EU Rentenaufhebung, Anzeige möglich?

von
Lydia Steinert

Mein Nachbar ist schwerkrank und hatte nach einer befristeten Rente die Dauerrente bewilligt bekommen. Er ist ein Typ, der versucht nicht zu Hause auf den Tod zu warten. Leider sehen das andere Nachbarn als Neidfaktor offenbar (der geht nicht arbeiten, fährt aber einmal die Woche Rad...). So kam es das es plötzlich zu einem neuen Gutachten kam. Dies war eine reine Farce (dauerte keine 10 Minuten OHNE Untersuchung - zum Glück war dessen Frau mit dabei!) mit der Folge, das tatsächlich die Dauerrente aufgehoben wurde. Nun ist das Widerspruchsverfahren am laufen und es kam jetzt heraus, das dafür ein Nachbar verantwortlich ist. Jetzt meine Frage: muss die RV auf Nachfrage den Namen des "Denunzianten" heraus rücken damit der kranke Nachbar diesen wegen falscher Verdächtigungen anzeigen kann? Denn für solche neidischen Falschbeschuldiger kann es doch keinen Datenschutz geben, oder?

von
Hans Becks

Der beste Schutz ist der, daß man über sich nichts an die Nachbarn erzählt.

In jedem Nachbarn könnte ein Denunziant stecken, der meint er müßte der Gerechtigkeit auf die Sprünge helfen. Manche können dann auch eine alte Rechnung begleichen und was es so alles gibt.

So Typen wie GroKo gibt es überall.

von
klausi

meine Nachbarn sehen mich nur an meinen "guten tagen".wenn ich total kaputt im bett liege,sieht mich niemand.

die denken bestimmt auch,dass ich arbeiten könnte.

der beste schutz wäre ein aussiederhof und soziale Isolation...

von
Schade

So eine Story glaubt doch kein Mensch....

Das kann ich nicht ernst nehmen.

Und wenn die Dauerrente entzogen wurde, kann eine etwaige Anzeige so falsch nicht gewesen sein.

Ein mieser Fake.

von
W*lfgang

Zitiert von: Hans Becks
So Typen wie GroKo gibt es überall.
Hans Becks,

zunächst Lydia Steinert: die DRV kann Ihrem Nachbarn Akteneinsicht gewähren - wenn es Aktenkundig ist (eher nicht), dann können Sie 'zugreifen'.

Wegen Groko: dann haben Sie seine Beiträge/Statements wirklich nicht gelesen/verstanden.

Gruß
w.
... uhhhh, mich schauderts etwas, wenn ich das wegen 'Nachbarschutz' i. V. mit Groko leider sagen muss – aber irgendwo ist er doch auch ein netter Nachbar ;-)

von
Kralle

Wieso "falsche Verdächtigung"? Die Rente wurde doch entzogen, weil die medizinischen Voraussetzungen offenbar nicht (mehr) vorliegen und nicht, weil ein Nachbar das angezeigt hat.
Aus diesem Grunde werden auch Dauerrentenbezieher ggf. nachgeprüft!

von
Max

Hallo Lydia!

Was für eine Erkrankung hat den Ihr Nachbar?

Wenn er schwerkrank ist und Ihm die Rente entzogen wird lt. Aktenlage oder auch mit einem Gutachter .....dann verstehe ich die Welt nicht mehr.......oder ist das hier ein reiner FAKE um die Leute mit Rente zu verunsichern?

Da Sie sich nicht mehr zu dem Thema äußern kann man das wohl vermuten!

MfG

Max der Dauerrenter

von
GroKo

Zitiert von: Hans Becks

Der beste Schutz ist der, daß man über sich nichts an die Nachbarn erzählt.

In jedem Nachbarn könnte ein Denunziant stecken, der meint er müßte der Gerechtigkeit auf die Sprünge helfen. Manche können dann auch eine alte Rechnung begleichen und was es so alles gibt.

So Typen wie GroKo gibt es überall.


Bist Du so Einer.

von
Ernst

Hallo
Es gibt viele Gutachten die wirklich ein Witz sind!: Der Sogenante Gutachter hatte die Akte, in der Steht fremdmeldung Zweifel an Renten Berechtigung!:Da ist ein Unabhängiges Gutachten nicht möglich/nicht gewolt.

von
Michl

Zitiert von: Lydia Steinert

Mein Nachbar ist schwerkrank und hatte nach einer befristeten Rente die Dauerrente bewilligt bekommen. Er ist ein Typ, der versucht nicht zu Hause auf den Tod zu warten. Leider sehen das andere Nachbarn als Neidfaktor offenbar (der geht nicht arbeiten, fährt aber einmal die Woche Rad...). So kam es das es plötzlich zu einem neuen Gutachten kam. Dies war eine reine Farce (dauerte keine 10 Minuten OHNE Untersuchung - zum Glück war dessen Frau mit dabei!) mit der Folge, das tatsächlich die Dauerrente aufgehoben wurde. Nun ist das Widerspruchsverfahren am laufen und es kam jetzt heraus, das dafür ein Nachbar verantwortlich ist. Jetzt meine Frage: muss die RV auf Nachfrage den Namen des "Denunzianten" heraus rücken damit der kranke Nachbar diesen wegen falscher Verdächtigungen anzeigen kann? Denn für solche neidischen Falschbeschuldiger kann es doch keinen Datenschutz geben, oder?

Entschuldigen Sie bitte Lydia Steinert, aber wenn ihr Nachbar wirklich so krank ist, wie Sie schildern, würde ein Gutachter niemals die Rente entziehen. Richtig finde ich teilweise nicht, wie manche Menschen unseren Staat ausnehmen und andere wiederum um eine Rente, die ihnen zustehen würde, kämpfen müssen denn auch ich habe eine Nachbarin die bereits seit vielen Jahren eine Berufsunfähigkeitsrente bekommt und in der Straße allen Nachbarn erzählt, dass sie schwarzarbeitet, da ansonsten ihre Rente entzogen werden würde und wenn dann ein Nachbar sie einmal anzeigt, würde ich mich nicht wundern. Nur ich selbst würde dies niemals tun aber es gibt eben Menschen, die von Neid zerfressen sind und ihre Freude daran haben andere an den Pranger zu stellen.
Sollte ihr Nachbar wirklich so schwer krank sein wie geschildert hätte man ihm bestimmt die Rente nicht entzogen ansonsten kann er ja Einspruch erheben und nochmals einen anderen Gutachter verlangen der dann vielleicht zu einem anderen Ergebnis kommt. Heute ist es nicht mehr so leicht eine Rente zu bekommen mir wurde diese auch einmal abgelehnt und ich kann nicht mehr Fahrrad fahren und seit heute bin ich endlich in meiner regulären Altersrente.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Lydia Steinert,

der Rentenversicherungsträger ist zwar nicht verpflichtet, den Namen des „Denunzianten“ bekannt zu geben, der Versicherte selbst hat aber – wie von User "Wolfgang" bereits dargestellt - das Recht Einsicht in seine Versichertenakte zu nehmen.

von
Lydia Steinert

Hallo, vielen Dank erstmal an alle ernsthaften Kommentare. Zu den bösartigen Kommentatoren möchte ich nur sagen: seid froh, keine schwere Krankheit zu haben.
Mein Nachbar leidet an einer äüßerst seltenen Muskelerkrankung (kein MS o.ä.). Das wurde alles auch schon von Fachärzten festgestellt und der Verlauf ist nur nicht klar (sprich ob er in 2 oder 5 Jahren ggf. im Rollstuhl landet). Daher auch die Berentung (seit 6 Jahren!). Das nun neue Gutachten (von keinem Facharzt und wie schon geschrieben dauerte der Aufenthalt im Arztzimmer 10 min ohne Untersuchung) ist ein Witz. Darum läuft ja auch schon der Widerspruch (seit 6 Monaten bereits). Wenn alles so klar wäre, warum schnettern die das nicht ab? Klar ist wohl, dass meine Nachbarn bis zur allerletzten Instanz um ihr Recht kämpfen werden (wenn er nicht vorher den Kampf gegen die Krankheit verliert). Die Ungewissheit und das Warten hinterlässt auch zusätzliche Spuren. Von daher kann man nur hoffen das am Ende die Gerechtigkeit siegt und der Denunziant zur Rechenschaft gezogen werden kann. Was Neid o alles anrichten kann... die Krankheit würde der Betroffene aber wohl eher nicht haben wollen...

von
Silke-EU Rentnerin

Wie lange "darf" sich denn die RV Zeit lassen um den Widerspruch zu bearbeiten? Das ist ja zusätzliche Psychofolter.
Und noch eine Nachfrage zum Rad fahren: darf man an "guten Tagen" wirklich gar nichts tun um sich von Dauerschmerzen abzulenken?

von
Lydia Steinert

Hallo Silke,
ich habe keine Ahnung ob die RV eine Zeitvorgabe für die Bearbeitung im Widerspruchsverfahren hat.
Zum Rad fahren: war auch nur ein Schätzwert von mir, der Nachbar fährt an "guten Tagen" (was vielleicht auch nur 2 mal im Monat ist) einmal um den Block, da er schlecht zu Fuß ist. Wie lange er anschl. liegen muss, weiß ich nicht aber er sagte mir einmal: er will wenigstens manchmal noch spüren noch am Leben teilzunehmen...
Ich muß jetzt zur Arbeit (daher konnte ich auch nicht sofort auf andere Fragen reagieren).

von
Max

Zitiert von: Silke-EU Rentnerin

Wie lange "darf" sich denn die RV Zeit lassen um den Widerspruch zu bearbeiten? Das ist ja zusätzliche Psychofolter.
Und noch eine Nachfrage zum Rad fahren: darf man an "guten Tagen" wirklich gar nichts tun um sich von Dauerschmerzen abzulenken?

Hallo Silke!

Es ist ja erlaubt einen Minijob auszuführen!

Gut daraus kann einem auch ein Strick gedreht werden, es kommt wohl sehr auf die Erkrankung an!

Warum soll dann Rad fahren nicht erlaubt sein?

Es soll ja auch förderlich für die Gesundheit sein!

MfG

Max