eu rente, wahlhelfer ?

von
nachtlicht

hi,
ich bekomme die volle eu rente, würde aber trotzdem versuchen im September als Wahlhelfer zu arbeiten.
für diesen einen sonntag bekommen die helfer 31 euro . meine frage : muss ich die iwie bei der Rentenversicherung angeben ? wenn ja: bestimmt mehr papierkram als nutzen.
gruss an alle hier.

Experten-Antwort

Der Bezug einer Erwerbsminderungsrente (bzw. bei Altfällen Erwerbsunfähigkeitsrente) unterliegt den
Hinzuverdienstbeschränkungen. Die Grenze für die volle EM-Rente beträgt seit 01.01.2013 monatlich 450€ , mit der Möglichkeit zweimal im Kalenderjahr diese doppelt zu überschreiten (unter Beachtung des sogenannten Vormonatsprinzips).
Unklar ist ob die Tätigkeit als Wahlhelfer als Aufwandsentschädigung aus ehrenamtlicher Tätigkeit (kann dann zum Teil steuerfrei und nicht anrechenbar sein) oder aus abhängiger (geringfügiger) Beschäftigung einzuordnen ist. Haben Sie keine weiteren anrechenbaren Einkünfte, ist die Hinzuverdienstgrenze eingehalten und für den Rentenbezug unschädlich. Sie haben im Rentenantrag eine Erklärung unterschrieben, in der sie sich verpflichten, den Rentenversicherungsträger zu benachrichtigen wenn sie eine Beschäftigung aufnehmen. Machen Sie also eine Kopie von der Abrechnung als Wahlhelfer und senden dies unter Angabe ihrer Versicherungsnummer an die Rentenversicherung. Oft reicht dann auch schon ein Anruf bei der Sachbearbeitung.

von
öha

Wahlhelfer ist Ehrenamt - keine wie auch immer geartete Beschäftigung. Der Zahlbetrag ist folglich eine Aufwandsentschädigung; keine Bezahlung - bei 10 Std. Wahlschicht und 2,5 Stunden Aufbau/Abbau/Auszählen/Abgeben wären wir bei 2,48 EUR/Stundenlohn ;-)

In Bayern gibt es sogar nur 25 EUR (drum wird dort auf zweimal gewählt)!

von
Schießl Konrad

Zitiert von: öha

Wahlhelfer ist Ehrenamt - keine wie auch immer geartete Beschäftigung. Der Zahlbetrag ist folglich eine Aufwandsentschädigung; keine Bezahlung - bei 10 Std. Wahlschicht und 2,5 Stunden Aufbau/Abbau/Auszählen/Abgeben wären wir bei 2,48 EUR/Stundenlohn ;-)

In Bayern gibt es sogar nur 25 EUR (drum wird dort auf zweimal gewählt)!

Schon deswegen, der Staat, die Gemeinde
kann notfalls Bürger als Wahlhelfer verpflichten.

Hat man den richtigen Beruf gewählt, gibt es noch einen zusätzlichen bezahlten Urlaubstag vom Arbeitgeber.

Die Anmerkung, hinsichtlich zwei Wahltagen
ist Quatsch, wäre aber einer Bayerischen
Denkweise nicht unüblich.

von
=//=

Zitiert von: öha

Unklar ist ob die Tätigkeit als Wahlhelfer als Aufwandsentschädigung aus ehrenamtlicher Tätigkeit (kann dann zum Teil steuerfrei und nicht anrechenbar sein) oder aus abhängiger (geringfügiger) Beschäftigung einzuordnen ist. Haben Sie keine weiteren anrechenbaren Einkünfte, ist die Hinzuverdienstgrenze eingehalten und für den Rentenbezug unschädlich. Sie haben im Rentenantrag eine Erklärung unterschrieben, in der sie sich verpflichten, den Rentenversicherungsträger zu benachrichtigen wenn sie eine Beschäftigung aufnehmen. Machen Sie also eine Kopie von der Abrechnung als Wahlhelfer und senden dies unter Angabe ihrer Versicherungsnummer an die Rentenversicherung. Oft reicht dann auch schon ein Anruf bei der Sachbearbeitung.

Man kann´s aber auch wirklich komplizierter machen als es ist. ;-)

Ich bin seit über 25 Jahren Wahlhelfer. Als solcher bekommt man für die Stunden, an denen die Anderen am Wahlsonntag noch schön ihren Kaffee und Kuchen verdrücken und sonstige Aktivitäten machen können, eine doch recht knickrige Aufwandsentschädigung. Diese bekommt man gegen Unterschrift, da wird keine Rechnung erstellt.

Ich würde als Rentner einen Teufel tun, das der DRV zu melden. ;-) Viel Lärm um nichts.

von
Sozialröchler?

Selten so gelacht. Wo haben Sie denn diesen Scherz abkopiert? Ich mache den Job bei der DRV seit fast 40 Jahren aber so einen Scherzbold habe ich bisher noch nicht gehabt, der seine Aufwandsentschädigung als Wahlhelfer bei Rentenversicherung hätte als Arbeitseinkommen angeben wollen. Das wird nirgends gemeldet und dafür gibt es meines Wissens auch keine Abrechnung, die man einreichen könnte.

von
oder so

Zitiert von: Schießl Konrad

...Die Anmerkung, hinsichtlich zwei Wahltagen
ist Quatsch, wäre aber einer Bayerischen
Denkweise nicht unüblich.

Und damit steht fest: Sie sind nicht der echte Konrad Schießl, der regelmäßig seine Lesermeinung im Bayernkurier von sich gibt 8-) ;-) :-P