Expertenfrage: Ermittlung des Grenzwertes

von
Armin

ich bin 1952 geb.,öffentl. dienst,,ich beziehe seit 1974 eine dauerhafte unfallrente(bg-40%...versorgsamt 60%), durch einen atz-vertrag ,werde ich am 01/10 in den vorruhestand gehen u. rente mit 10,8 % abzug beziehen,nun wurde mir gesagt,dass bei mir es ev. zu einer weiteren kürzung durch die unfallrente kommen könnte,durch einen sogenannten grenwert,der zwischen diesen beiden renten ermittelt würde,kann mir von euch jemand sagen,nach welcher formel (genaue berechnungsart) dieser grenzwert ermittelt wird...danke...

von
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Der Grenzbetrag beträgt für alle Renten 70 % eines Zwölftels des der Berechnung der Unfallrente zugrunde liegenden JAV, vervielfältigt mit dem jeweiligen Rentenartfaktor aus § 67 SGB 6.

Grenzbetrag = JAV x 70 x Rentenartfaktor : 12 x 100

von Experte/in Experten-Antwort

Die Anrechnung einer Unfallrente auf die Altersrente richtet sich nach § 93 SGB VI. Danach darf die Summe aus gesetzlicher Bruttorente und Unfallrente abzüglich Betrag BVG-Grundrente bei gleicher MdE den Grenzbetrag nicht überschreiten. Grenzbetrag ist regelmässig 70 Prozent des aktuellen Jahresarbeitsverdienstes geteilt durch 12 Monate, mindestens aber die gesetzliche Bruttorente.

Rechnung für volle Altersrente nach etwaigem Abschlag bei vorzeitigem Rentenbeginn:

1. Schritt
gesetzliche Bruttorente
+Unfallrente
-BVG-Grundrente (bei MdE 40 % aktuell 162,-- Euro)
= Summe der Rentenbeträge

2.Schritt
Jahresarbeitsverdienst X 70% : 12 Monate
= Grenzbetrag (mindestens gesetzliche Bruttorente)

3. Schritt
Summe der Rentenbeträge
-Grenzbetrag
= Kürzungsbetrag der gesetzlichen Bruttorente

Gerne können Sie unter Vorlage der letzten Mitteilung zur Unfallrente und Angabe Ihrer Vorstellungen zum Renteneintritt eine individuelle Berechnung beantragen.