evi

von
Rente

hallo,
ich habe von April 1996 bis februar 2005 gearbeitet und pflichtbeiträge in die rentenversicherung einbezahlt ....bekomm ich duch diese kurze zeit später mal eine rente oder verfällt dies wenn ich nicht mehr arbeite und einzahle.Wann bekomm ich mal diese rente bin jahrgang 1966 und werden dann da auch noch einnahmen oder eine private altersversorgung auf mein rente angerechnet.

dankeschön
lg
evi

von
Maria L.

Hallo evi,

nein, Ihre Rentenanwartschaften verfallen nicht, da Sie bereits mehr als 5 Jahre Beitragszeiten haben. Für knapp 9 Jahre Beitragszahlung würde ich an Ihrer Stelle mit einer Rente in Höhe von einmal Pizzaessen rechnen. ;-)

Wann Sie diese Rente beziehen können, steht in den Sternen. Nach aktueller Gesetzeslage mit Alter 67, das wird aber gewiß noch mehrfach geändert, bis Sie das Rentenalter erreicht haben.

Nach derzeitiger Gesetzeslage wird eine private Altersvorsorge nicht auf die gesetzliche Rente angerechnet. Für zusätzliche Erwerbseinkünfte gibt es derzeit - meines Wissens, bin nicht ganz sicher - ebenfalls keine Begrenzung.

Rechnen Sie mit allem, nur mit einem nicht: einer auskömmlichen gesetzlichen Rente bei Ihrer geringen Einzahlung. Also: machen Sie sich klar, daß Ihre private Altersvorsorge Ihre einzige realistische Altersversorgung ist. Hoffentlich sorgen Sie rentabel mit Beteiligungspapieren vor und verzichten auf Forderungspapiere (Renten- und Lebensversicherungsverträge, Sparverträge, festverzinsliche Wertpapiere etc.). Letztere gehen gerade als Folge der Finanzkrise unter (das merken wir nur noch nicht, das kann sich noch etwas hinziehen).

Gruß,
Maria L.

von
Pizzabäcker

Zitat:

"Für knapp 9 Jahre Beitragszahlung würde ich an Ihrer Stelle mit einer Rente in Höhe von einmal Pizzaessen"

Ich rechne so:
9Jahre, ca. 1EP pro Jahr: = 9 EP mal 26,27 (heute) = 236,43 EUR (nicht Lire).

Wenn es nur 0,5 EP sind:

118,21 EUR

und zwar JEDEN Monat!!

oder habe ich was übersehen?

von
Realist

@Maria L. denkt eben in ganz anderen Dimensionen als Otto Normalverbraucher!

In den Kreisen der Besserverdienenden darf eine Pizza auch schon mal 236,43 Euro kosten!

von
Maria L.

Hallo,

ich sehe schon, mein Beispiel hat für Aufsehen gesorgt. Nein, ich esse keine Pizza für 100 oder 200 Euro. Bei meiner pessimistischen und gewiß auch provokativen These habe ich nur die Staatsverschuldung von derzeit rund 60% des BIPs und die möglicherweise bereits im Hintergrund galoppierende Inflation mitberücksichtigt. Bei einer Geldmengenausweitung von rund 20% in den USA und rund 10% in Europa ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch in den Preisen für Güter des täglichen Bedarf gravierende Teuerung einstellt. Mehr Geld für gleich viele Güter => die Preise steigen, während die Kaufkraft sinkt.

Inflation wertet alle nominalen Geldforderungen ab, dazu gehört auch die gesetzliche Rente (die ja bereits seit Jahren nicht mehr annähernd an die Teuerungsrate angepaßt wird). Es wird also aus mathematischen Gründen zwangsläufig über kurz oder lang zu weiteren gravierenden Rentenkürzungen kommen, die habe ich schon eingepreist...

Mit 9 Jahren Beitragszahlung wird man niemals über das Niveau einer Grundsicherung hinauskommen, das zumindest sollte jedem klar sein. Wer sich in einer solche Situation komplett privat absichert, macht es richtig. Wieviel Zubrot dann die gesetzliche Rente tatsächlich bringen wird, sieht man dann. Eine Berechnung der zukünftigen Rente nach dem heute geltenden Rentenwert zu heutiger Kaufkraft ist auf jeden Fall grob fahrlässig, weil viel zu hoch. Meine Schätzung war vielleicht zu niedrig, dann liegt die Wahrheit vielleicht irgendwo in der Mitte. ;-)

Gruß,
Maria L.

von
Nix

Die Rente wird Ihnen gewährt, wenn Sie die gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze z.B. 65.Lebensjahr erreicht haben.
Ein Verfallen von Rentenbeiträgen gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht.
Private Einnahmen aus anderen privaten Altersvorsorgeleistungen werden nicht angerechnet. Im Gegenteil: Sie sollen ja vorsorgen, damit Sie genug für den Lebensabend haben. Angerechnet wird Ihnen dabei nichts.

Nix

von
Pater Braun

Das war das Wort zum Montag von Maria L.

Experten-Antwort

Nach derzeitiger Rechtslage gilt:
Anspruch auf die Regelaltersrente besteht, wenn der Versicherte
- die Regelaltersgrenze erreicht und
- die allgemeine Wartezeit erfüllt hat.

Die Regelaltersgrenze wird mit Vollendung des 67. Lebensjahres erreicht.
Die allgemeine Wartezeit beträgt fünf Jahre.
Eine Anrechnung von Einnahmen und privater Altersversorgung ist nicht vorgesehen.