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EU-Rente und Hinzuverdienst

von
Sunny

Hallo,
ich beziehe eine Erwerbsunfährigkeitsrente und verdiene mir monatlich 400 € dazu. Laut Hinzuverdienstgrenze darf ich diese 400 € 2x im Jahr um das Doppelte erhöhen. Also insgesamt ein Jahresverdienst von 5.600,00 € (10x400= 4.000 € + 2x800= 1.600 €) haben.
Jetzt ist es aber so, dass mein AG sagt, dass die Jahreseinkommensgrenze für geringfügige Beschäftigungen nicht die 4.800 € (also 400 x 12) überschreiten darf. Ist es so? Wie kann ich mich verhalten, damit ich vielleicht doch auf das Jahreseinkommen von 5.600 € komme.
Vielen Dank im Vorraus und beste Grüße an Alle

von
KSC

Wenn allen von vornherein klar ist, dass Sie die "Höchstgrenze" von 5600 € durch zulässiges 2 maliges Überschreiten erreichen wollen und werden, liegt beitragsmäßig kein Minijob mehr vor, sondern ein mehr als geringfügiges Beschäftigungsverhältnis innerhalb der Gleitzone.

Folge daraus wäre, dass Sie nicht mehr unter die Pauschalierungen eines Minijobs fallen, sondern wieder versicherungspflichtig in den SV Zweigen wären. Dies hätte zur Folge, dass man Ihnen wieder die Arbeitnehmerbeiträge abziehen müsste, sodass Sie netto wohl kaum mehr verdienen würden als bei 12 x 400 €.

Und ob der AG mitmacht und aus dem Minijob eine versicherungspflichtige Beschäftigung macht, ist dessen Sache.

Ob die "Gier" nach dem letzten Euro an zulässigem Zuverdienst unterm Strich der Weisheit letzter Schluss ist, will ich nicht kommentieren.

von
W*lfgang

Zitiert von: Sunny

Jetzt ist es aber so, dass mein AG sagt, dass die Jahreseinkommensgrenze für geringfügige Beschäftigungen nicht die 4.800 € (also 400 x 12) überschreiten darf. Ist es so?

Hallo Sunny,

KSC hat die Folgewirkungen schon beschrieben, aber zur Klarstellung: das eine ist Mini-Job (oder eben nicht mehr), das andere Hinzuverdienstgrenze bei Rentenbezug. Auch wenn die durch 2xiges Überschreiten der 400-EUR-Grenze keinen Einfluss auf die Rente hat, ist das Jahresentgelt von mehr als 4800 EUR eben kein Mini-Job-Entgelt mehr - und kann zu den von KSC genannten Folgen/SV-Pflicht in allen Zweigen führen ...kann, nicht muss, aber das muss im Detail die Einzugsstelle/Krankenkasse klären, sprechen Sie mit der zwecks Aufklärung/Folgewirkung in Ihrem Fall.

Gruß
w.

von
Hamburgerin

Das ist ein Trugschluß mit dem Mehrverdienst von 2x 400 EUR !
Das gilt nämlich nur für "unvorhergesehene Fälle" wie z.B. Krankheitsvertretung. Urlaubs-und Weihnachtsgeld zählt also auch nicht "on Top" zum Jahresverdienst, denn das ist ja meistens vertraglich geregelt.

Hier kann man alles nachlesen: http://www.minijob-zentrale.de/nn_176828/DE/2__AG/01__400__euro__minijob/01__verdienstgrenzen/01__entgeltgrenze/Entgeltgrenze.html

von
Rentner

...oder Sie warten auf die güldenen 2013er von der Leyenschen Zeiten ;) Da kann man mehr dazu verdienen :)

Gruß Rentner

P.S.: den Einen wird's gegeben, den Anderen nicht

Experten-Antwort

Hallo Sunny,

den Beiträgen von „KSC“ und „W*lfgang“ ist aus meiner Sicht zuzustimmen. Die Regelungen zum Hinzuverdienst bei Rentenbezug (rentenrechtliche Regelung) und zum Minijob (versicherungsrechtliche Regelung) gehen hinsichtlich des zulässigen Überschreitens auseinander. Die von „Hamburgerin“ beschriebene Überschreitungsregelung betrifft nur den Minijob.

von
maxundmoritz

Naja Sie überschreiten dann doch sicherlich auch die tägliche Arbeitszeit von 3 h!

Das wird ja auch der Rentenstelle gemeldet ob es dann mal zu einer Nachprüfung Ihrer Erwerbsminderung kommt ist auch möglich!

Ob es die 800 Euro dann wert ist?

von
maxundmoritz

Naja Sie überschreiten dann doch sicherlich auch die tägliche Arbeitszeit von 3 h!

Das wird ja auch der Rentenstelle gemeldet ob es dann mal zu einer Nachprüfung Ihrer Erwerbsminderung kommt ist auch möglich!

Ob es die 800 Euro dann wert ist?