< content="">

EU Rente - Schr. Hinzuverdienstgrenze

von
Andrea121

Hallo, ich habe wie so viele hier eine Frage. Habe einen EU-Rentenantrag gestellt, bin noch in einem Angestelltenverhältnis mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 19,25 also täglich 3.45 Std. Bin allerdings schon lange im Krankenstand. Nun habe ich von der DRV ein Schreiben bekommen, worin ich aufgefordert wurde, daß mein Arbeitgeber meinen zu erwartenden Lohn einträgt, um die Hinzuverdienstgrenze berechnen zu können. Bekomme allerdings im Moment Krankengeld von der Krankenkasse.
Jetzt bin ich sehr verunsichert, weil bei einer vollen EU-Rente die Grenze allgemein bei 450 Euro liegt, bei den Teilrenten individuell errechnet wird. Kann es sein, daß ich nur eine Teilrente bekomme und das verstehe ich nicht, da ich ja nur 3,45 Std. täglich arbeite. Was soll da eine Teilrente sein.
Ich bitte um Verständnis für meine Frage. Ich blick nicht durch.
Danke und Gruß Andrea

von
KSC

Sobald sie wieder wie bisher halbtags arbeiten können und das auch tun, können Sie ja auch kaum erwarten die volle Rente zu bekommen, oder?

Wenn Sie nicht arbeiten oder nur unter 450 € wäre das anders.

von
Andrea1

Hallo, viell. habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt. Meine Frage geht dahin, da ich dieses Schreiben für die individuelle Hinzuverdienstgrenze von meinem AG ausgefüllt bekam, falls ich eine Teilrente bekomme, wie das aussehen könnte. Arbeite ich dann nur noch knapp 2 Std. Ich verstehe das nicht. Meines Erachtens kann es doch bei mir nur auf eine volle EU-Rente hinausgehen, wegen der Stundenzahl.
Und bitte eine kleine Hilfe, wie schaffe ich es die 3 überflüssigen Beiträge hier rauszulöschen. Habe den Post irgendwie hier 4 x eingestellt. Peinlich. Danke und Gruß

von
KSC

Das weiß doch niemand im Forum, ob und wielange Sie künftig arbeiten und was Sie dann verdienen!

Wenn momentan nicht absehbar ist, dass Sie überhaupt dort wieder arbeiten können, soll der AG das angeben.

Wenn Sie ab xx.xx.2016 wieder wie bisher arbeiten wollen und können, gibt der AG das eben so an und dann kriegen Sie neben einer Halbtagesarbeit garantiert nicht die volle Rente..

Und wenn nur noch ein Minijob möglich ist, dann schreibt der AG, dass Sie künftig mit der und der Arbeitszeit voraussichtlich xxx € verdienen.

Alles weitere klären Sie direkt mit der Sachbearbeitung - im Forum zu spekulieren, was alles sein könnte, bringt Ihnen nichts.

von
Leo

... vielleicht sollte sich hier manche Leute die hier antworten einmal Gedanken darüber machen wie es einem Menschen der eine Erwerbsminderungsrente beantragen muss gehen könnte.
Zudem man sich ja zudem üblicherweise mit dem ganzen System (noch) nicht auskennt...

Sind Fragen da nicht normal und ist dieses Forum nicht genau dafür gedacht ? (Zumal sich die Frage ja eindeutig auf die Themen dieses Forums bezieht!!! )

@ Andrea121: hier werden sich sicher noch Experten melden die Dir das alles bestens erklären !
Das Schreiben habe ich bei meinem Antrag auch bekommen. Und so wie ich es verstanden habe (ich habe hier auch gefragt) deckt diese Arbeitgeberanfrage erstmal allgemein alle Eventualitäten ab.
Ob und wieviel Stunden du vor deiner AU gearbeitet hast ist eigentlich nicht relevant, da die Erwerbsminderung ja erst noch festgestellt werden muss. (Befundberichte, Gutachten etc.)
Ich wünsche Dir alle Gute und drück Dir die Daumen!

LG LEO

von
SuchenUndFragen

Hallo Andrea121,

für mich stellt sich das so dar:

Wenn die EM-Rente bewilligt wird, gibt es Hinzuverdienstgrenzen. Bei 450 Euro pro Monat Hinzuverdienst wird die Rente nicht gekürzt. Bei mehr Hinzuverdienst gibt es eine Teilrente. Wie hoch die ausfällt (ob 1/3 oder 1/2 oder 2/3) hängt von den individuellen Hinzuverdienstgrenzen ab (die man dann sinnvollerweise auch "richtig" ausnutzt, wenn man dazu in der Lage ist - ein geringfügiges Überschreiten hat den "Sprung" in die nächste Teilrentenstufe zur Folge - bitte dazu am besten noch mal bei einer Beratungsstelle einen Termin ausmachen!). Für die inidviduellen Hinzuverdienstgrenzen ist das Formular des Arbeitgebers erforderlich.
Die Hinzuverdienstgrenzen haben erst mal mit der Anzahl der Stunden nichts zu tun (oder eben nur insofern, als bei einem hohen Stundenlohn die 450 Euro oder die nächste Hinzuverdienstgrenze bei mehr Stunden schneller überschritten werden).
Die Anzahl der Stunden, die man noch arbeitet, spielen eventuell eine Rolle dabei, ob die Rente wegen voller Erwerbsminderung oder wegen Teilerwerbsminderung gezahlt wird.

Experten-Antwort

Hallo Andrea121,

zunächst einmal muss die medizinische Seite geklärt werden. Das heißt: Der Sozialmedizinische Dienst des Rentenversicherungsträgers legt fest, in welchem Umfang Sie noch arbeiten können. Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung (früher EU-Rente) steht z. B. nur zu, wenn das tägliche Arbeitsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf unter 3 Stunden gesunken ist. Allerdings spielt für die Beurteilung, ob Sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung oder wegen teilweiser Erwerbsminderung erhalten, dann auch noch der Arbeitsmarkt eine Rolle. Hier wird z. B. geschaut, ob Sie das medizinisch festgestellte Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auch noch verwerten können.

Erst wenn danach feststeht, ob Sie überhaupt Anspruch auf die Rente wegen voller oder wegen teilweiser Erwerbsminderung haben, stellt sich die Frage, in welcher Höhe die Ihnen zustehende Rente ausgezahlt wird. Und jetzt kommt der Hinzuverdienst ins Spiel!

Auswirkungen auf Ihre Rente hat Ihr Hinzuverdienst immer dann, wenn er bestimmte Grenzen überschreitet. Das bedeutet, dass Ihre Rente dann gar nicht mehr oder nur noch in geringerer Höhe gezahlt werden kann.
Bei der Frage nach dem zulässigen Hinzuverdienst wird zwischen der Rente wegen voller Erwerbsminderung und der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung unterschieden. Nur bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung gibt es die Grenze von 450 € monatlich. Wird diese Grenze eingehalten, kann die Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller Höhe ausgezahlt werden. Wird diese Grenze überschritten, gelten - wie auch bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung - individuelle Hinzuverdienstgrenzen. Entscheidend hierfür sind der versicherte Verdienst beziehungsweise die rentenrechtlichen Zeiten vor Eintritt der Erwerbsminderung – umgerechnet in sogenannte Entgeltpunkte – und der Ort, an dem der Verdienst erzielt wird (alte oder neue Bundesländer). Als Hinzuverdienst gelten der monatliche Bruttoverdienst, der monatliche steuerrechtliche Gewinn (Einkünfte aus Gewerbebetrieb, aus selbständiger Arbeit und aus Land- und Forstwirtschaft), vergleichbares Einkommen (zum Beispiel Abgeordnetenbezüge) sowie bestimmte Sozialleistungen.

Der Rentenversicherungsträger muss also ermitteln, wie hoch Ihr monatlicher Hinzuverdienst neben der Rente sein wird und erfragt diesen deshalb beim Arbeitgeber. Dann vergleicht er diesen mit den Hinzuverdienstgrenzen für die zustehende Rentenart, um die Rentenhöhe zu bestimmen.

Weitere Einzelheiten können Sie der Broschüre "Erwerbsminderungsrentner: So viel können Sie hinzuverdienen" entnehmen (s. folgender Link).

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/erwerbsminderungsrentner_hinzuverdienen.pdf?__blob=publicationFile&v=34