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EU Rente und JOb jahrelang nicht gemeldet ... was kann mir passieren ?

von
Sunny

Hallo, ich bekomme nun seit 2005 eine EU Rente wegen voller Erwerbsminderung. Seit September 2010 gehe nun einer regelmäßigen Tätigkeit auf freiberuflicher Basis nach. Ich arbeite in einem MArktforschungsinstitut 2,5 h am Tag , 3- 4 mal in der Woche. Der Verdienst beträgt 300 - 350 Euro monatlich, meistens sogar weniger. Ich mache dort telefonische Umfragen. Nun habe ich versäumt diese Tätigkeit zu melden, da ich sie ja nun seit 4 Jahren ausübe, können dort schlimme Konsequenzen auf mich zu kommen, wie Beispielsweise Gefängnis oder eine Geldstrafe ? Ich bitte um eine ehrliche Antwort. MFG

von
Cassandra

Gefängnis scheint mir sehr wahrscheinlich; kommt ja ständig vor, dass Rentner verhaftet werden und eine Haftstrafe auferlegt bekommen, weil sie etwas nicht gemeldet haben....
Okay, Scherz beiseite, holen Sie die Meldung bei RV-träger unverzüglich nach und alles ist gut. Sofern die Angaben über ihre Verdienste stimmen, wird gar nix passieren.

von
Frau Beller

Schauen Sie mal in ihren Rentenbescheid nach, ob da überhaupt steht, daß sie melden müssen.

Wenn sie sich an die Regeln, sprich Hinzuverdienstgrenzen gehalten haben, kann nichts passieren.

von
Hans-Peter

Sollte der Minijob bei der Minijobzentrale angemeldet sein, hat der Rentenversicherungsträger die Anmeldung eh schon bekommen.

Normalerweise prüft die Rentenversicherung Ihren Verdienst direkt beim Arbeitgeber nach, wenn die Meldung einer Beschäfigung eingegangen ist.

von
=//=

Zitiert von: Hans-Peter

Sollte der Minijob bei der Minijobzentrale angemeldet sein, hat der Rentenversicherungsträger die Anmeldung eh schon bekommen.

Normalerweise prüft die Rentenversicherung Ihren Verdienst direkt beim Arbeitgeber nach, wenn die Meldung einer Beschäfigung eingegangen ist.

@Sunny ist freiberuflich tätig.

von
=//=

Sofern Sie steuerpflichtig sind bzw. Ihre Tätigkeit beim Finanzamt gemeldet ist, informieren Sie die DRV über Ihrer Tätigkeit und übersenden Sie den Steuerbescheid. Der Gewinn aus der freiberuflichen Tätigkeit ist Einkommen im Sinne von § 96 a SGB VI. Sofern dieser unter 400 EUR bzw. 450 EUR liegt,ist dies rentenunschädlich.

Sollten Sie keinen Steuerbescheid haben, übersenden Sie der DRV andere Nachweise über Ihr Einkommen aus der freiberuflichen Tätigkeit.

Ins Gefängnis müssen Sie mit Sicherheit nicht und eine Geldstrafe gibt es auch nicht. ;-) Im Höchstfall müssen Sie einen Teil Ihrer Rente zurückzahlen, aber nur dann, wenn die Einkommensgrenze von 450 EUR brutto überschritten wird.

Experten-Antwort

Die Antwort von =/ /= ist zutreffend.
Im Rentenbescheid wurden Ihnen Mitteilungspflichten dargelegt, auf Hinzuverdienstgrenzen wurde auch hingeiwesen.
Die Volle Rt bleibt eine volle Rt sofern Sie nicht monatlich mehr als (derzeit) 450 Euro hinzuverdienen. Bei Selbständigen wird das Jahreseinkommen aus dem Steuerbescheid übernommen und durch zwölf geteilt, um ein Monatseinkommen zu ermitteln.
Die Minijob-Zentrale ist nicht im Bilde, denn geringfügige Selbst. gibt es nicht, kann also nicht angemeldet werden.
Die Nicht-Anmeldung einer Tätigkeit neben deer Rente ist eine Ordnungswidrigkeit. Bußgelder erheben wir im Allgemeinen nicht. Im Zwiefelsfall werden jedoch rückwirkend der Rt-anspruch überprüft und ggf. überzahlte Beträge zurückgefordert.

von
Herz1952

Hallo Sunny,

die Rentenversicherung macht keinen Ärger, soweit Sie die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten haben.

Ob es bei Ihrem steuerpflichtigen Rentenanteil zuzüglich der Einnahmen aus freiberuflicher oder gewerblicher Tätigkeit kommt, kann ich so nicht beurteilen (wg Freibetägen, Steuerklassen Einstufung bzw. ledig/verheiratet). Falls Sie die Einnahmen im Steuerbescheid angegeben haben, ist das für das Finanzamt auch erledigt.

Meistens wird vergessen, die Tätigkeit der Krankenkasse zu melden. Die Freigrenze beträgt 1/7 der mtl. Bezugsgröße (z.Zt. ca 140,-- Euro mtl.) Da es sich nicht um einen F r e i b e t r a g handelt, ist bei einer Überschreitung der Gesamte Hinzuverdienst kranken- und pflegeversicherungspflichtig. Und zwar muss der Freiberufler den gesamten Anteil selbst tragen. Ausnahmen gelten bei Überschreitung der Beitragsbemessungsgrenze, diese wäre der Höchstbetrag aus dem die KV/PV berechnet werden könnte.

Vielleicht ist ein Fachmann einer Krankenkasse im Forum, der hierüber genauere Angaben machen kann und was jetzt getan werden müsste.

Selbstverständlich können Sie sich auch an Ihre Krankenkasse direkt wenden und aufklären lassen.

Herz1952

von
SozPol

Zitiert von: Frau Beller

Schauen Sie mal in ihren Rentenbescheid nach, ob da überhaupt steht, daß sie melden müssen.

Wenn sie sich an die Regeln, sprich Hinzuverdienstgrenzen gehalten haben, kann nichts passieren.

Völliger Unsinn. Natürlich sind da Hinweise über Hinzuverdienst und Beschäftigung enthalten! Was glauben Sie eigentlich?
Und natürlich gibt es Strafen, sogar die Höchststrafe!

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

...die Rentenversicherung macht keinen Ärger, soweit Sie die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten haben.

Das ist eine ziemlich gewagte Aussage, denn:

Zitiert von: Herz1952

Die Nicht-Anmeldung einer Tätigkeit neben deer Rente ist eine Ordnungswidrigkeit. Bußgelder erheben wir im Allgemeinen nicht.

"Im Allgemeinen" bedeutet aber nicht, dass grundsätzlich keine Bußgelder verhängt oder keine strafrechtlichen Schritte eingeleitet werden.

Es kommt - wie immer - auf den Einzelfall an.

MfG

Experten-Antwort

Wir wollen das nochmal ergänzen:
Die minderschweren Fälle sind quasi Ordnungswidrigkeiten und daher nicht als Straftat nach dem Strafgesetzbuch zu ahnden. Es gibt jedoch auch Fälle wo eine Rentenleistung in betrügerischer Absicht erlangt wurde. Solche Fälle liegen vor, wenn falsche Tatsachen vorgespiegelt wurden, die zur Fehleinschätzung der Erwerbsfähigkeit führen und im Ergebnis zu einer EM-Rente.
Unterm Strich kann auch die Leistung versagt werden, wenn Auflagen nicht erfüllt werden, bzw. eine erforderliche Mitwirkung nicht erfolgt. Insofern raten wir doch jedem Rentenempfänger besser bei uns Rat einzuholen ob oder inwieweit die Aufnahme einer Beschäftigung oder selbst. Tätigkeit Auswirkungen auf den weiteren Rentenbezug haben kann.
In Ihrem Fall wäre es korrekt, die Tätigkeit nachträglich mitzuteilen.

von
Sunny

Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten. Dann werde ich die Tätigkeit melden. In welcher Form muss das denn erfolgen ? Geht das auch telefonisch ?

von
=//=

Zitiert von: Sunny

Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten. Dann werde ich die Tätigkeit melden. In welcher Form muss das denn erfolgen ? Geht das auch telefonisch ?

Da Sie sowieso Nachweise über Ihr Einkommen übersenden müssen, sollten Sie die Meldung schriftlich machen!