EU Rente, Reha & viele Fragen...

von
Carmen

Guten Tag,

ich bin seit Dez. letzten Jahres arbeitsunfähig krank geschrieben und habe nach einem Krankenhausaufenthalt eine Reha beantragt die in erster Instanz abgelehnt wurde da die 4 Jahre noch nicht vorbei sind. Diese Reha war vor 3 ½ Jahren und wegen einer anderen Erkrankung. Ich habe Widerspruch eingelegt und wurde zum Gutachter bestellt. Der Gutachter des MDK hatte mich ebenfalls zu sich bestellt und mir gesagt ich habe keine Chance auf eine Reha wegen dieser Erkrankung! Aufgrund dieser Beleidigungen in dieser Untersuchung und des Anzweifelns der Kompetenz meiner mich behandelnden Ärzte und Befunde habe ich den Kurantrag zurückgezogen und resigniert. Ein Gerichtsverfahren würde ich zeitlich nicht überstehen und auch gesundheitlich nicht. Einer meiner behandelnden Ärzte empfahl mir eine EU Rente zu beantragen die befristet ist und so kam ich zu einem Rentenberater der mir so einiges erzählte was ich aber anzweifele. Unter anderem, dass der Arbeitgeber den Arbeitsplatz in diesen 3 Jahren der befristeten Rente bis zur erneuten Prüfung des Gesundheitszustandes freihalten muss, quasi wie bei den Mutterschutz?! Zudem hat mir dieser auch geraten die Reha zurückzuziehen, da es negative Auswirkungen auf meine EU Rente haben könnte, habe ich mit Konsequenzen zurechnen?!. Ich bin sehr verwirrt und hoffe hier auf Expertenrat?!

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Carmen

von
KSC

da kann ich nur zu einem persönlichen Beratungsgespräch bei einer Außenstelle der RV raten (wenn Sie aber alles anzweifeln, was man Ihnen sagt, weiß ich nicht ob es etwas bringt).

Was streben Sie eigentlich an?
Eine Rente, weil Sie nicht mehr arbeiten können oder eine REHA mit dem Ziel wieder arbeiten zu können? Zunächst sollte sich der Antrag nach Ihren Zielen richten.

Was bei den Anträgen rauskommt kann Ihnen online niemand vorhersagen, allerdings wird eine Rente (falls die bewilligt wird) wohl nur auf Zeit befristet, weil das so geregelt ist.

Und ob dann in 2 oder 3 Jahren Ihr Arbeitsplatz noch existiert (falls die Rente nicht verlängert wird) und Sie den überhaupt noch annehmen können (oder wollen), kann keiner vorhersehen.

Ob das Arbeitsverhältnis bestehen bleibt ist im übrigen kein Rentenproblem sondern eine arbeitsrechtliche Frage, die Sie Ihrem Arbeitgeber stellen sollten.

von
Carmen

Guten Abend,

zunächst vielen Dank für Ihr Feedback!
Ich habe mein Ziel klar definiert! Die Rente steht für mich im Vordergrund und zwar die Teil EU-Rente weil ich nicht mehr in der Lage bin Vollschichtig meinen Job zu tätigen! Ich Zweifel nicht grundsätzlich alles an, ich würde sagen ich hinterfrage weil ich verschiedene Aussagen zu diesem Thema erhalten habe ( Rentenberater bei einer Selbsthilfegruppe, Foren etc.) Ich kenne das System nun auch und weiß wenn man eine Reha beendet hat steht im Abschlussbericht immer drin, dass man Vollschichtig erwerbsfähig ist auch wenn man als arbeitsunfähig Krank entlassen wird. Aus eigener Erfahrung der letzten Kur gab es ein Attest das mich als Schiechtuntauglich befand und im Abschlußbericht der Reha stand drin, dass ich Vollschichtigerwerbsfähig bin, beides von ein und derselben Ärztin unterzeichnet!
Der Hintergrund für dieses Vorgehen liegt doch klar auf der Hand.
Wer kennt sich aus, stehen mir irgendwelche Konsequenzen bevor weil ich den Reha Antrag zurückgezogen habe und den Gutachter Termin des DRV nicht wahrgenommen habe?! Damit ich meinen Job nicht verliere möchte ich die Teilerwerbsminderungsrente beantragen. Eine Anerkannte Schwebehinderung habe ich bereits bis 2021.

Danke für Ihr Feedback und beste Grüße
Carmen

von
???

Hm, ich habe den Eindruck, dass Sie da ein paar Begriffe durcheinander bringen.
Arbeitsunfähig: Sie können aufgrund einer Erkrankung eine bestimmte Tätigkeit auf voraussichtlich begrenzte Zeit nicht mehr ausüben. Von einer Besserung ist auszugehen.
Teilweise Erwerbsminderung: Sie können auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch Tätigkeiten zwischen 3 und 6 Stunden verrichten. Dabei sind alle (!) möglichen Berufe zu berücksichtigen. Dieser Zustand hält vorraussichtlich länger als 6 Monate an.
Schichtuntauglich: Sie dürfen nur noch tagsüber, zu normalen Arbeitszeiten arbeiten. Sie können nicht mehr im Schichtbetrieb (Wechselschicht, Nachtschicht) arbeiten.
Vollschichtig arbeitsfähig in Bezug auf EM: Sie können auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als 6 Stunden arbeiten.
Von daher halte ich die Aussagen dieser Ärztin nicht für so widersprüchlich wie Sie meinen.
Mein Rat wäre: Lassen Sie sich die fraglichen Unterlagen in Kopie geben und besprechen Sie sie mit Ihrem behandelnden Ärzten.

von
Ypsilon

Es ist keinesfalls so das im Entlassungsbericht aus der Reha immer Arbeitsfähig steht.
Allerdings sollten Sie berücksichtigen das es viele Tätigkeiten gibt die man selbst mir größeren Behinderungen noch ausüben kann.
Eine Querschnittslähmung ist z.B.nicht gleichzeitig eine EU-Rente.So einfach wird das also nicht werden mit Ihrer Rente und ohne Begutachtung durch die Ärzte der DRV geht schon garnichts.

von
KSC

dann stellen Sie doch ganz einfach den Rentenantrag, nach ca 2 Monaten wissen Sie ob Sie Rentnerin sind oder ob es eine Ablehnung gibt.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass Sie vieles durcheinander bringen.

Nur ein Beispiel: es kann sein, dass Sie keinen Schichtdienst machen können, aber doch im Tagdienst 8 Stunden arbeitsfähig sind.
Das was Sie als ärztlichen Widerspruch sehen, sind in Wirklichkeit 2 Aussagen, die sich überhaupt nicht widersprechen. Und die Schwerbehinderung sagt gar nichts darüber, ob Sie grundsätzlich arbeiten können.

Ein Rollstuhlfahrer kann auf dem Bau nicht arbeiten, sehr wohl aber im Büro und beide sind schwerbehindert.

Aber seis drum: Sie kennen sich ja im System aus ;-)

Experten-Antwort

Den Beiträgen von "KSC" von 18:22 Uhr und "???" kann ich nichts hinzufügen.

von
Carmen

Guten Tag,

es mag ja sein das ich einiges „durcheinander werfe“ wie Sie das so schön nennen, jedoch beziehe ich meine Aussagen auf Wissen eines Rentenberaters und solchen Aussagen die man in Foren liest! Von meinem Beitrag hier im Forum habe ich mir erhofft Informationen sozusagen von der Quelle zu bekommen und keine Zynischen Bemerkungen, letztlich bin ich unwissend und unsicher! Fakt ist das es in dieser Gesellschaft immer um Kosten geht und keiner zahlen will. Auch klar ist mir, dass eine Schwerbehinderung nicht gleich bedeutet, dass man nicht mehr arbeiten gehen kann, jedoch bedeutet dies dass man nicht gesund ist! Ich habe mit meinem Arbeitgeber weil ich davon ausgegangen bin, dass ich bald wieder Vollzeit arbeiten kann wenn ich mich nun intensiv um eine Verbesserung meines Gesundheitszustandes in meiner Freizeit kümmere, einen befristeten Teilzeitarbeitsvertrag nach meiner letzten längeren Krankphase und der Wiedereingliederung vereinbart (der unbefristete Vollzeitarbeitsvertrag ist davon unberührt). Ich habe damals bei der Wiedereingliederung gemerkt, dass ich das nicht packe, mein Gesundheitszustand bessert sich aber nicht und ich bin schon wieder länger Zeit krankgeschrieben. Ich kann auf die Differenz finanziell nicht mehr verzichten, also Lösung bleibt also nur noch eine Teil Eu Rente weil ich ja nun arbeiten will aber meine Arbeit auch gut machen will, was derzeit einfach nicht mehr der Fall ist! Ich will wieder Freude am Leben haben oder glauben Sie das mir die soziale Isolation die ich durch alle meine Erkrankungen erfahre wirklich spaß macht?! Ich will mich wieder auf meine Arbeit konzentrieren und meine Freizeit genießen können. Meine Fragen werden hier leider nicht wirklich beantwortet, wahrscheinlich weil Sie selber „nur“ User sind!? Denen, die es ernsthaft versucht haben sei gedankt.

Viele Grüße
Carmen

von
Rosanna

Hallo Carmen,

also jetzt möchte ich mich auch einmal zu Wort melden.

Ich kann ja voll und ganz verstehen, dass Sie in Ihrer jetzigen Situation unglücklich, unzufrieden und gefrustet sind!

ABER: Generell versucht jeder "User", ob Experte, DRV-Mitarbeiter oder "Laie" (also "normaler" User), den anderen Forumsteilnehmern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Antworten oder auch nur irgendwelche Denkanstösse zu geben.

Ich finde es nicht fair von Ihnen, jetzt diejenigen User anzugreifen, die Ihnen nicht bis auf den Punkt genau Ihre Probleme lösen können/konnten!

Ich gebe Ihnen den Tipp, mit Ihrem sehr komplexen Problem, das von einem Forumsteilnehmer, auch vom Experten, vermutlich kaum gelöst werden kann, ein persönliches Beratungsgespräch mit einem kompetenten Sachbearbeiter der DRV zu führen. Oder bei einem anderen Rentenberater ODER Sozialverband wie z.B. VdK Hilfe zu suchen. Es geht in Ihrem Fall ja auch um arbeitsrechtliche Fragen. Was erhoffen Sie sich denn tatsächlich, in diesem Forum eine befriedigende Antwort zu finden?

Es gibt halt nun mal Dinge, die lassen sich in einem Forum nicht klären.

Wenn Sie z.B. das Forum der AOK besuchen und dort med. Fragen stellen, können Ihnen die Experten auch nur "allgemein" antworten. Zum Arzt müssen Sie dann trotzdem gehen.

MfG Rosanna.

von
Marina S.

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Ärztin riet mir, aufgrund meiner diagnostizierten schweren Krankheit EU Rente zu beantragen.
Ich übe zur Zeit einen Minijob(10 h/Woche) aus.
Bei der Agentur für Arbeit bin ich zur Zeit nicht arbeitsuchend gemeldet,da man mich irrtümlicherweise
abgemeldet hat wegen der Aufnahme des Minijobs.Ich habe mich auch noch nicht wieder angemeldet, und war in dem Glauben, wenn ich meine Rentenbeiträge aufstocke, meine Rentenzeiten weiter berechnet werden und ich Anspruch auf EU Rente habe.
Hätte ich Anspruch auf eine EU Rente oder muss ich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet sein?Wie sieht es mit der Krankschreibung aus? Antwort Gruss Marina S:

von
Carmen

Hallo Rosanna,

danke Ihnen für Ihre Meinung. Ich bin auch nicht davon ausgegangen das man meinen Komplexen Fall komplett hier lösen kann jedoch die ein oder andere Frag beantworten kann, Erfahrungen austauschen etc. jedoch hat man meinen Informationsstand oder Formulierung ins Lächerliche gezogen! Darum ging es!
Einen Termin bei der Beratungsstelle des DRV habe ich bereits, danke.

Beste Grüße
Carmen

von
Schade

ob Sie einen konkreten Anspruch haben, kann man mit den gelieferten Informationen nicht erkennen.

Sie haben dann den Versicherungsschutz, wenn Sie in der RV 5 Beitragsjahre haben und in den letzten 5 Jahren vor der Erwerbsminderung 3 Jahre pflichtversichert waren.

Wie die Situation medizinisch beurteilt wird, weiß keiner im Forum.

Ob der Arzt Sie für den Minijob krankschreibt oder der Meinung ist, dass Sie trotz Erwerbsminderung (sonst hätte er ja nicht zum Antrag geraten) noch geringfügig arbeiten können?
Wer im Forum soll das beurteilen können?

Ist es sinnvoll sich arbeitslos zu melden, wenn man sich für nicht erwerbsfähig hält? - auch das hängt vom Einzelfall ab?

Bitte mit Arzt besprechen und ggfls. ein Beratungsgespräch bei der RV führen.

von
Rosanna

Hallo Carmen,

das sieht vielleicht jeder anders, aber ich kann eigentlich nicht erkennen, dass etwas ins Lächerliche gezogen wurde. Und die Fragen, die sich beantworten ließen, wurden doch auch beantwortet!

Aber sei´s drum. Da Sie jetzt einen Termin bei der DRV haben, wird sich vermutlich einiges klären. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

MfG Rosanna.