Falsche Rehaklinik, was tun? 2von4 Wochen um

von
Jutta Albers

Hallo,

unser 8-jähriger Sohn leidet an Enuresis (kindl. Einnäßen) mit Stuhlschmieren. Deshalb ist er seit dem 2.4. mit meinem Mann in der Reha. Die Klinik ist spezialisiert auf Neurodermitis, Asthma, Adipositas. Schon als wir den Bescheid bekamen, habe ich die Klinik kontaktiert, da auf deren Internetseite nix von Enuresis stand (es GIBT extra Kliniken, die sich auf dieses doch recht schwierige Krankheitsbild spezialisiert haben...). Nach mehrmaligen anrufen, die Papiere lagen immer gerade bei irgeneiner Person die sie prüfe (Oberarzt, Psychologe...), wurde mir versichert, alles sei in Ordnung, Moritz könnte gut dort behandelt werden.
Jetzt sind die 2 seit 2 Wochen weg und siehe da, nicht wirklich viel passiert. In der Klinik lassen sie Moritz jetzt an sehr allgemeinen Maßnahmen zur Steigerung seines Körpergefühles teilnehmen, mehr könnten sie leider nicht tuin, sie seien ja auch auf Enuresispatienten nicht spezialisiert...
Oh manno, wir haben so sehr gehofft, ihm endlich adäquat helfen zu können und jetzt son M... ! Und ich gehe mal davon aus, in nächster Zeit nicht wieder irgendeine Maßnahme bezahlt zu bekommen, da er ja jetzt 4 Wochen weg war...
Abbrechen werden sie nicht,es gefällt ihnen in sofern, das sie es schön finden und jetzt quasi Urlaub auf RV-Kosten inkl. zeitweiser Animation machen. Aber das war doch nicht das Ziel der ganzen Geschichte!
Eine eMail an die RV habe ich gestern bereits geschickt, ist in Bearbeitung... Was sollen wir denn jetzt tun? Bin echt niedergeschlagen...
Gruß, Tante Ju

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Tante Ju,

im Rahmen dieses Forums kann ich Ihnen leider auch keinen anderen Rat geben als den, sich an den zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden. Insoweit haben Sie schon den richtigen Weg eingeschlagen. Mehr können Sie aus meiner Sicht zunächst nicht veranlassen.

von
Schade

Der richtige Weg wäre es , sobald man erkennt, dass es nicht die richtige Klinik ist, die Reha in Absprache mit den Ärzten abzubrechen. (aber 4 Wochen Urlaub machen und dann soll das ganze nochmal finanziert werden????)

Ob Sie das alles als besorgte Mutter jedoch wirklich richtig sehen, bzw. ob man realistisch erwarten kann, dass solche Probleme in 2 - 4 Wochen behoben sind, steht auf ganz anderem Blatt.....

von
Jutta Albers

Leider nicht nur eine falsche Einschätzung, wortlaut des Stationsarztes...
Unsere Enuresistherapeutin hat uns ja extra darauf angesprochen, dass so eine Klinik sehr gut für Moritz wäre, nur deshalb haben wir den Weg gewählt.
Und wir wissen sehr wohl, das man gerade eine Enuresis nicht in 4 Wochen heilen kann. Das ist ein jahrelanger Prozess, der durch die Reha unterstützt werden sollte. Es täte Moritz gut z.B. zu sehen, dass er nicht allein mit diesem Problem ist. Alltagshilfen/strategien können erlernt werden. Wir sind mit ihm ja schon 2,5 Jahre in Behandlung und wissen, dass der Weg noch lang ist. Deshalb ist es ja so frustig. Man überwindet sich, nimmt fremde Hilfe in Anspruch und dann so ein Reinfall!
Ich habe das mit dem Urlaub sicher überspitzt gesagt. Ich weiß, dass die zusätzliche Physio Moritz hilft, sein Haltetonus ist nicht der beste und auch die zusätzliche Aufmerksamkeit tut ihm absolut gut. Daher werden die 2 das Beste und so viel wie möglich draus machen. Eine Spezialklinik wäre trotzdem die bessere Wahl gewesen. Jemand nach einem Herzinfarkt schickt man ja auch nicht in eine orthopädische Reha...