Fehlende Beitragszeiten nicht nachweisbar

von
Moni

In einem alten Versicherungsverlauf von mir, wurden Zeiten angezeigt, die noch ungeklärt sind. In dieser Zeit habe ich aber als geringfügig Beschäftigte gearbeitet. Bei meinem damaligen Arbeitgeber liegen jedoch keine Unterlagen mehr über diesen Zeitraum vor. Meinerseits ist nur noch eine Abmeldung für geringfügig Beschäftige in den Unterlagen, die Anmeldung fehlt jedoch. Wie kann ich diese Zeiten trotz fehlender Nachweise noch in meinen Versicherungsverlauf mit aufnehmen? Und dann entsprechend bei meiner Rentenhöhe berücksichtigen?

von
-_-

Zitiert von: Moni

In einem alten Versicherungsverlauf von mir, wurden Zeiten angezeigt, die noch ungeklärt sind. In dieser Zeit habe ich aber als geringfügig Beschäftigte gearbeitet. Bei meinem damaligen Arbeitgeber liegen jedoch keine Unterlagen mehr über diesen Zeitraum vor. Meinerseits ist nur noch eine Abmeldung für geringfügig Beschäftige in den Unterlagen, die Anmeldung fehlt jedoch. Wie kann ich diese Zeiten trotz fehlender Nachweise noch in meinen Versicherungsverlauf mit aufnehmen? Und dann entsprechend bei meiner Rentenhöhe berücksichtigen?

Um diese Frage zutreffend zu beantworten, müsste man wissen, um welchen genauen Zeitraum es dabei geht.

Die versicherungsrechtliche Beurteilung von geringfügigen Beschäftigungen wurde mit Wirkung vom 01.04.1999 durch das Gesetz zur Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse vom 24.03.1999 (BGBl. I S. 388) grundlegend geändert. Dabei wurde die Geringfügigkeitsgrenze für die alten und für die neuen Bundesländer einheitlich auf monatlich 630 DM (ab 01.01.2002 325,- Euro) festgeschrieben.

Personen, die eine geringfügige Beschäftigung (§ 8 SGB 4) ausüben, sind nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB 6 grundsätzlich versicherungsfrei. Durch das Gesetz zur Neuregelung der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse vom 24.03.1999 ist mit Wirkung vom 01.04.1999 für geringfügige versicherungsfreie Beschäftigungen durch den Arbeitgeber ein Beitrag zur Rentenversicherung in Höhe von 12. v. H. des Arbeitsentgelts zu entrichten (§ 172 Abs. 3 SGB 6). Erst nach dem 31.03.1999 sind Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund eines Minijobs überhaupt möglich gewesen. Ab dem Zeitpunkt können Sie trotz eventuellen Ablaufs der Aufbewahrungsfristen möglicherweise noch Nachweise über Beitragszeiten bei der seinerzeit zuständigen Krankenkasse erhalten.

Die versicherungsrechtliche Beurteilung von geringfügigen Beschäftigungen wurde mit Wirkung vom 01.04.2003 durch das Zweite Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom 23.12.2002 (BGBl I S. 4621) erneut grundlegend geändert. Dabei wurde die Geringfügigkeitsgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungen von 325 Euro im Monat auf 400 Euro im Monat erhöht; die wöchentliche Stundengrenze von weniger als 15 Stunden entfiel. Die Durchführung des Beitrags- und Meldeverfahrens für geringfügig Beschäftigte - einschließlich der in Privathaushalten geringfügig Beschäftigten - wurde ab 01.04.2003 auf die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Träger der Rentenversicherung übertragen. Diese Aufgabe wird seitdem von der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See wahrgenommen. Dies bedeutet, dass die Minijob-Zentrale die Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung erhält. Auch die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung für diejenigen geringfügig Beschäftigten, die auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtet haben, sind bis heute an die Minijob-Zentrale zu zahlen. Die Minijob-Zentrale erhält auch sämtliche Meldungen für geringfügig entlohnte sowie für kurzfristig Beschäftigte.

Experten-Antwort

Wie -_- bereits schrieb, ist für die Beantwortung Ihrer Frage noch der genaue Beschäftigungszeitraum wichtig.

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