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Experten-Antwort

Fatique-Syndrom

von Leistner24.04.2018 | 21:48
1173 Ansichten
8 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Mit Interesse habe ich den Artikel gelesen: https://www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/fatigue-syndrom-chron… Ist Fatique eine Indikation, die zu einer Reha-Bewilligung führt? Im Bekanntenkreis passen die Indikatoren sehr gut zu einem Menschen, dem ich zu einer Reha verhelfen will - chronische Krankheiten hat er aber nicht (evtl. etwas Übergewicht).

Antworten vom Expertenteam

Alle Antworten im Überblick · chronologisch sortiert

2
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Guten Morgen,

auf jeden Fall sollte bei Interesse eine Reha-Leistung beantragt werden. Sie können doch nur gewinnen.

Herzliche Grüße

Moderation · 2Ihre Vorsorge

Liebe B.troffene,

wir schätzen auch die Meinung unserer User und freuen uns, wenn sie Ihr Wissen im Forum teilen. Weniger schön ist es, wenn andere User oder Experten der Ignoranz bezichtigt werden. Ein sachlicher Ton bereichert das Forum.

Ein schönes Wochenende.

Ihr Admin

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6 Antworten

Marcoam 24.04.2018 | 22:17
Ist leider in dem Artikel etwas falsch und zu kurz dargestellt. Es gibt das Fatigue-Syndrom, F48.0, was eine psychiatrische Erkrankung ist, es gibt das Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS) auch als Myalgische Enzephalomyelitis (ME) bezeichnet, was eine schwere Multisystemerkrankung ist G93.3 und es gibt die sehr häufig bei immunologischen Krankheiten zB MS Aids Rheuma auftretende Fatigue. Letztere wird gemeint sein in diesem Artikel. Prinzipiell kann aber die Leistungsminderung bei allen 3 Varianten so stark sein, dass sie eine EM Rente begründet. Je nach Ursache wird, wenn möglich, versucht ambulant was zu tun. Ggf. kann man einen Rehaantrag stellen. Hierzu sollte man aber vorher zumindest eine Diagnose haben hierzu vorher mit einem Arzt gesprochen haben.
Syndromeam 24.04.2018 | 22:29
Was heißt Übergewicht? Es gibt Tausende Syndrome z.b. Piriformis Syndrome, ISG Syndrom ect. Ihr Bekannter sollte unverzüglich den Arzt aufsuchen, um alles weitere zu besprechen. Mfg
Fastrentneram 25.04.2018 | 07:09
In diesem Forum sind offiziell keine Ärzte unterwegs, daher dürfen Sie keine konkrete Antwort erwarten. Nur so viel: Wenn der Arzt eine Rehamaßnahme für erfolgversprechend hält, sollte ein Rehaantrag gestellt werden. Der sozialmedizinische Dienst der DRV wird dann prüfen und einen positiven oder negativen Bescheid erteilen.
B.troffeneam 11.08.2018 | 15:57
Falsch! Sehr falsch. Da sieht man mal wieder wie wenig sich wirklich damit auskennen... Das erschüttert und macht traurig. Also: Auf welche Reha soll man denn bitte schön gehen, wenn sich die Schulmedizin noch gar nicht mit dieser Krankheit auskennt? Betroffene werden auf die Psycho-Reha geschick, wo Aktivierung und Psychoedukation das Mittel der Wahl sind. Aktivierung ist bei ME/CFS schädlich !!! Ich spreche aus Erfahrung. Unterstützung in psychologischer Hinsicht bei einer so niederschmetternden Krankheit würde gar nicht schaden, allerdings: wenn man sich dann sogar noch von Leuten die einem helfen sollen rechtfertigen muss, schief angeschaut wird und denen erst mal erklären müsste was das für eine Krankheit ist - was sie dann aber nicht glauben, da sie in ihrem Scheuklappendenken gefangen sind und stupide an längst veralteten und wiederlegten Meinungen festhalten, dann... Ist das sehr wohl kontraproduktiv! Ich verweise hiermit auf die Homepage der Charité Berlin. Es gibt dort diesbezüglich vier PDF Dateien zur Information. Insbesondere wird auf die unbedingt zu vermeidende FALSCHBEHANDLUNG hingewiesen. Fortbildungen für Allgemeinärzte gibt es auch. Aber scheinbar besteht bei der Ignoranz kein Bedarf. Mit freundlichem Grüßen.
Fastrentneram 11.08.2018 | 16:22
Zitat von B.troffene anzeigenausblenden
Guten Morgen, auf jeden Fall sollte bei Interesse eine Reha-Leistung beantragt werden. Sie können doch nur gewinnen. Herzliche Grüße
Falsch! Sehr falsch. Da sieht man mal wieder wie wenig sich wirklich damit auskennen... Das erschüttert und macht traurig. Also: Auf welche Reha soll man denn bitte schön gehen, wenn sich die Schulmedizin noch gar nicht mit dieser Krankheit auskennt? Betroffene werden auf die Psycho-Reha geschick, wo Aktivierung und Psychoedukation das Mittel der Wahl sind. Aktivierung ist bei ME/CFS schädlich !!! Ich spreche aus Erfahrung. Unterstützung in psychologischer Hinsicht bei einer so niederschmetternden Krankheit würde gar nicht schaden, allerdings: wenn man sich dann sogar noch von Leuten die einem helfen sollen rechtfertigen muss, schief angeschaut wird und denen erst mal erklären müsste was das für eine Krankheit ist - was sie dann aber nicht glauben, da sie in ihrem Scheuklappendenken gefangen sind und stupide an längst veralteten und wiederlegten Meinungen festhalten, dann... Ist das sehr wohl kontraproduktiv! Ich verweise hiermit auf die Homepage der Charité Berlin. Es gibt dort diesbezüglich vier PDF Dateien zur Information. Insbesondere wird auf die unbedingt zu vermeidende FALSCHBEHANDLUNG hingewiesen. Fortbildungen für Allgemeinärzte gibt es auch. Aber scheinbar besteht bei der Ignoranz kein Bedarf. Mit freundlichem Grüßen.
Sie können Ihr medizinisches Wissen hier gern verbreiten. Nur was soll Ihnen das nutzen? Hier im Forum sind im Normalfall weder Ärzte unterwegs, noch werden hier diesbezüglich Entscheidungen getroffen. Es bleibt Ihnen nur der Weg über Ihre Ärzte und deren Einschätzung, was auch immer Sie für ein Ziel verfolgen.
Marcoam 11.08.2018 | 17:11
Zitat von B.troffene anzeigenausblenden
Guten Morgen, auf jeden Fall sollte bei Interesse eine Reha-Leistung beantragt werden. Sie können doch nur gewinnen. Herzliche Grüße
Falsch! Sehr falsch. Da sieht man mal wieder wie wenig sich wirklich damit auskennen... Das erschüttert und macht traurig. Also: Auf welche Reha soll man denn bitte schön gehen, wenn sich die Schulmedizin noch gar nicht mit dieser Krankheit auskennt? Betroffene werden auf die Psycho-Reha geschick, wo Aktivierung und Psychoedukation das Mittel der Wahl sind. Aktivierung ist bei ME/CFS schädlich !!! Ich spreche aus Erfahrung. Unterstützung in psychologischer Hinsicht bei einer so niederschmetternden Krankheit würde gar nicht schaden, allerdings: wenn man sich dann sogar noch von Leuten die einem helfen sollen rechtfertigen muss, schief angeschaut wird und denen erst mal erklären müsste was das für eine Krankheit ist - was sie dann aber nicht glauben, da sie in ihrem Scheuklappendenken gefangen sind und stupide an längst veralteten und wiederlegten Meinungen festhalten, dann... Ist das sehr wohl kontraproduktiv! Ich verweise hiermit auf die Homepage der Charité Berlin. Es gibt dort diesbezüglich vier PDF Dateien zur Information. Insbesondere wird auf die unbedingt zu vermeidende FALSCHBEHANDLUNG hingewiesen. Fortbildungen für Allgemeinärzte gibt es auch. Aber scheinbar besteht bei der Ignoranz kein Bedarf. Mit freundlichem Grüßen.
Da muss man aber auch wieder unterscheiden, woher kommt die Diagnose und welche liegt überhaupt vor. Es stimmt, dass wirklich unter G93.3 leidende Menschen oftmals falsch behandelt werden und eine aktivierende Reha dramatische Konsequenzen haben kann. Fakt ist aber auch, dass derzeit und früher auch schon, sehr oft falsche Diagnosen gestellt wurden. Wenn man vom Psychiater diese Diagnose gestellt bekommt ist sie oftmals einfach falsch, denn dieser kennt oft den Unterschied zwischen Fatigue Syndrom F48.0 (Psychisch) und Chronic Fatigue Syndrom G93.3 (Multisystemerkrankung). Derzeit läuft daher auch ein Antrag den Namen im ICD Code zu ändern da es zu oft Verwechslungen gibt. Viele die schwerste psychische Störungen haben Antidepressiva wie Gummibärchen essen verstecken sich hinter der falschen Diagnose das sei ja alles körperlicher Ursache. CFS hat genauso wenig mit psychischen Erkrankungen zu tun wie Aids was mit der sexuellen Ausrichtung. Es liegt dann an den behandelnden Ärzten die wohlmöglich falsche Einschätzung der DRV Ärzte richtig zu stellen. Und wenn man CFS hat und die letzten Jahre in psychischer Behandlung und diese immer noch stattfindet ist so eine Reha eher richtig. Denn ein Problem gibt es bei psychischen Erkrankungen, die Patienten wollen sie oft selbst nicht wahrhaben.
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