EWU Rente

von
Bernd

Hallo ! Habe eine frage zu Erwerbsunfähigkeitsrente, diese beziehe ich wegen 100 % Schwerbehinderung, wenn man dann mit 63-65 in Altersrente umgewandelt wird, wie hoch wird die altersrente sein? gibt es auf oder abschläge vom jetzigen Betrag?
Besten Dank

von
no name

Im Regelfall ist die (umgewandelte) Regelaltersrente genauso hoch wie die vorher gezahlte EU/BU/EM-Rente. Sie ist in jedem Falle nicht niedriger (Besitzschutz!).

Experten-Antwort

Sehr geehrter Bernd,

die in der Rente wegen Erwerbsminderung enthaltenen Abschläge bleiben in der Folgerente ent-halten, sofern sich die Folgerente unmittelbar an die Erwerbsminderungsrente anschließt.
Schließt sich an die Erwerbsminderungsrente mit Abschlägen vor Vollendung des 63. Lebensjahres eine Folgerente mit einem höheren Zugangsfaktor an, so ist der geminderte Zugangsfaktor für die nicht in Anspruch genommen Entgeltpunkte um 0,003 pro Monat der Nicht-Inanspruchnahme zu erhöhen.
Fällt die Rente wegen Erwerbsminderung vor Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. des für Sie maßgebenden Tabellenalters (aufgrund der Übergangsvorschrift) weg, und schließt sich die Folgerente nicht unmittelbar an, ist der Zugangsfaktor für die Folgerente neu zu ermitteln. Fällt die Rente wegen Erwerbsminderung erst nach Vollendung des 60. Lebensjahres weg, sind die Abschläge ab Vollendung des 60. Lebensjahres bis zum Ende des Rentenbezuges der Rente wegen Erwerbsminderung in der Folgerente zu berücksichtigen.

Voraussetzung für die Erhöhung des geminderten Zugangsfaktors ist also, dass die Entgeltpunkte der Vorrente im maßgebenden Verminderungszeitraum nicht oder nicht mehr vorzeitig in Anspruch genommen worden sind.

Mit freundlichen Grüßen

von
Bernd

Lieber Experte, bei Erwerbsunfähigkeitsrente ist das gleiche?

von
Heinerich

Hallo,

Erwerbsunfähigkeitsrenten wurden OHNE Abschlag gewährt. Daher kann es bei dieser Rente nicht zu einer Erhöhung wegen Verminderung des Absclages kommen.

MfG

Experten-Antwort

Sehr geehrter Bernd,

sofern Sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente nach dem bis zum 31.12.2000 geltenden Rechts beziehen, dürften in dieser Rente keine Abschläge berücksichtigt sein (Zugangsfaktor = 1,0).

Bei durchgehendem Rentenbezug sind die bisherigen persönlichen Entgeltpunkte in der anschließenden Versichertenrente mindestens in der bisherigen Höhe zugrunde zu legen, wenn die Rente innerhalb von 24 Kalendermonaten nach Ende des Bezugs der vorherigen Rente beginnt (§ 88 Abs. 1 SGB VI).

Sie haben angegeben, dass Sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente wegen 100% Schwerbehinderung beziehen. Sie sollten sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen, ob für Sie die Inanspruchnahme der Altersrente für schwerbehinderte Menschen ab Vollendung des 60. Lebensjahres ohne Abschläge möglich ist (Vertrauensschutz) bzw. ab wann Sie die Altersrente dann frühestmöglich ohne Abschläge beziehen könnten.

Mit freundlichen Grüßen