-Antragstellung aufgefordert. Da dies bei ihnen - damals nach der Reha - offentsichtlih nicht geschehen ist hielt die RV Sie eben- damals !! - nicht für EM. Aber das haben Sie ja wohl damals auch selbst schon bemerkt :

" Da die drv im Juni 2013 auf den Abschlussbericht nicht reagiert hat "

Da Sie dann erst später einen EM-Antrag gestellt haben wird die ganze Sache neu medizinisch geprüft und das dauert eben seine Zeit. Das Ergebnis - wo Rente oder nicht - ist jedenfalls nicht vorhersehbar. Mehr als abwarten bleibt ihnen ja nicht da der Antrag ja in Barbeitung ist.

von
Prüfer

" Wenn nun der Entlassungsbericht, in denen die Erwerbsfähigkeit bis 3 Stunden und zusätzlich eine befristete Berentung beinhaltet nichts bedeutet, dann weiss ich nicht wonach die drv ihre Bescheide erstellt."

Das was im Rehabericht zur Erwerbsfähigkeit steht ist n i c h t bindend für die Rentenversicherung. Das ist nur eine Art Vorschlag oder Empfehlung wenn man so will.
Der med. Dienst der RV prüft den Rehabericht und kann sich dem anschließen oder auch nicht.

Nur wenn sich der med. Dienst der Empfehlung zur EM aus dem Rehabericht auch anschliesst wird der Rehaantrag
umgedeutet und Sie werden zur EM-Antragstellung aufgefordert. Da dies bei ihnen - damals nach der Reha - offentsichtlih nicht geschehen ist hielt die RV Sie eben- damals !! - nicht für EM. Aber das haben Sie ja wohl damals auch selbst schon bemerkt :

" Da die drv im Juni 2013 auf den Abschlussbericht nicht reagiert hat "

Da Sie dann erst später einen EM-Antrag gestellt haben wird die ganze Sache neu medizinisch geprüft und das dauert eben seine Zeit. Das Ergebnis - wo Rente oder nicht - ist jedenfalls nicht vorhersehbar. Mehr als abwarten bleibt ihnen ja nicht da der Antrag ja in Barbeitung ist.